In einer Wohnung sprechen Juden den Segensspruch Kiddusch, mit dem der Schabbat eingeleitet wird. Eine Nahaufnahme zeigt die verglimmende Flamme einer Kerze, ehe der bis dahin farbige Film zu Schwarz-Weiß wechselt. Nach Beginn der deutschen Besetzung Polens 1939 erfassen deutsche Beamte im Krakauer Hauptbahnhof die Personalien einer soeben angekommenen Gruppe Juden, welche von den Deutschen wie viele andere Juden aus Krakau und Umgebung zu Tausenden in das Krakauer Ghetto zwangsumgesiedelt werden sollen. In einem Tanzlokal macht sich der Geschäftsmann Oskar Schindler, ein NSDAP-Mitglied, mit Wehrmachts- und SS-Offizieren bekannt und feiert mit ihnen. Er ist auf ihr Wohlwollen angewiesen, treibt er doch seine Bemühungen voran, eine heruntergekommene, bankrotte Krakauer Emailwarenfabrik zu kaufen. Als Direktor, aber ohne das nötige Eigenkapital, stellt er den jüdischen Buchhalter Itzhak Stern als seinen Geschäftsführer ein und lässt ihn unter dessen Bekannten Geld für den Firmenkauf beschaffen. Schindler lässt ihn zudem jüdische Arbeitskräfte aus dem Ghetto engagieren, die ihn weniger kosten als polnische Arbeiter und zum Arbeiten das Ghetto verlassen dürfen. Den jüdischen Schwarzhändler Poldek Pfefferberg nutzt Schindler, um sich Material und Luxusgüter beschaffen zu lassen. Schindler lässt in der Fabrik Geschirr für deutsche Feldküchen herstellen und positioniert sich damit gegenüber den örtlichen SS-Verantwortlichen als zuverlässiger Partner. Als sein einziges Ziel mit der Fabrik benennt er, Profit zu erwirtschaften. In Krakau bezieht Schindler eine Wohnung, aus der kurz vorher eine jüdische Familie vertrieben worden ist. Dort ertappt ihn seine Ehefrau Emilie im Beisein einer Geliebten. Da er indes Emilie nicht versprechen will, dass es nicht erneut zu einem solchen Vorfall kommt, lässt er sie wieder abreisen. Danach setzt er die Affäre fort. Nachdem Stern vergessen hat, seine Arbeitserlaubnis mit sich zu führen, wollen die Besatzer ihn gemeinsam mit zahlreichen anderen Juden per Zug aus der Stadt schaffen. Schindler sorgt in letzter Sekunde dafür, dass Stern den Zug wieder verlassen darf, weil er ihn in der Fabrik benötigt. SS-Untersturmführer Amon Göth verantwortet im Winter 1942/43 die Errichtung des KZ Plaszow, in das die Bewohner des Krakauer Ghettos umgesiedelt werden sollen. Er bezieht eine Villa oberhalb des Steinbruchs, zu dem das KZ gehört, und wählt unter den jüdischen Häftlingen, die das Lager errichten, die junge Helene Hirsch als Hausmädchen für sein neues Domizil aus. Ab und zu ordnet er willkürlich Erschießungen von jüdischen KZ-Häftlingen an oder führt diese selbst aus. Das Ghetto wird am 13. März 1943 liquidiert. Als Schindler von einem Hügel oberhalb des Ghettos die Räumung verfolgt, fällt ihm ein kleines Mädchen auf, das allein durch die Straßen irrt und dessen roter Mantel im Film farbig gezeigt wird. Es versteckt sich anschließend im Ghetto – ebenso wie viele andere Bewohner, von denen etliche deshalb erschossen werden. Nach der Räumung des Ghettos darf Schindler nicht mehr über Stern und seine Fabrikarbeiter verfügen, weshalb die Produktion nun stillsteht. Er wendet sich deshalb persönlich an Göth und erhält von ihm die Erlaubnis, Stern und die Fabrikarbeiter weiter zu beschäftigen. Als Gegenleistung dafür verspricht Schindler ihm, Schmiergelder an ihn und andere SS-Leute und -Institutionen zu zahlen. Stern bringt mit Schindlers Einverständnis einige KZ-Häftlinge, die kurz vor der Erschießung durch Göth standen, als Arbeitskräfte in die Fabrik oder ermöglicht ihnen die Weiterbeschäftigung. Dadurch verbreitet sich unter den Juden der Ruf von Schindlers Fabrik als einem Zufluchtsort und von Schindler als einem guten Menschen. Das zeigt sich für ihn, als ihn eine Jüdin, die unter deutschem Namen in Freiheit lebt, darum bittet, ihre im KZ inhaftierten Eltern in seinem Unternehmen zu beschäftigen. Besorgt darüber, dass die SS vom neuerworbenen Ruf seiner Fabrik Wind bekommen könnte, empört er sich deswegen gegenüber Stern, veranlasst aber doch die Anstellung der Eltern. In Göths Villa spricht Schindler insgeheim mit Helene Hirsch, die unter Göths Willkür leidet, und versichert ihr, dass Göth sie schon deshalb nicht erschießen werde, weil er zu sehr auf sie angewiesen sei. Anschließend gibt er ihr zum Trost einen Kuss auf die Stirn. Zudem erklärt er Göth sein Verständnis von Macht, demzufolge man diese besitze, wenn man zwar im Recht sei, jemanden zu töten, es aber nicht unbedingt tue, sondern Gnade walten lasse. Tags darauf verhält sich Göth gegenüber KZ-Häftlingen zunächst gnädig, erschießt aber einen von ihnen dennoch. In seiner Verachtung für die Juden verprügelt er eines Abends Helene Hirsch. Als Schindler seinen Geburtstag feiert, küsst er zum Dank für ein Geburtstagsgeschenk eine Jüdin, die in seiner Fabrik angestellt ist, und ihre Tochter im Beisein Göths und anderer SS-Offiziere. Indes sind die Juden im KZ Plaszow davon überzeugt, nicht getötet zu werden, weil sie als Arbeitskräfte benötigt würden. Bald danach sortieren jedoch SS-Mediziner im Rahmen einer Selektion kranke und arbeitsuntüchtige Juden aus, um Platz für neue, ungarische Häftlinge zu schaffen. Währenddessen lässt die SS auch viele Kinder aus dem Lager schaffen. Am Bahnhof Krakau-Plaszow zeigt Schindler Mitgefühl für die in Viehwagons gesperrten Häftlinge und versorgt sie mit Wasser, während sein Handeln von Göth und anderen Offiziere zunächst verlacht, dann sprachlos beäugt wird. Wenig später wird Schindler wegen des Verstoßes gegen die Nürnberger Rassegesetze infolge des Küssens einer Jüdin in ein Gefängnis der SS gesperrt. Göth setzt sich erfolgreich bei seinen Vorgesetzten für seine Freilassung ein. Verwundert bemerkt Schindler an einem sonnigen Tag im April 1944, dass es Asche regnet. Der Grund dafür ist, dass Göth die Leichen Tausender Juden, die im KZ und bei der Ghettoräumung getötet wurden, exhumieren und haufenweise verbrennen lässt. Nahe dem Verbrennungsort erfährt Schindler von Göth als Grund dafür den kürzlich erhaltenen Abzugsbefehl. Erschüttert bemerkt Schindler unter den exhumierten Leichen auch das junge Mädchen im roten Mantel, der hier erneut farbig gezeigt wird. Auch Stern und die Fabrik-Arbeitskräfte sollen aus dem KZ Plaszow nach Auschwitz gebracht werden. Vorgeblich um die kriegswichtige Produktion sicherstellen zu können, erwirkt Schindler, dass er seine bisherigen Arbeiter behalten und sie, ebenso wie weitere von ihm und Stern ausgewählte Juden, nach Mähren bringen lassen und dort zur Produktion von Panzergranathülsen einsetzen darf. Dafür zahlt Schindler hohe Geldbeträge an Göth. Zu den Juden gehören auch Helene Hirsch und zahlreiche Kinder. Tatsächlich ist es sein Ziel, die Juden vor ihrer Tötung in Auschwitz zu retten. Die Namen aller betreffenden Juden, deren Zahl etwa 1000 beträgt, diktiert er Stern, der sie per Schreibmaschine in einer mehrseitigen Liste erfasst. Getrennt nach Geschlechtern verlassen die von Schindler ausgewählten Juden in zwei aus Viehwaggons bestehenden Zügen Plaszow. Während Schindler die männlichen Juden in seiner neuen, mit einem KZ-Außenlager verbundenen Fabrik an seinem Heimatort Zwittau-Brünnlitz persönlich willkommen heißt, wird der andere Zug fehlgeleitet und bringt die Jüdinnen direkt ins KZ Auschwitz-Birkenau. Nachdem ihnen dort die Haare kurz geschnitten wurden, sind sie nach einigem Warten in einem Gemeinschaftsduschraum erleichtert, als aus den Duschköpfen Wasser strömt. Durch Bestechung eines SS-Offiziers mit Edelsteinen sowie mit dem Argument, es handele sich um kriegswichtige Arbeitskräfte, erreicht Schindler, dass die Jüdinnen aus dem KZ Auschwitz-Birkenau nach Brünnlitz gebracht werden. Nachdem Schindler seiner Ehefrau versprochen hat, ihr künftig treu zu sein, kehrt sie in seine Nähe zurück. Als er erfährt, dass die in seiner Fabrik hergestellten Granathülsen allesamt die Qualitätskontrolle nicht bestanden haben, verfügt er den Ankauf korrekter Hülsen, um sie als seine eigenen auszugeben. Funktionstüchtige Granathülsen beabsichtigt er nicht herzustellen. Den Juden erlaubt er, freitags den Schabbat zu feiern. Die Flammen der dabei entzündeten Kerzen sind im Film erneut farbig zu sehen. Binnen sieben Monaten unproduktiven Betriebs und infolge des Einsatzes von Millionen Reichsmark, auch zur Bestechung, schwindet Schindlers Kapital, bis er fast mittellos ist. Kurz nachdem das Kriegsende im Radio verkündet worden ist, versammelt Schindler die Juden und die deutsche Wachmannschaft in der Fabrik. In einem persönlichen Appell stellt er die Wachsoldaten vor die Wahl, die Juden befehlsgemäß sofort zu erschießen oder es zu unterlassen: sie würden zu ihren eigenen Familien entweder als Mörder, oder als Männer zurückkehren. Die Soldaten entscheiden sich für Letzteres, ehe Schindler gemeinsam mit den Juden zum Gedenken an die vielen Toten ihres Volks drei Schweigeminuten einlegt. Bald nach Mitternacht verlässt Schindler mit seiner Frau die Fabrik, um vor der herannahenden Roten Armee zu fliehen. Als er sich von Stern und seinen Arbeitern verabschiedet, überreichen diese ihm einen von allen unterzeichneten Schutzbrief, in dem sie seine rettenden Taten dokumentieren. Als Zeichen der Dankbarkeit schenken sie ihm zudem einen aus Zahngold selbstgefertigten Ring, der mit dem eingravierten hebräischen Zitat aus dem Talmud versehen ist: „Wer nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt.“ Vor Stern bedauert Schindler weinend, nicht noch mehr Menschen gerettet zu haben. Drei Tage später verkündet ein russischer Dragoner den Juden, von der Roten Armee befreit worden zu sein. Anschließend sind die Schindlerjuden beim gemeinsamen Gang über ein Feld zu sehen, anfangs in schwarz-weißem Bild gegen Kriegsende, danach in farbigem Bild zur Zeit der Entstehung des Films. In einer kurzen Sequenz wird – wiederum in Schwarz-Weiß – die Hinrichtung Göths durch den Strang dargestellt; anschließend gibt es per Untertitel einige Informationen zum weiteren Leben Oskar Schindlers. Die letzten Bilder des Films sind Originalaufnahmen an Schindlers Grab in Jerusalem, wo sich während der Dreharbeiten Emilie Schindler, Itzhak Sterns Witwe und die damals noch lebenden „Schindlerjuden“ mit den Filmdarstellern treffen. Sie alle legen nach jüdischer Tradition einen Stein auf Oskar Schindlers Grab nieder, ehe Liam Neeson, der Darsteller des Oskar Schindler, zwei Rosen auf das Grab legt.
Der Film erzählt die wahre Geschichte des deutschmährischen Unternehmers und NSDAP-Mitglieds Oskar Schindler (1908–1974), der, unterstützt von seiner Frau Emilie, während des Zweiten Weltkrieges über 1200 Juden eigens in seinen Fabriken beschäftigte, um sie vor der Ermordung in den NS-Vernichtungslagern zu bewahren. Ihre Namen waren dazu in einer Liste erfasst worden. Einige der Geretteten berichteten ab den späten 1940er Jahren in Presseartikeln über Schindlers Einsatz. Um die Begebenheiten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, engagierte sich der in die USA emigrierte Schindlerjude Leopold Pfefferberg für eine Verfilmung des Stoffes. Mit Schindlers Einverständnis regte er im Jahr 1950/51 eine solche bei dem österreichisch-amerikanischen Regisseur Fritz Lang an, der sich auch interessiert zeigte. Ein entsprechendes Filmprojekt kam jedoch nicht zustande. In den Folgejahren verhandelte auch Schindler selbst - allerdings erfolglos - über die Rechte an der Verwertung seiner Geschichte, unter anderem mit Walt Disney.
1963/64 kam Pfefferberg mit Martin Gosch in Kontakt, einem Drehbuchautor mit Verbindungen zum Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM). Gosch erwarb für sich und MGM von Schindler die Rechte zur Verfilmung und sammelte anschließend Material für das Drehbuch, das bis Mitte 1965 fast fertiggestellt war. Für die Hauptrolle des geplanten Films war Richard Burton vorgesehen. Allerdings kam es auch diesmal nicht zur Verfilmung, im Oktober 1965 verkündete MGM die Einstellung des Projektes.
1980 begegnete Pfefferberg zufällig dem australischen Schriftsteller Thomas Keneally, den er überzeugte, über Schindlers Geschichte einen Roman zu schreiben. Der Autor interviewte mehr als 80 Schindlerjuden und verarbeitete deren Aussagen in einem halbdokumentarischen Werk, das 1982 unter dem Titel Schindlers Liste erschien. Kurz vor dessen Fertigstellung ließ Keneally mehreren Hollywood-Filmstudios eine Vorabfassung des Buchs zukommen. Eine Kinoverfilmung lehnten viele aber wegen des Umfangs ab. Sidney Sheinberg, Leiter des Filmstudios Universal Pictures, machte schließlich den Regisseur Steven Spielberg auf den Roman aufmerksam. Spielberg war von der Geschichte fasziniert, insbesondere vom ambivalenten Charakter Schindlers als einem Nazi, der Juden rettet. Universal erwarb daraufhin noch 1982 die Rechte zur Verfilmung des Buches, der Preis betrug 500.000 US-Dollar. Weil Spielberg zu der Zeit ausschließlich über Erfahrungen mit Unterhaltungsfilmen verfügte, fühlte er sich dem schwierigen Thema des Romans noch nicht gewachsen und sah zunächst von einer Verfilmung ab. Auf die Frage Pfefferbergs, wann er mit der Verfilmung des Buches beginnen wolle, antwortete Spielberg im Jahr 1983: "In zehn Jahren, von jetzt an".
Parallel dazu hatte sich über mehrere Jahre hinweg der deutsche Produzent Artur Brauner um eine Verfilmung der Geschichte Schindlers bemüht. Der Biographie Brauners zufolge scheiterte er dabei zwei Mal an der deutschen Filmförderung, die eine im Drehbuch festgehaltene Szene ablehnte, in der Lagerkommandant Amon Göth über ein jüdisches Dienstmädchen hergefallen sei. Zwischenzeitlich drehte der südafrikanische Filmemacher Jon Blair den britischen Fernseh-Dokumentarfilm Schindler, der auf dem Roman basiert. Er erschien 1983 und enthält ebenfalls Interviews mit Schindlerjuden. Die Zustimmung für den Film hatte Blair erst mit Spielbergs Unterstützung erhalten, der den Rechteinhaber Universal überzeugen konnte.
Auf Betreiben Spielbergs wurde später der Oscar-prämierte Drehbuchautor Kurt Luedtke zur filmischen Aufbereitung des Romans engagiert. Dieser zog sich jedoch nach mehr als drei Jahren zurück, weil er sich nach eigener Aussage nicht genügend von Spielberg unterstützt sah. Spielberg versuchte danach in den mittleren 1980er Jahren, die Verfilmung von Keneallys Buch an andere Regisseure abzugeben, darunter Sydney Pollack und Roman Polański. 1988 übergab Spielberg dem Regisseur Martin Scorsese die Aufgabe, die Verfilmung zu inszenieren, und erklärte sich als Gegenleistung dafür dazu bereit, sie selbst zu produzieren. Nachdem Steven Zaillian für Scorsese ein neues Drehbuch verfasst hatte, zog Spielberg kurzerhand die Regie an sich und übergab Scorsese stattdessen die Regie für den Thriller Kap der Angst.
Die endgültige Entscheidung zum Dreh des Films traf Spielberg während seines ersten Besuches in Krakau 1992. Mit ausschlaggebend dafür sei seine einstige Scham gewesen, selbst ein Jude zu sein. Den Film betrachte er als "Entschuldigung für die feigen Versuche", seit seiner Kindheit seine jüdische Abstammung vor anderen zu verbergen, so Spielberg in einem Interview. Zuvor hatte unter anderem der Regisseur Billy Wilder Spielberg zu diesem Schritt ermutigt. Auch war es Spielberg nach eigener Aussage wichtig, ein Zeichen gegen damals aufkommende ethnische Säuberungen in Bosnien und dem Irak zu setzen.
Weil Universal Pictures die kommerziellen Erfolgsaussichten als gering einstufte, sollte die Produktion als Low-Budget-Film erfolgen. Zudem sollte Spielberg zuvor den Film Jurassic Park drehen. Universal stellte sich aus vermarktungstechnischen Gründen zunächst auch gegen Spielbergs Vorhaben, das Werk als Schwarzweißfilm erscheinen zu lassen, gab jedoch später dem Drängen des Regisseurs nach.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur beteiligte sich Spielberg auch als Koproduzent. Weitere Koproduzenten waren Gerald R. Molen und der kroatische Holocaust-Überlebende Branko Lustig, der seine Erfahrungen aus dem KZ Auschwitz-Birkenau in die Produktion einbrachte. Als Kameramann engagierte Spielberg den jungen polnischen Emigranten Janusz Kamiński. Das Budget betrug 22 Millionen US-Dollar.
Während Keneallys Roman aus der Perspektive der Schindlerjuden verfasst ist, erzählt Zaillians Drehbuch die Geschichte aus der Sicht von Oskar Schindler. Zaillian verzichtete zugunsten der von ihm stärker betonten Figur des jüdischen Buchhalters Itzhak Stern auf etliche Details und Figuren aus dem Roman. Spielbergs Recherchen geschuldet, kamen noch bis nach Drehbeginn umfangreiche Änderungen und Ergänzungen am Drehbuch hinzu, dessen Umfang so von anfänglich 130 auf 190 Seiten anwuchs. Neben Keneallys Roman war auch Blairs Dokumentarfilm wichtig für Spielbergs Film, denn die britischen Schauspieler nutzten ihn zur Vorbereitung auf ihre Rollen.
Während der Vorproduktion hatte Spielberg die behördliche Genehmigung zum Drehen einiger Szenen auf dem Gelände des KZ Auschwitz-Birkenau erhalten. Der Jüdische Weltkongress protestierte dagegen jedoch bei der polnischen Botschaft in den USA und äußerte die Befürchtung, dass der Sterbeort von über einer Million Juden durch die unbeschränkten Aktivitäten eines kommerziellen Filmteams entweiht werden würde. Später schloss sich auch der Internationale Rat des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau den Protesten an. Nach einem Treffen mit Spielberg im Februar 1993 verwarf der Regisseur daraufhin seinen Plan, auf dem KZ-Gelände filmen zu wollen. Stattdessen wurden außerhalb des Geländes, nahe dem Zufahrtsgleis zum KZ Auschwitz-Birkenau die zu filmenden Baracken errichtet.
Entgegen den Plänen des Filmstudios Universal, den Film auf Farbmaterial zu drehen und für seine Veröffentlichung anschließend schwarz-weiß zu färben, wurde der Film zu großen Teilen direkt auf Schwarz-weiß-Filmmaterial aufgenommen, um die Stimmigkeit mit Dokumentarfilmen und Bildern aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu gewährleisten. Allerdings brachte das Filmen im Schwarz-weiß-Verfahren besondere Anforderungen an die Kostümierung der Darsteller mit sich. So war es beispielsweise nötig, auf weiße und fleischfarbene Kleidung zu verzichten, ohne dabei Abstriche bei der historischen Authentizität zu machen. Für die circa 7.000 Statisten standen etwa 18.000 Kostüme bereit. Farbige Szenen des Films sind nachträglich eingefärbt worden, darunter das mit dem „Red Genia“ (Deutsch etwa: "Rote Genia") genannten rot gewandeten Mädchen.
Die finale Rede Oskar Schindlers vor seinen Fabrikarbeitern beruht auf Aufzeichnungen, die von einem Schindlerjuden überliefert sind.
Der Abspann enthält auch eine Würdigung für „Steve Ross“. Dabei handelt es sich um den kurz vor Beginn der Dreharbeiten verstorbenen Medienmanager Steven Ross, der Spielberg als Inspirationsquelle für die Charakterisierung Oskar Schindlers diente. Dazu führte Spielberg Hauptdarsteller Neeson einige Videos mit Ross vor, dessen Persönlichkeit und Ausdruckskraft er als sehr ähnlich zu der des realen Oskar Schindlers empfand.
Insgesamt gibt es 126 Sprechrollen in dem Film. Die wichtigsten jüdischen von ihnen besetzte Spielberg mit israelischen Schauspielern, darunter viele Kinder von Holocaust-Überlebenden; andere gingen an katholische Polen aus Krakau und Umgebung. Die Statisten wurden zwecks Authentizität in Polen engagiert.
Die Dreharbeiten fanden überwiegend an Originalschauplätzen statt. In Krakau wurde hauptsächlich in den Stadtteilen Podgórze, dem Schauplatz des Krakauer Ghettos, und Kazimierz, dem alten jüdischen Viertel, gefilmt. Um zu vermeiden, dass Krakaus moderne Silhouette im Bild erscheint, wurde nicht am realen Standort des KZ Plaszow gefilmt. Dafür wurde das Konzentrationslager auf dem nahen Gelände eines Steinbruchs in Płaszów nachgebaut. Die Rekonstruktion war eine der Aufgaben der von Lew Rywin geführten polnischen Filmproduktionsgesellschaft Heritage Films und kostete 600.000 US-Dollar. Sie basierte auf den Plänen des originalen Lagers und bestand aus 34 Baracken, sieben Wachtürmen und der mit jüdischen Grabsteinen gepflasterten Anfahrtsstraße. Auch die von Amon Göth okkupierte, oberhalb des Steinbruchs gelegene Villa wurde für die Dreharbeiten nachgebaut. Die Außen- und Büroaufnahmen, die bei Oskar Schindlers Emaillewarenfabrik in Krakau spielen, wurde am Originalschauplatz gedreht, die anderen Innenaufnahmen jenes Schauplatzes in einer Emaillewarenfabrik in Olkusz. Als Drehort für den Schauplatz Brünnlitz diente die Kleinstadt Niepołomice.
Um eine möglichst direkte, realistische und dokumentarische Wirkung zu erzielen, verzichtete Spielberg beim Filmen einerseits auf den Einsatz von Kamerakränen und Dollys. Andererseits forcierte er, dass ein Großteil des Films per Handkamera gedreht wurde, der Anteil betrug letztlich circa 40 Prozent. Kameramann Kaminski ließ sich für seine Arbeit an dem Film, besonders beim Einsatz von Licht und Schatten, wesentlich durch die Aufnahmen des US-Fotografen Roman Vishniac inspirieren, der in den 1920er und 1930er Jahren jüdische Siedlungen in Osteuropa abgebildet hatte.
Die finale Szene wurde auf dem Jerusalemer katholischen Friedhof gedreht, auf dem sich, an den Hängen des Berges Zion gelegen, Oskar Schindlers Grab befindet. Die Entscheidung für diesen Drehort hatte Spielberg erst während der Dreharbeiten in Krakau gefällt. Für den Dreh lud Spielberg über 300 Schindlerjuden aus der ganzen Welt ein. Jeder von ihnen erhielt dafür 22 US-Dollar, die gesammelt an Emilie Schindler gespendet wurden.
Die ursprüngliche Schnittfassung war für Universal mit fast vier Stunden zu lang, sodass der Film gekürzt wurde. Zu den entfernten Szenen gehören die Lieferung eines Güterwaggons voller gefrorener Leichname nach Brünnlitz und eine Partie Siebzehn und Vier zwischen Schindler und Göth, mit der sie um Göths Hausmädchen Helene Hirsch spielen.
Mit der Komposition der Filmmusik betraute Spielberg den mehrfach oscarprämierten US-amerikanischen Komponisten John Williams, mit dem er bei vorherigen Filmen schon einige Male kooperiert hatte. Williams lehnte Spielbergs Anfrage zunächst ab, da er diese Aufgabe als zu herausfordernd empfand. Nach Spielbergs Hinweis, dass die Komponisten, die besser dafür geeignet seien, bereits tot seien, ließ sich Williams aber überzeugen. Das Hauptthema des Films spielte der jüdische Geiger Itzhak Perlman ein, den Rest überwiegend das Boston Symphony Orchestra.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Universal Studios gehörte Schindlers Liste 2012 zu 13 Filmen, die durch das Unternehmen restauriert wurden. Unter Spielbergs Aufsicht wurde der Film, ausgehend von den Original-Negativen, neu abgetastet, sodass er danach in einer Auflösung von 4K vorlag. Auf deren Basis wurde eine Farbkorrektur vorgenommen und unerwünschte Bildartefakte entfernt. An der Restaurierung des Films arbeiteten über fünf Monate hinweg zwischen 20 und 30 Personen. Schließlich entstanden neue 35-mm-Filmkopien, ein neues 35-mm-Negativ und ein neues Digital Cinema Package.
Ehe der Film in den Kinos anlief, hatte es in den USA, Israel und europäischen Ländern nichtöffentliche Auftaktvorstellungen gegeben, an denen nicht nur der Regisseur, sondern auch, wie bei einem Staatsakt, die jeweiligen Staatsoberhäupter oder Regierungschefs teilnahmen. Universal wählte für den Film zunächst eine Veröffentlichungsstrategie mit minimierten Marketing-Ausgaben und zeigte ihn bei seinem Kinostart in den Vereinigten Staaten am 15. Dezember 1993 nur in 25 Lichtspielhäusern. Infolge der überaus positiven Reaktionen ließ das Studio den Film in den Folgemonaten in einer steigenden Anzahl von Kinos vorführen, etwa 100 im Januar 1994 und circa 1250 im März 1994. Der Besuch des wegen teilweiser Darstellung von Sexualität bzw. Gewalt mit einem R-Rating versehenen Films wurde Jugendlichen unter 17 Jahren nur in Begleitung Erwachsener empfohlen. In Deutschland erhielt der Film von der FSK eine Jugendfreigabe ab 12 Jahren. Dort brachte der Verleih United International Pictures (UIP) den Film zunächst mit 45 Kopien in die Kinos. Zeitungen äußerten als möglichen Grund für diese verhältnismäßig geringe Zahl die Angst vor rechten und antisemitischen Protesten; UIP wies in dem Zusammenhang auf mögliche Folgen von Applaus bei Erschießungsszenen hin. Mit Blick auf die neuen Bundesländer, für die es anfangs nur 13 Filmkopien gab, sprachen Medien von einer Unterversorgung. UIP erklärte die geringe Anzahl an Kopien auch damit, dass das Kopieren von schwarz-weiß gedrehtem Material deutlich mehr Zeit beanspruche als von Farbmaterial, und versprach, sie zu steigern. Letztlich wurde der Film in mindestens 500 deutschen Kinos gezeigt. Bei der Erstaufführung spielte der Film weltweit etwa 321 Millionen US-Dollar ein. Davon entfielen etwa 96 Millionen US-Dollar auf die Vereinigten Staaten und von den restlichen 70 Prozent 38,5 Millionen US-Dollar auf Deutschland, 5,7 Millionen US-Dollar auf die Schweiz und 3,6 Millionen US-Dollar auf Österreich. In seinem Ursprungsland hatte der Film etwa 25 Millionen Kinobesucher, in Deutschland ungefähr 6,2 Millionen, darunter viele junge Menschen und Schüler.
In Deutschland sendete den Film erstmals der Privatsender ProSieben am Karfreitag 1997 im Hauptabendprogramm. Dabei wurde er einmal unterbrochen durch eine Nachrichtensendung, die zwei Werbeblöcke umschlossen, und gesponsert durch die Rewe-Handelsgruppe. Bei späteren Ausstrahlungen im deutschen und österreichischen Fernsehen, unter anderem bei den Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe und der RTL-Gruppe, wurde der Film auch ohne Werbeunterbrechung, mit Abspann und ohne eingeblendetes Senderlogo gezeigt.
Anlässlich seines 25-jährigen Erstaufführungsjubiläums erschien der Film in einer gegenüber der ursprünglichen Kinofassung digital überarbeiteten, aber inhaltlich unveränderten Version erneut in den Kinos. In den USA und Kanada lief er am 7. Dezember 2018 an, in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 27. Januar 2019, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag und dem deutschen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Einspielergebnis der Wiederaufführung betrug in den USA etwa 833.000 US-$[92] und in Deutschland circa 184.000 Euro.
Bei der Oscarverleihung 1994 erhielt der zwölfmal nominierte Film sieben Prämierungen. Dazu gehören auch die Oscars für den besten Film und die beste Regie, Spielbergs erste in diesen Kategorien. Außerdem gab es Oscars für Kamera, Musik, Schnitt, Szenenbild und adaptiertes Drehbuch. In den Schauspielerkategorien (Hauptdarsteller und Nebendarsteller) blieb es bei Nominierungen für Neeson und Fiennes, ebenso wie in den Kategorien für Kostümdesign, Make-up und Ton.
Für den besten Film, das Drehbuch und die Regie gab es zudem je einen Golden Globe Award, bei insgesamt sechs Nominierungen.
Die Gewerkschaften der Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure zeichneten den Film ebenfalls aus.
John Williams erhielt für seine Musikkomposition neben dem Oscar einen BMI Film & TV Award und einen Grammy Award, beim Golden Globe blieb es bei einer Nominierung.
Etliche Auszeichnungen gab es überdies von den Filmkritikervereinigungen in Chicago, Dallas-Fort Worth, New York, Kansas und Los Angeles sowie von der National Society of Film Critics. Zudem wurde der Film mit dem Humanitas-Preis, dem Political Film Society Award und mit Preisen des National Board of Review geehrt.
Auch außerhalb der Vereinigten Staaten wurden dem Film Auszeichnungen zuteil, überwiegend als bester ausländischer oder fremdsprachiger Film.
In Deutschland gab es zwei Goldene Leinwände, davon eine mit Stern, sowie zwei Jupiter-Filmpreise.
Beim Deutschen Hörfilmpreis 2020 gab es für die anlässlich der 25-jährigen Wiederaufführung angefertigte Audiodeskription den Sonderpreis der Jury.
Daneben erhielt er vor allem Preise in Japan, darunter den Japanese Academy Award, den Kinema-Jumpō-Preis und einen Preis beim Mainichi Eiga Concours.
In Großbritannien erhielt der Film – bei insgesamt 13 Nominierungen - in sieben Kategorien einen British Academy Film Award sowie Prämierungen beim London Critics’ Circle Film Award, dem Evening Standard British Film Award und von der British Society of Cinematographers.
In Norwegen wurde dem Film ein Amanda verliehen.
Bei Filmpreisen aus anderen europäischen Ländern blieb es überwiegend bei Nominierungen, darunter dem französischen César, dem schwedischen Guldbagge und den italienischen Preisen David di Donatello und Nastro d’Argento.
Für den Film, für die Shoah Foundation und seine damit einhergehenden Verdienste zur Bewahrung der Geschichte des Holocaust erhielt Steven Spielberg mehrere Verdienstorden. In Deutschland wurde ihm 1998 das Bundesverdienstkreuz der Stufe Großes Verdienstkreuz mit Stern verliehen. Bei der Verleihung am 10. September 1998 im Berliner Schloss Bellevue sagte Bundespräsident Herzog, dass Spielberg sich mit seinem Werk tiefen Respekt errungen habe. "Deutschland verdankt Ihnen ein Werk, das uns mehr gegeben hat, als Sie vielleicht selber ahnen". Mit dem Film habe Spielberg dem Grauen und der Hoffnung Gesichter gegeben; er habe gezeigt, dass die Verantwortung des Einzelnen auch in einer Diktatur niemals aufhöre.
In den USA wurde ihm 1999 die National Humanities Medal verliehen.
2004 erhielt er den Verdienstorden der Italienischen Republik in Form des Großkreuzes. Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi würdigte dabei Spielbergs "Zeugnis über die Grausamkeit der Geschichte". |