Dave sitzt in einer Gefängniszelle und nimmt Bohnen als Henkersmahlzeit zu sich. Bald darauf wird er von den Vollzugsbeamten zu einer Hinrichtung geführt, derer er schon drei überlebt hat. Auf dem Weg dorthin blickt er auf die Ereignisse zurück, die ihn in seine jetzige Situation gebracht haben. Eher ungewollt und nach Anordnung durch seinen Vorgesetzten Sergeant Dunlop gerät der Streifenpolizist Dave Speed in ein evakuiertes Indianerreservat in den Everglades, um einen Strafzettel zuzustellen. Zum gleichen Zeitpunkt wird in diesem Gebiet von der NASA eine neuartige Rakete getestet, welche mit rotem Plutonium geladen ist und angeblich zur Energiegewinnung dienen soll. Als Speed ein Krokodil verscheuchen will, welches sich in dem Boot breitgemacht hat, mit dem er angekommen ist, schießt er in die Luft und die Rakete explodiert in einem roten Feuerball. Er überlebt die extreme Strahlenbelastung, entdeckt an sich jedoch plötzlich übernatürliche Kräfte, mit denen er die Unterwelt von Miami das Fürchten lehren will. Er verfügt über eine Art Röntgenblick (im Film Nullblick genannt), ist unverwundbar, kann Dinge allein durch Gedankenkraft bewegen, pfeilschnell laufen und Pistolen- und Gewehrkugeln mit bloßen Händen und sogar den Zähnen fangen. Doch Speed hat auch eine Achillesferse, denn sobald er die Farbe Rot sieht, versagen ihm alle Kräfte und er wird wieder zum gewöhnlichen Polizisten ohne Superkräfte. Zunächst will ihm niemand glauben. Alle anderen, insbesondere sein Vorgesetzter Dunlop, halten ihn für verrückt und seine Superkräfte für Tricks. Diese Annahmen werden dadurch bestärkt, dass Speed selbst noch nicht hinter die Wirkung gekommen ist, die die Farbe Rot auf ihn hat, und er deshalb oft versagt, wenn er seine Kräfte beweisen will. So glaubt ihm nicht mal seine Freundin Evelyn, die Nichte von Dunlop. Erst später wird er von Silvius aufgeklärt, einem alten Mann, der angibt, selbst einmal jene Superkräfte besessen, sie aber mit dem Alter verloren zu haben. Schließlich kommen Dave und Dunlop einem Falschgelddruckerring auf die Spur. Die Zwei verfolgen die Spur zurück und erfahren, dass das Falschgeld von einem Schiff, der S.S. Barracuda, im Hafen in Fischlastern ins Land geschmuggelt wird. Sie machen sich im Hubschrauber auf zu dem Schiff. Dunlop geht an Bord des Schiffs, wird jedoch von einem Mitarbeiter des Syndikats niedergeschlagen und im Kühlraum des Schiffs zurückgelassen, als es kurze Zeit später versenkt wird, um sämtliche Beweise zu vernichten. Vom Einsatz zurückgekommen, wird Dave des Mordes an Dunlop angeklagt. Nun kehrt der Film wieder zur Anfangsszene zurück. Speed wird auf den Todesstuhl gesetzt. Jedoch ist auch der Verbrecherring hinter seine Schwachstelle gekommen und hat Dave einen Strauß roter Blumen zukommen lassen. Nachdem er sich als letzten Wunsch einen Kaugummi geben ließ, gelingt es Dave, die Blumen dem Pfarrer aufzuschwatzen und so auch diesmal die Hinrichtung zu überleben. Er springt durch die Mauer des Hinrichtungsraums ins Wasser und gelangt, nachdem er mit Hilfe seiner Superkräfte einen Fisch nach dem Weg gefragt hat, zur Barracuda. Dunlop findet er eingefroren, jedoch nicht tot, wieder. Speed bläst nun seinen Kaugummi auf, bis dieser mehrere Meter Durchmesser erreicht und die beiden aus dem Wasser in den Himmel hebt. Die Köpfe der Falschgelddruckerbande versuchen inzwischen, mit einem Flugzeug zu entkommen. Speed springt von seiner Kaugummiblase auf das Flugzeug herab und überwältigt die Banditen. Dunlop springt ebenfalls vom Kaugummiballon ab und wird von Speed im letzten Moment aufgefangen. Die beiden verschwinden infolge des Aufpralls in einem unfassbar tiefen Loch. Alle Beteiligten glauben, die beiden hätten diesen Sturz nicht überlebt, zur Überraschung aller ruft Dunlop jedoch wenige Minuten später anscheinend aus China an und teilt allen mit, dass sie wohlauf sind. Der Film endet mit der Hochzeit zwischen Dave und Evelyn. Als Dave ihren Schleier lüftet, muss er feststellen, dass sie sich die Haare rot gefärbt hat.
Der Supercop entstand ein Jahr nach dem großen Erfolg der ersten Superman-Verfilmung mit Christopher Reeve, in dessen Sog eine ganze Reihe Superhelden-Filme gedreht wurden. Wie schon mehrfach zuvor hängte man sich für ein Spencer/Hill-Projekt also an aktuelle Kinotrends mit an.
Eine direkte Anspielung auf "Superman" gibt es in der Szene, in der Dave Speed an der Decke schwebend auf Evelyn und Willy wartet. Er liest dort einen Superman-Comic. Bei dem Comic handelt es um Ausgabe 313 aus der Original-Serie von DC Comics aus dem April 1977.
Gedreht wurde der Film überwiegend in und um Miami.
In der Jahrmarktsszene taucht als Kartenverkäufer das erste Mal der gewichtige Schauspieler, Anwalt und Nachtclub-Besitzer Buffy Dee in einem Spencer/Hill-Film auf. In Zwei bärenstarke Typen spielte dieser drei Jahre später die Rolle des Oberschurken K1. Insgesamt war Buffy Dee in fünf Spencer/Hill-Filmen zu sehen. Er verstarb im November 1995.
Als Oberschurke Torpedo ist hier der damals schon 70jährige amerikanische Schauspieler Marc Lawrence zu sehen, der seine Karriere schon 1932 begann und der bis zu seinem Tod in über 200 Filmen und TV-Serien mitspielte, wegen seines markanten, vernarbten Gesichts sehr oft in der Rolle des Bösewichts. Er spielte auch den Bösewicht in Terence Hills allerersten Film Das große Ferienabenteuer, den der damals 12jährige Hill 1951 drehte. Zwischen diesen beiden Auftritten liegen 29 Jahre.
Für den Soundtrack zu "Der Supercop" waren erstmals die Brüder Michelangelo und Carmelo La Bionda verantwortlich, die im Anschluss auch noch die Soundtracks zu Zwei Asse trumpfen auf, Bud, der Ganovenschreck, Die Miami-Cops und Virtual Weapon lieferten. Der von La Bionda komponierte und produzierte Titelsong "Super Snooper" wird gesungen von der Band "The Oceans", die später auch "Movin' Cruisin'", den Titelsong zu Zwei Asse trumpfen auf sangen. The Oceans, später auch "The Fantastic Oceans", bestanden aus der sambischen Sängerin Anna Mwale, der US-amerikanerin Liz Humphrey, dem Südafrikaner Ewald Warning und dem deutschen Sänger und Schlagzeuger Peter Bischof. In der Szene auf dem Jahrmarkt, in der Dave Speed nach Silvius sucht, läuft im Hintergrund der La Bionda-Song "Café". Diesen Song hört man auch noch einmal in Zwei Asse trumpfen auf. Dort ist es der Song, den der Pirat auf seinen Kopfhörern hört. Einen weiteren La Bionda-Song hört man in der kurzen Szene, in der Torpedo seine Schergen losschickt um Rosy Labouche vom Flughafen abzuholen. Im Fernseher läuft dort eine Ankündigung von Rosys kommenden Auftritt im Mocambo, während im Hintergrund dieses Berichtes der Song "Your Kind of Music" läuft.
In der Szene in der Terence Hill vor dem leeren Stadion den Taschendieb stellt und diesem seine Polizeimarke zeigt, ist bei genauen Hinsehen zu erkennen, dass der Ausweis, den er dort zeigt, Hills echter Ausweis ist. Die Unterschrift "Terence Hill" ist deutlich zu erkennen (siehe Screenshot).
Die Szene, in der Dave Speed seinen Sergeant auf der Kreuzung vor der Elefantenherde warnt, nahm Regisseur Sergio Corbucci fünf Jahre später in dem Alberto Sordi-Film Sono un fenomeno paranormale (nicht in Deutschland veröffentlicht) noch einmal auf.
Zur Premiere des Filmes im September 1980 war Terence Hill für mehrere Tage in Deutschland in denen er gleich in fünf TV-Shows Werbung für den Film machte. In dieser Zeit war er in ARD in den Sendungen WWF Club, Die aktuelle Schaubude und Telespiele zu sehen, im ZDF machte er Station in der Vorabendshow Die Drehscheibe und im Bayerischen Fernsehen war er beim Samstagsclub zu Gast. Außerdem besuchte Hill während dieses Deutschland-Aufenthalts auch das Münchner Oktoberfest und die Passionsspiele in Oberammergau.
Der Supercop wurde damals als der 50. Film von Terence Hill beworben. Früher wurden allerdings viele Filme der Filmographie Terence Hills zugeordnet, bei denen sich später herausstellte, dass er gar nicht dabei war. Umgekehrt kamen im Laufe der Zeit auch Filme hinzu, bei denen seine Mitwirkung unbekannt war. Nach heutigem Kenntnisstand ist "Der Supercop" Hills 49. Film, womit die Werbung ja nur knapp daneben lag. Sein 50. Film ist demnach übrigens Keiner haut wie Don Camillo. |