Vier Fliegen auf grauem Samt
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Vier Fliegen auf grauem Samt
Quattro mosche di velluto grigio; Four flies on grey velvet
Italien; Frankreich 1971 - 103 Min.
Internationale Titel
Vier Fliegen auf grauem Samt Deutschland
Quattro mosche di velluto grigio ITalien
Four flies on grey velvet Weltweit
Cuatro moscas de terciopelo gris Argentinien; Mexiko; Peru; Spanien
Quatro Moscas Sobre Veludo Cinza Brasilien
Fire fluer Dänemark
4 kärpästä harmaalla sametilla Finnland
4 Mouches de velours gris Frankreich
Tesseris myiges se prasino veloudo Griechenland
Xie ying Hongkong
4 légy a szürke bársonyon Ungarn
Yonhiki no hae Japan
Het mysterie van de 4 vliegen Holland
Fire fluer på grå fløyel Norwegen
Cztery muchy na szarym aksamicie Polen
Quatro Moscas de Veludo Portugal
Den djävulska fällan Schweden
Fyra flugor på grått sammet Schweden
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Inhalt

Italien in den 1970er Jahren. Der junge Schlagzeuger einer Rockband, Roberto Tobias, fühlt sich seit einer Woche von einem Unbekannten beschattet. Eines Abends bemerkt der genervte Musiker die Gegenwart seines vermeintlichen Observierers, dem er in ein nahezu menschenleeres Theater folgt, wo er ihn schließlich zur Rede stellt. Daraufhin kommt es zu Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf der schwarzgekleidete Fremde ein präpariertes Messer zückt. Roberto rammt dem Mann, von dem er sich verfolgt fühlt, versehentlich die Scheinwaffe in den Leib, woraufhin der Getroffene nach einem Sturz bewegungslos liegen bleibt. Das Opfer namens Carlo Marosi ist augenscheinlich tot, erfreut sich jedoch – von Roberto unbemerkt – bester Gesundheit. Kurz nach seiner im Affekt begangenen Tat bemerkt der geschockte Drummer einen maskierten Augenzeugen, der den inszenierten Totschlag aus einer gut einsehbaren Position fotografiert. Wenige Augenblicke später ist der vermummte Zeuge allerdings verschwunden. Der apathische, sich schuldig fühlende Roberto verschweigt diesen Vorfall, informiert aus Angst weder seine Frau Nina noch die Polizei. In den darauf folgenden Tagen tauchen unheilvolle und belastende Fotos des nächtlichen Gewaltaktes auf, gepaart mit anonymen Briefsendungen und geheimnisvollen Botschaften. Der seelische und körperliche Zustand Robertos verändert sich besorgniserregend. Er hat nachts Albträume von bizarren, orientalischen Enthauptungen. Nach einer angsteinflössenden Drohung wird dem Musiker, der immer mehr zum Opfer avanciert, bewusst, dass der „Fotograf“ ein perverses Spiel mit ihm treibt, das ihn langsam an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt. In dieser Situation vertraut sich der terrorisierte und gepeinigte Roberto endlich seiner Frau an. Die intime Unterredung wird dabei heimlich von ihrer älteren Haushälterin Amelia belauscht, die sich bald erpresserisch an den Täter wendet und dafür im weiteren Verlauf der Handlung brutal ermordet wird. Roberto beschließt derweil aktiv gegen den Unbekannten vorzugehen, den er in seinem erweiterten Bekanntenkreis vermutet. Auf Anraten seines Freundes Gottfried, eines heruntergekommenen, mürrischen Aussteigers, engagiert er den exzentrischen, homosexuellen Privatdetektiv Gianni Arrosio und einen Sonderling namens „Professor“. Zeitlich versetzt steigert der maskierte Wahnsinnige, der den Psychoterror begann, seine Vorgehensweise. Er wird zum Mörder. Amelia ist der Auftakt einer ganzen Serie von Todesfällen in Robertos näherer Umgebung, darunter auch das vermeintliche Mordopfer vom Anfang des Films – Marosi – sowie Privatdetektiv Arrosio. Nach der gewaltsamen Tötung der jungen Dalia, einer Cousine Ninas, erbittet der beauftragte Pathologe von den trauernden Hinterbliebenen die Vollmacht, ein neuartiges, geradezu revolutionäres Verfahren zu testen, das es ermöglicht, das letzte zum Todeszeitpunkt gesehene Bild des Opfers aus dessen Auge sichtbar zu machen. Als Ergebnis erhält man das wenig aufschlussreiche Bild der titelgebenden vier Fliegen auf grauem Samt. Roberto organisiert eine Schusswaffe und verschanzt sich mit dieser in seinem Haus. Zur nächtlichen Stunde erwartet er dabei den unbekannten Bösewicht, doch zu seiner Verwunderung kommt lediglich seine paranoide Frau Nina. In diesem Moment bemerkt er bei seiner Gefährtin ein seltsames Medaillon mit einer darin eingeschlossenen Fliege – die Identität des mörderischen Unbekannten ist geklärt, es ist Nina. Als Motiv gibt die psychisch labile Frau ein einschneidendes Kindheitserlebnis an. Sie wurde jahrelang von ihrem tyrannischen Vater misshandelt, der lieber einen Jungen als eine Tochter haben wollte. Noch bevor sie sich an ihrem Elternteil für erlittene Qualen rächen konnte, verstarb dieser jedoch plötzlich. Mit der Heirat Robertos, der ihrem Vater äußerlich ähnelt, versucht sie seitdem ein seelisches Gleichgewicht zu finden, indem sie ihren Ehemann nach und nach in den Wahnsinn treibt, um ihn letzten Endes nach einer gewissen Leidensperiode zu erlösen. Mit Robertos Waffe verletzt sie ihren erstaunten Ehemann, lässt jedoch von einem Mord ab, nachdem Gottfried die Szenerie betritt. Sie entscheidet sich zur Flucht mit dem Auto, fährt dabei auf einen LKW auf und wird von der heruntergeklappten Ladeklappe enthauptet.

Der Thriller gilt als Abschluss der sogenannten „Tier-Trilogie“ des Regisseurs Dario Argento, zu der außerdem noch die beiden Vorgängerfilme Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (Übersetzung des Originaltitels wäre Der Vogel mit den Kristallfedern) und Die neunschwänzige Katze gehören. Die drei Filme haben inhaltlich nichts miteinander zu tun, sind sich aber vom Aufbau ähnlich und alle drei tragen zumindest im Originaltitel den Namen eines Tieres, welches jeweils auch handlungsrelevant ist.

Bud Spencer übernahm die Rolle des Gottfrieds als Freundschaftsdienst für Dario Argento. Die Beiden lernten sich bei den Dreharbeiten zu Heute ich... morgen du und Die fünf Gefürchteten kennen und blieben zeitlebens Freunde.

Bud nahm für den Film keine Gage, seine einzige Bedingung war, dass mit seinem Namen keine Werbung gemacht werden dürfe.

Die Dreharbeiten mit Bud Spencer fanden im August 1971, zeitgleich mit denen zu Vier Fäuste für ein Halleluja statt. Die Szenen mit Bud wurden fast alle nachts gedreht. Bis 19 Uhr drehte er mit Enzo Barboni die Endschlägerei, danach fuhr er nach Rom und drehte bis zwei Uhr nachts mit Argento.

Die Außenaufnahmen wurden hauptsächlich in Turin gedreht. Die Szenen vor und in der Villa an Originalschauplätzen im Rom. Die Szenen in der U-Bahn wurden in Mailand gedreht, da es in Rom noch keine echte U-Bahn gab.

Die deutsche Fassung ist ungekürzt. Bud Spencer wird in dieser das einzige Mal von Heinz-Theo Branding gesprochen.

Starttermine:
17.12.1971 Italien Kinostart
19.05.1972 Deutschland Kinostart
31.10.2015 Deutschland TV-Erstausstrahlung arte
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Besetzung
Nr. Darsteller Rollenname Synchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Michael Brandon Roberto TobiasNorbert Langer  
2 Mimsy Farmer Nina TobiasTraudel Haas  
3 Jean-Pierre Marielle Gianni ArrosioHorst Niendorf  
4 Aldo Bufi Landi PathologeHermann Ebeling  
5 Calisto Calisti Carlo MarosiHeinz Petruo  
6 Marisa Fabbri Amelia, die GouvernanteEdith Elsholtz  
7 Oreste Lionello Der ProfessorWolfgang Draeger  
8 Fabrizio Moroni MirkoClaus Ringer  
9 Corrado Olmi PförtnerManfred Grote  
10 Stefano Satta Flores AndreaChristian Brückner  
11 Laura Troschel
(als Costanza Spada)
Maria PiaGisela Fritsch  
12 Francine Racette DaliaCornelia Meinhardt  
13 Bud Spencer GottfriedHeinz-Theo Branding
14 Dante Cleri KaufmannHerbert Weißbach  
15 Guerrino Crivello Rambaldi, der Nachbar  
16 Gildo Di Marco BriefträgerJoachim Kerzel  
17 Tom Felleghy Kommissar PiniGerd Holtenau  
18 Leopoldo Migliori   
19 Fulvio Mingozzi Musikmanager  
20 Stefano Oppedisano Zeuge, hört den Mord an Amelia  
21 Pino Patti KaufmannWolfgang Völz  
22 Ada Pometti   
23 Jacques Stany
(als Jacques Stanys)
PsychiaterOttokar Runze  
Nicht genannte Darsteller
24 Gianni Di Benedetto Mann bei Ausstellung  
25 Sandro Dori   
26 Renzo Marignano Mann bei Ausstellung  
27 Shirley Corrigan Gast auf der Party  
28 Anna Maria Perego Mutter von Dalia  
29 Romano Targa Polizist  
30 Franz Colangeli Gast bei der Ausstellung  
31 Pupita Lea Scuderoni Gast bei der Ausstellung  
32 Quinto Marziali Gast bei der Ausstellung  
33 Renato Cecilia Gast bei der Ausstellung  
34 Maurizio Streccioni Gast bei der Ausstellung  
35 Aldo Barozzi Gast im Lokal  
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Stab
Musik
Ennio Morricone
Drehbuch
Dario Argento (Geschichte & Buch), Luigi Cozzi (geschichte), Mario Foglietti (geschichte)
Kamera
Franco Di Giacomo
Schnitt
Françoise Bonnot
Produktionsfirmen
Seda Spettacoli, Universal Productions France
Produktionsleitung
Angelo Iacono (als Angelo Jacono), Giuseppe Mangogna (Aufnahmeleiter)
Ton
Mario Ronchetti
Spezialeffekte
Dino Galiano (als Cataldo Galiano), Carlo Rambaldi
Regieassistent
Roberto Pariante, Luigi Cozzi
Continuity
Patrizia Zulini
Szenenbild
Enrico Sabbatini
Ausstattung
Giuseppe Ciccocioppo
Kostüme
Enrico Sabbatini
Maske
Giuliano Laurenti
Frisuren
Paolo Borselli
Produzent
Salvatore Argento
Regie
Dario Argento
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Dieser Film ist auf folgenden Medien enthalten
Typ Titel Label Land Datum
Bonus Vier Fliegen auf grauem Samt: Buchauszug Deutschland
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Soundtrack
Typ Titel Label Land Datum
OST Vier Fliegen auf grauem Samt; Quattro mosche di velluto grigio Italien
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