Nach fünf Jahren Gefängnis wird der unschuldig Verurteilte Bill Kiowa entlassen. Der Grund für seine Verurteilung war sein früherer Freund James Elfego, ein Schwertkämpfer mit asiatischen Wurzeln, Revolverheld und Anführer einer Gruppe von Gesetzlosen. Elfego vergewaltigte und ermordete Kiowas Ehefrau. Außerdem deponierte er Diebesgut bei ihm und informierte den Sheriff, sodass Kiowa eines von Elfegos Verbrechen angelastet wurde. Kiowa erwirbt eine Schusswaffe, um sich zu rächen. Schon vor dem Ausgang des Waffengeschäfts muss er zwei ihm Auflauernde in Notwehr töten.
Von seinen Rücklagen, welche ein Freund für ihn verwahrte, akquiriert Kiowa für je 5.000 Dollar vier Revolvermänner, um seinen Rachefeldzug zu unterstützen. Er verspricht ihnen dieselbe Summe nochmal, wenn sie die Mission letztlich erfolgreich erfüllen. Dabei handelt es sich im Einzelnen um den großen Iren O’Bannion, den Sheriff Jeff Milton, das Greenhorn Bunny Fox und den Glücksspieler Francis 'Colt' Moran. Auf dem Rachefeldzug geraten Kiowa und O’Bannion in einen Hinterhalt, werden gefangen genommen und von fünf Gesetzlosen bewacht, während Elfego einen Geldtransport überfällt. Sie können jedoch noch rechtzeitig von den drei anderen befreit werden, wobei alle Bewacher ihr Leben lassen. Als Elfego nach seiner Rückkehr vom Überfall das Desaster entdeckt, verfolgt er seine Widersacher. Der Showdown beginnt nachmittags in einem Birkenwald. Mit geschickten Tricks wird Elfegos Gefolgschaft nach und nach, durch die Nacht bis in den Morgen hinein, dezimiert. Zuletzt verletzt Elfego O’Bannion, wird dann aber von Kiowa gestellt. Hier kann er ihn dank seiner jahrelangen Reaktionsübungen im Duell entwaffnen und übt schließlich Rache für den Mord an seiner Frau.
Bud Spencer spielt in diesem harten Italo-Western das "Walross" O'Bannion, der an der Seite Kiowas zum Rachefeldzug antritt. Der Film ist nach Gott vergibt - Django nie! die zweite Arbeit des "neu geschaffenen" Schauspielers Bud Spencer, der damals noch gar nicht wusste, wie es mit ihm und der Schauspielerei weiter gehen würde. Das erkennt man auch daran, dass Bud sich nach Ende der Dreharbeiten zu "Gott vergibt - Django nie!" seinen markanten Bart wieder abrasiert hatte. Da man diesen Bart aber auch hier sehen sollte, klebte man ihn für die Dreharbeiten einfach einen falschen Bart an, ein Umstand, den man im Film auch deutlich sieht.
In Deutschland lief "Heute ich... morgen Du!" noch vor Bud Spencers "Debütfilm" Gott vergibt - Django nie! in den Kinos. Sein Deutschland-Debüt war der Film deswegen aber dennoch nicht, denn noch knapp drei Monate zuvor startete in den deutschen Kinos bereits Die letzte Rechnung zahlst Du selbst.
Bud Spencer hatte zu dieser Zeit noch keinen festen Synchronsprecher. Hier wurde er von Edgar Ott gesprochen. Es sollte dessen einzige Besetzung auf Bud Spencer bleiben.
"Heute ich... morgen Du!" war neben Vier Fliegen auf grauem Samt der einzige Film Bud Spencers, der von der deutschen FSK nicht unter 18 Jahren freigegeben wurde. Mittlerweile wurde er allerdings neu geprüft und ist ungekürzt ab 16 verfügbar.
Auch "Heute ich... morgen Du!" wurde im Zuge der großen späteren Erfolge Bud Spencers mehrfach unter neuen Titel erneut aufgeführt. Um Bud Spencers Mitwirkung zu betonen, hieß der Film später erst "Stoßgebet für einen Hammer" und schließlich "Der Dicke ist nicht zu bremsen". Letzteren Titel benutzen auch heute noch die aktuellen Veröffentlichungen und TV-Ausstrahlungen. Das Schicksal einer Comedy-Neusynchro blieb dem Film aber erspart.
Das Drehbuch stammt aus der Feder von Dario Argento, der später sehr erfolgreich ins Regiefach wechselte und sich einen Namen als Horror- und Thrillerregisseur machte. Bud Spencer und Argento lernten sich bei den Dreharbeiten kennen und es entstand eine Freundschaft, die 1971 zu Bud Spencers Mitwirkung in Argentos Thriller Vier Fliegen auf grauem Samt führte.
Der Soundtrack des Films stammt aus der Feder von Angelo Francesco Lavagnino. Lavagnino schrieb in den 50er und 60er Jahren die Musik zu fast 200 Filmen u.a. auch die zu den Spencer/Hill-Frühwerken Torpedomänner greifen an, Il padrone delle ferriere und Aladins Abenteuer. Der Soundtrack wurde erst 2009 in Italien komplett auf CD veröffentlicht. Zuvor gab es lediglich einen französischen Western-Sampler aus dem Jahr 1988, der fünf Tracks aus dem Film enthielt.
Gedreht wurde der Film in Italien, in den Wäldern von Manziana, nördlich von Rom. |