Zwei wie Pech und Schwefel
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Deutsche Synchron (Berlin)
Dialogbuch: Karlheinz Brunnemann
Dialogregie: Karlheinz Brunnemann
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Zwei wie Pech und Schwefel
...Altrimenti ci arrabbiamo!; Watch out, we're mad!
Italien; Spanien 1974 - 102 Min.
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Inhalt

Ben steht vor dem Schaufenster eines Autohauses und bewundert den Hauptpreis des bevorstehenden Rallycross-Rennens (einen roten Strandbuggy der Marke Puma mit gelbem Verdeck), an welchem er teilnimmt. Da fährt plötzlich sein alter Rivale Kid in seinem zum Wohnmobil umfunktionierten Bus vor und verpasst Bens Traum vom Sieg einen vorläufigen Dämpfer, da auch er um den Buggy mitfährt. Im Rennen kämpfen beide erbittert mit einem Ford Escort um den Sieg und zwingen sämtliche Konkurrenten, die ihnen im Weg sind, durch mehrere Zusammenstöße zur Aufgabe. Doch am Ende fahren sie exakt gleichzeitig über die Ziellinie und müssen sich ihren Gewinn teilen. Der Buggy wird per LKW zu Bens kleiner Autowerkstatt, die er gemeinsam mit seinem alten Freund Jeremias betreibt, transportiert. Ben und Kid beschließen, im benachbarten Freizeitpark durch ein Wettessen mit Bier und Würstchen den alleinigen Besitzer des Buggys auszufechten. Doch da kommt ihnen der Schlägertrupp eines Gangsterbosses, genannt Der Boss, in die Quere. Dieser lässt das Restaurant des Freizeitparks verwüsten, um dessen Schließung und Abriss zu erzwingen und ein Hochhaus an dieser Stelle errichten zu lassen. Ben und Kid tragen ihr Wettessen zunächst in aller Ruhe weiter aus, bis es ihnen zu ungemütlich wird (Zitat Ben: „Ich finde, wir sollten gehen, es ist mir hier zu laut, ich kann nicht richtig kauen.“) und sie die Entscheidung in ein anderes Restaurant verlegen. Als sie den Parkplatz vor dem Freizeitpark verlassen wollen, wird der Buggy von einem Wagen der Schläger gerammt und geht in Flammen auf. Da sie sich in ihrem Wettstreit um den Buggy gestört sehen, wollen Ben und Kid vom Ganovenboss, der von einem Psychologen namens Der Doktor „beraten“ wird, den Buggy ersetzt bekommen. Sie mischen sich unter die Gäste einer Party des Bosses und stellen diesen schließlich zur Rede. Der Boss ist nach massiver psychologischer Einflussnahme durch den Doktor nicht gewillt, den Buggy zu ersetzen. Er schickt den Anführer seiner Schläger, den finsteren Attila, los, um Ben und Kid das Handwerk zu legen. Als die beiden in Bens Rallycross-Wagen an einer kleinen Tankstelle vorbeifahren, steckt Attila das Auto in Brand und glaubt, er habe die beiden erledigt. Doch der Brand des Wagens kann in einer Waschanlage schnell wieder gelöscht werden. Am selben Abend will sich Attila mit zwei Damen aus seiner Bande im Freizeitpark vergnügen. Doch Ben und Kid machen ihn schnell vom Jäger zum Gejagten und schärfen ihm nach einer Prügelei in einer Sporthalle nochmals ein, am nächsten Mittag den Buggy ersetzt haben zu wollen. Der Boss schickt seine Männer ohne Ersatzbuggy zu Bens Werkstatt, um die vermeintliche Lieferung auszuführen. Ben und Kid scheinen das „Geschenk“ zunächst anzunehmen, indem sie auf die Spielerei der Ganoven eingehen und sich bei ihnen bedanken. Der Boss hört währenddessen alles per Funk mit und sieht seinen Plan schon als aufgegangen. Doch schnell wird aus dem Zusammentreffen eine Motorrad-Verfolgungsjagd, in der Ben und Kid alle Schläger überwältigen und die beiden verbliebenen schließlich in einer Art „motorisiertem Tjost“ besiegen können. Der Boss und der Doktor geben sich allerdings noch immer nicht geschlagen. Auf Anraten des Doktors setzt der Boss den Auftragskiller Paganini auf Ben und Kid an, um sie endgültig zum Schweigen zu bringen. Zunächst verfolgt er Kid bis in eine Konzerthalle, wo der Feuerwehrchor, in welchem Ben Mitglied ist, gerade probt. Kid mischt sich unter die Sänger und warnt Ben davor, dass Paganini ihnen gefolgt ist. Geschickt kann Ben mehrmals aus seiner Schusslinie entkommen, zum Entsetzen des Dirigenten des Chors. Am Schnürboden findet sich schließlich eine Gelegenheit für Paganini. Doch als er seinen Gewehrkoffer öffnet, befindet sich darin plötzlich eine Geige, und im nächsten Moment richtet Kid Paganinis eigenes Gewehr auf ihn und zwingt ihn, im Restaurant des Bosses als Violinist aufzutreten. Schließlich hetzt der Boss seine Schläger auch noch auf Bens Kumpel Jeremias, der sich als ehemaliger Koch der Bande entpuppt. Ben findet Jeremias eines Nachts blutig geschlagen unter einem Auto in ihrer Werkstatt, was das Fass für ihn endgültig zum Überlaufen bringt. Gemeinsam mit Kid verwüstet er in seinem Rallycross-Wagen das Restaurant des Gangsterbosses und es kommt zu einer finalen Prügelei. Der Boss gibt auf und fährt am nächsten Tag mit seiner Bande, die von der Prügelei deutlich gezeichnet ist, zu Bens Werkstatt und stiftet Ben und Kid je einen neuen Buggy. Als beide mit ihren Buggys vor Freude wild über den Parkplatz des Freizeitparks fahren, wird Kid durch seine Freundin, die Seiltänzerin Liza, abgelenkt. Er schaut ihr wie gebannt hinterher, achtet nicht auf seinen Fahrweg und kollidiert mit Bens Buggy. Dieser geht durch den Zusammenstoß in Flammen auf, und der Wettstreit des Duos mit Bier und Würstchen um den verbliebenen Buggy beginnt von neuem.

Der italienische Originaltitel "…altrimenti ci arrabbiamo!" heißt auf Deutsch übersetzt "… sonst werden wir wütend!" und ist ein Zitat aus dem Film. In der deutschen Version wird es mit "Wir werden sogar sehr ungemütlich…" übersetzt.

Das Drehbuch zu "Zwei wie Pech und Schwefel" schrieb Regisseur Marcello Fondato gemeinsam mit Francesco Scardamaglia. Die Zusammenarbeit lief so gut, dass sie diese später noch mehrfach wiederholten. Auf diese Weise entstanden auch noch die Drehbücher zu den Spencer-Filmen Charleston, Sie nannten ihn Mücke, Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen, Buddy haut den Lukas und Der Bomber. Ursprünglich sollten Scardamaglia und Fondato im Auftrag von Produzent Mario Cecchi Gori das zu der Zeit sehr erfolgreiche Musical "Halleluja, brave Leute" (Alleluja, brava gente) zu einem Film mit Bud Spencer und Terence Hill umschreiben. Sie versuchten dies auch, bekamen aber auch nach mehreren Tagen keinen vernünftigen und sinnvollen Plot aufs Papier. Sie entschlossen sich daher eine ganz andere Geschichte für das Duo zu schreiben und legten diesen Alternativvorschlag Cecchi Gori vor. Dieser war sofort begeistert und "Zwei wie Pech und Schwefel" bekam grünes Licht.

Der von Donald Pleasence gespielte "Doktor", der psychologische Berater des Bosses, ist in der Originalfassung Deutscher, was nicht nur durch seine Vorliebe für den Psychologen Sigmund Freud, sondern auch durch mehrfaches lautes Ausrufen des deutschen Wortes "Nein, nein, nein" zum Ausdruck kommt. Dieser Umstand geht in der deutschen Synchronisation verloren.

Der Profikiller "Paganini" wird vom Spanier Manuel De Blas gespielt. Er war bis zu ihren Tod der Ehemann von Patty Shepard, die hier die Hochseiltänzerin Liza, oder in Buds Worten, den Rauschegoldengel, spielt. Vier Jahre zuvor war er in Der Teufel kennt kein Halleluja schon einmal an der Seite Terence Hills zu sehen.

Mit Ausnahme der Innenaufnahmen und des Autorennens zu Beginn, fanden die Dreharbeiten in der spanischen Hauptstadt Madrid statt. Bens Werkstatt und der Freizeitpark befanden sich direkt vor dem Stadion "Vincente Calderón", der Heimat Atlético Madrids.

Für die Auto- und Motorradstunts war der Franzose Rémy Julienne verantwortlich, ein echter Spezialist auf dem Gebiet, der diese Aufgabe auch bei verschiedenen James Bond Filmen ausübte und in seiner Karriere an über 180 Filmen als Stuntman beteiligt war. Die Prügelszenen wurden allerdings auch bei diesem Film wieder von Giorgio Ubaldi choreografiert, dem Haus- und Hof Stuntkoordinator bei Spencer/Hill-Produktionen.

Terence Hill fährt in dem Film eine Ossa AE-73 Enduro 250, Bud Spencer eine Moto Zodiaco Tuareg 223-2. Das Rennen zu Beginn des Films fahren beide in einem Ford Escort MK1.

Das Gewehr des Auftragskillers Paganini wird im Film als „Remington Karabiner Typ 7070“ bezeichnet, welches nicht existiert. Es handelt sich um das Modell 700 des deutschen Herstellers Krico.

Die Idee, die Endschlägerei in einem Meer aus Luftballons spielen zu lassen, kam Fondato spontan am Set. Das Lokal, in dem das Finale spielt, sah so herunter gekommen aus, dass man versuchte dies durch den massiven Einsatz der Luftballons zu tarnen. Fondato stellte dazu extra zwei zusätzliche Leute ein, die mehrere Tage lang nur Luftballons aufblasen mussten.

Zwischen Regisseur Marcello Fondato und Produzent Mario Cecchi Gori kam es während der Dreharbeiten zum Zerwürfnis. Fondato bestand sehr zum Ärger von Cecchi Gori auf eine sehr penible Ausarbeitung der Action- und Prügelszenen, was natürlich die Produktionskosten erhöhte. Cecchi Gori war dann auch mit den fertigen Film nicht zufrieden und verscherbelte die Rechte daran für wenig Geld weiter. Dass der Film anschließend einer der erfolgreichsten Filme des Jahres wurde, dürfte ihm dann auch Missfallen haben, jedenfalls kündigte er den Vertrag mit Fondato, der eigentlich noch einen zweiten Film vorsah, wütend auf und warnte seine Produzentenkollegen davor mit Fondato zu arbeiten. So dauerte es über drei Jahre bis Fondato wieder einen Film drehen durfte.

Das Titellied Dune Buggy des Soundtracks aus der Feder von Guido und Maurizio De Angelis wurde 1974 zu einem großen Erfolg. Es stieg bis auf Platz 8 in den deutschen Charts und war dort insgesamt 21 Wochen platziert. Für das Lied "Across the fields", welches zu Beginn während des Autorennens läuft sind neben Guido und Maurizio De Angelis auch Bud Spencer und Regisseur Fondato als Autor gelistet.

Der Film erhielt im Jahr 1975 die Goldene Leinwand.

Im Jahr 2022 entstand in Italien unter der Regie des Duos YouNuts! ein "Reboot" des Films, welches am 24. August 2022 auch in Deutschland bei Netflix veröffentlicht wurde. In den Rollen von Bud Spencer und Terence Hill sind hier Alessandro Roia und Edoardo Pesce zu sehen. In Italien lief der Film sogar in den Kinos, floppte dort aber fürchterlich. Die Neuauflage kann dem Original in keinster Weise das Wasser reichen.

Starttermine:
29.03.1974 Italien Kinostart 11.246.906 Besucher
19.04.1974 Deutschland Kinostart 4.200.000 Besucher
23.03.1995 Deutschland TV-Erstausstrahlung Pro 7
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Besetzung
Nr. Darsteller Rollenname Synchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Terence Hill KidThomas Danneberg
2 Bud Spencer BenWolfgang Hess
3 John Sharp BossMartin Hirthe  
4 Patty Shepard
(als Paty Shepard)
LizaRenate Danz  
5 Donald Pleasence DoktorGerd Martienzen  
6 Manuel de Blas Paganini  
7 Deogratias Huerta AttilaHeinz Petruo  
8 Luis Barbero JeremiasHans F. Wilhelm  
9 Emilio Laguna DirigentLothar Blumhagen  
10 Rafael Albaicín Schausteller auf dem JahrmarktManfred Grote  
11 Inés Morales Begleitung von Attila auf dem Jahrmarkt  
Nicht genannte Darsteller
12 Luciano Zanussi Mann im Restaurant  
13 Sandra Wolff Frau im Restaurant  
14 Angelo Susani Kellner im Restaurant  
15 Antonio Anelli Mann im Restaurant  
16 Antonio De Leo Mann im Restaurant  
17 Fortunato Arena Mann im Restaurant  
18 Carlo Cattaneo Gast in zweiter Restaurantszene  
19 Antonio Pane Spieler im Restaurant  
20 Ferruccio Fregonese Gast im Restaurant  
21 Ennio Majani Blonder Kellner  
22 Franco Laitano Koch im Restaurant  
23 Carlos Chausson Chorsänger  
24 Alfonso Echeverría Chorsänger  
25 Santiago Ontañon Raucher im BierlokalKarlheinz Brunnemann  
Stuntmen
26 Giancarlo Bastianoni Schläger in Turnhalle  
27 Osiride Pevarello Schläger  
28 Roberto Messina Schläger  
29 Pietro Torrisi Schläger  
30 Omero Capanna SchlägerEric Vaessen  
31 Renzo Pevarello Schläger  
32 Giovanni Cianfriglia Schläger in TurnhalleIngo Osterloh  
33 Franco Ukmar Schläger in Turnhalle  
34 Rocco Lerro Schläger in Turnhalle  
35 Marcello Verziera Schläger in Turnhalle  
36 Vincenzo Maggio Schläger  
37 Aldo Dell'Acqua Schläger in Turnhalle  
38 Franco Moruzzi Schläger in Turnhalle  
39 Clemente Ukmar Schläger  
40 Lorenzo Fineschi Schläger in Turnhalle  
41 Rinaldo Zamperla Schläger  
42 Domenico Cianfriglia Schläger in Turnhalle  
43 Franco Pasquetto Schläger in Turnhalle  
44 Bruno Arié Schläger  
45 Franco Beltramme Schläger bei den Luftballons  
46 Marco Stefanelli Schläger bei den Luftballons  
47 Franco Daddi Schläger bei den Luftballons  
48 Paolo Figlia Schläger bei den Luftballons  
49 Giulio Maculani Schläger bei den Luftballons  
50 Giancarlo Ukmar Schläger bei den Luftballons  
51 Armando Bottin Schläger in Turnhalle  
52 Rémy Julienne
(Fahrstunts für Bud Spencer)
  
53 Roberto Alessandri
(Für Terence Hill)
  
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Stab
Musik
Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
Drehbuch
Francesco Scardamaglia, Marcello Fondato
Stunt-Koordinator
Giorgio Ubaldi, Remy Julienne (Auto- und Motorradstunts)
Kamera
Arturo Zavattini
Schnitt
Sergio Montanari
Produktionsfirmen
Rizzoli Film, Capital Film, Filmayer
Produktionsleitung
Luciano Luna, Vincenzo Mazzucchi, Diego Gomez Sempere
Ton
Benito Alchimede, Domenico Dubbini
Spezialeffekte
Antonio Molina (als Molina)
Regieassistent
Paolo Fondato, Rinaldo Ricci
Szenenbild
Franco Vanorio
Ausstattung
Santiago Ontañón (als Santiago Ontañon)
Kostüme
Luca Sabatelli
Maske
Luciano Giustini
Frisuren
Fausto De Lisio
Produzent
Mario Cecchi Gori, Luciano Luna (EP)
Regie
Marcello Fondato
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Dieser Film ist auf folgenden Medien enthalten
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Bonus Zwei wie Pech und Schwefel: Buchauszug; Trailer; englische Fassung Deutschland
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Soundtrack
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OST Zwei wie Pech und Schwefel; ...Altrimenti ci arrabbiamo! Italien
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