Gran Torino |
|
|
Navigation |
Inhalt |
Besetzung |
Stab |
|
Synchronfassungen |
Aktuell angezeigte Fassung |
Deutsche Fassung |
FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH (München) |
Dialogregie: |
Axel Malzacher |
|
|
Alle Synchronfassungen |
Deutsche Fassung |
|
Weiterführende Links |
IMDb |
|
|
| Gran Torino | |
|
Gran Torino
|
USA 2008 - 116 Min. |
Internationale Titel einblenden |
|
Inhalt |
Der polnischstämmige Koreakriegsveteran und ehemalige Ford-Mitarbeiter Walt Kowalski, dessen Weltbild von rassistischen Vorurteilen geprägt ist, wohnt in einer Detroiter Vorstadtsiedlung, an der der Niedergang der Autoindustrie seine Spuren hinterlassen hat. Der Film beginnt mit der Beerdigung seiner zuvor verstorbenen Frau. Im Gegensatz zu ihr ist er nicht gläubig. Pater Janovich, der Walts sterbender Frau versprochen hatte, ihn zur Beichte zu bewegen, bekommt das unmissverständlich zu spüren. Viele Nachbarn sind in bessere Wohngegenden gezogen. Sie fahren keine US-amerikanischen Pkw mehr, sondern ausländische Fahrzeuge, genau wie sein eigener Sohn, der einen Toyota fährt. Das verärgert Walt, denn er sieht „amerikanische Ideale“ zusehends gefährdet. Sein Sohn Mitch ist ein gut verdienender Verkäufer in einem japanischen Autohaus, was Walt überaus missbilligt. Auch weil die Mitglieder der Familie recht unverhohlen auf das Erbe von Walt spekulieren, ist Walts Verhältnis zu seinen beiden Söhnen und deren Familien miserabel.
Im Viertel leben jetzt viele in den letzten Jahren eingewanderte Hmong, was dem rassistischen Kowalski, der sie konstant als „Schlitzaugen“ tituliert, missfällt. Der Nachbarsjunge Thao versucht im Rahmen eines Initiationsritus der Gang seines älteren Cousins Walts 1972er Ford Gran Torino Sport zu stehlen. Walt verhindert den Diebstahl und später, mit dem Gewehr im Anschlag, einen weiteren Übergriff der Gang auf Thao und wird damit ungewollt zum Helden des Viertels. Nachbarn bringen Essen und Blumen auf Walts Veranda. Walt wehrt sich jedoch zunächst vehement gegen diese Dankesbekundungen, indem er die Geschenke in den Müll wirft.
Als Walt zufällig Zeuge wird, wie Thaos Schwester Sue und ihr Freund von mehreren Mitgliedern einer schwarzen Gang angepöbelt werden, greift er ein. Nachdem er mit der zur Pistole geformten Hand auf die Gangmitglieder angelegt hat, zieht er eine echte Pistole, mit der er die Gangmitglieder in Schach hält und Sue in seinen Truck kommandiert. Als Dank lädt Sue Walt an seinem Geburtstag zu einer Familienfeier ein. Da der Witwer schon lange nichts Richtiges mehr gegessen hat und sein Bier ebenfalls zur Neige gegangen ist, willigt er ein und besucht die Feier.
Da Walt Blut hustet, geht er zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder zum Arzt und erfährt von seiner neuen Ärztin, dass er schwer krank ist. Er kann sich jedoch nicht einmal seinem Sohn anvertrauen. Zwischen Kowalski und Thaos Familie entwickelt sich nach einiger Zeit ein freundschaftliches Verhältnis. Als seine Mutter erfährt, dass Thao den Gran Torino stehlen wollte, zwingt sie Thao, seine Schuld bei Walt abzuarbeiten, um die Ehre der Familie wiederherzustellen. Walt lässt Thao im Zuge dessen die Schäden an den Häusern in der Nachbarschaft ausbessern, da er nicht weiß, was er sonst mit dem Jungen anfangen soll. Bald kommen sich die beiden näher, und Walt, der zunehmend zum Vorbild für den Jungen wird, ermuntert Thao, eine regelmäßige Arbeit anzunehmen. Er vermittelt ihn an einen befreundeten Bauleiter. Da Thao keine Werkzeuge besitzt, schenkt Walt ihm einige. Als Thao auf dem Rückweg von seiner Arbeit ist, wird er von der Gang seines Cousins überfallen. Am Ende drückt ein Gangmitglied eine brennende Zigarette auf seiner Wange aus. Daraufhin möchte Walt die Gang von Thao fernhalten und versucht, sie einzuschüchtern, indem er eines der Mitglieder verprügelt und mit seiner Pistole bedroht.
Die Situation eskaliert. Die Gang beschießt das Haus von Walts Nachbarn mit Maschinenpistolen aus einem fahrenden Auto. Sue wird von der Gang zusammengeschlagen und vergewaltigt. Jedoch traut sich niemand, bei der Polizei auszusagen. Walt erkennt, dass Sue und Thao keine Chance haben, solange die Gang freies Spiel hat. Er trifft persönliche Vorbereitungen: legt seine Beichte bei Pater Janovich ab, kauft einen Maßanzug, schenkt dem auf Rache sinnenden Thao seinen Silver-Star-Orden und sperrt den jungen Mann in seinen Keller ein, um ihn vor einer unbedachten Handlung zu schützen und die Sache allein zu Ende zu bringen.
Nachdem er seinen Hund bei Sues Großmutter in Obhut gegeben und Sue über den Aufenthaltsort Thaos informiert hat, stellt er sich vor das Haus der Gang und provoziert sie. Als seine Bitte nach Feuer für seine Zigarette unerwidert bleibt, greift er demonstrativ in die Innentasche seiner Jacke. Da die Gangmitglieder befürchten, dass er ebenfalls eine Waffe zieht, nehmen sie ihn unter Beschuss. Doch er zieht lediglich sein Zippo-Feuerzeug der 1. US-Kavalleriedivision. Walt stirbt unbewaffnet im Kugelhagel an Ort und Stelle, Sue und Thao kommen zu spät und können nur noch mit ansehen, wie Walts Leiche abtransportiert und die Gang-Mitglieder von der Polizei festgenommen werden. Ein Polizist erklärt Thao, dass die Gangmitglieder nun für viele Jahre ins Gefängnis kommen, weil es viele Zeugen des Mordes gab.
Zur Überraschung seiner Familie vererbt Walt der katholischen Kirche sein Haus, mit der Begründung, dass seine Frau es so gewollt hätte. Thao erhält seinen Gran Torino. Allerdings werden im Testament einige Auflagen genannt, so dürfe das Auto beispielsweise nicht durch Umbauarbeiten, wie einen Spoiler, verschandelt werden. Walts Familie geht leer aus.
Gran Torino wurde in Detroit und anderen Orten in Michigan gedreht. Die Produktion begann am 14. Juli 2008. Es waren 35 Drehtage angesetzt, von denen allerdings nur 33 benötigt wurden. Die Produktionskosten werden auf rund 33 Millionen US-Dollar geschätzt. In den USA wurden am Eröffnungswochenende knapp 272.000 US-Dollar eingespielt, die Einnahmen summierten sich bis zum Juni 2009 auf über 148 Millionen US-Dollar. Mit Einnahmen von weltweit rund 269 Millionen US-Dollar ist Gran Torino Clint Eastwoods bisher größter kommerzieller Erfolg. An den deutschen Kinokassen wurden über 680.000 Besucher gezählt.
Die Wahl für den Filmwagen fiel auf einen Ford Torino, da Drehbuchautor Nick Schenk in der Nähe eines Ford-Werkes lebte.
Clint Eastwoods Sohn Scott Eastwood ist als Darsteller in der Rolle von Sues verängstigter Verabredung Trey zu sehen, wird im Abspann aber unter seinem Geburtsnamen Scott Reeves geführt. Ein weiterer Sohn, Kyle Eastwood, schrieb die Filmmusik.
Gran Torino wurde vom American Film Institute als einer der 10 besten Filme 2008 ausgezeichnet. Clint Eastwoods Leistung wurde ebenso ausgezeichnet. Er gewann 2008 den Preis als bester männlicher Schauspieler des National Board of Review. 2009 wurde der Film vom Bundesverband kommunale Filmarbeit für herausragende Filmsynchronisation und Untertitelung ausgezeichnet. Im selben Jahr gewann der Film den Silver Ribbon der Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani als bester nicht europäischer Film. Die Uruguayan Film Critics Association zeichnete Gran Torino 2009 mit dem UFCA Award als bester Film aus. Mit dem David di Donatello für den besten ausländischen Film wurde Gran Torino 2009 außerdem mit dem bedeutendsten italienischen Filmpreis ausgezeichnet. Die französische Académie des Arts et Techniques du Cinéma kürte Eastwoods Regiearbeit 2010 mit dem César für den besten ausländischen Film. Ebenfalls 2010 wurde der Film mit dem Award of the Japanese Academy als bester ausländischer Film ausgezeichnet und gewann den Blue Ribbon Award, den CEC Award, den Fotogramas de Plata, den Hochi Film Award sowie den Mainichi Film Concours in derselben Kategorie. Ebenfalls 2010 wurde Clint Eastwood mit dem Kinema Junpo Award als bester ausländischer Regisseur zugleich mit dem Readers’ Choice Award für Gran Torino als bester Film ausgezeichnet. Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll. Weiterhin erhielten der Film sowie seine Darsteller und die Filmcrew diverse Nominierungen bei weiteren Filmpreisvergaben.
Seit dem Jahr 2019 gehört Gran Torino als Teil des Schwerpunktthemas „The Ambiguity of Belonging“ zum baden-württembergischen Abitur im Fach Englisch. |
Starttermine: |
09.12.2008 |
USA |
Kinostart |
05.03.2009 |
Deutschland |
Kinostart |
|
nach oben |
|
Besetzung |
|
nach oben |
|
Stab |
Musik |
Kyle Eastwood, Michael Stevens
|
Stunt-Koordinator |
Buddy Van Horn
|
Kamera |
Tom Stern
|
Schnitt |
Joel Cox, Gary Roach (als Gary D. Roach)
|
Produktionsfirmen |
Matten Productions, Double Nickel Entertainment, Gerber Pictures, Malpaso Productions, Village Roadshow Pictures, WV Films IV, Warner Bros.
| Produktionsleitung |
Tim Moore
| Ton |
Alan Robert Murray (Leitung), Walt Martin (Mischung)
| Spezialeffekte |
Pacific Title and Art Studio (visuelle Effekte), Digital Domain, Steve Riley (als Steven Riley)
| Regieassistent |
Donald Murphy (1st AD), Peter Dress (2nd AD als Pete Dress), Michael Judd (2nd AD), Anand Vyas (Azubi)
| Drehorte |
Patrick Mignano, Cathy Thomas (Scout)
| Szenenbild |
James J. Murakami, Phill Zagajewski (supervisor)
| Bauten |
James J. Murakami, Phill Zagajewski, John Warnke
| Ausstattung |
Gary Fettis
| Besetzung |
Ellen Chenoweth
| Kostüme |
Deborah Hopper
| Maske |
Tania McComas
| Frisuren |
Carol A. O'Connell
| Waffen |
David Fencl, Karl J. Weschta
| Tiertrainer |
Sue Chipperton
|
Produzent |
Clint Eastwood, Bill Gerber, Robert Lorenz, Bruce Berman (EP), Jenette Kahn (EP), Tim Moore (EP), Adam Richman (EP)
|
Regie |
Clint Eastwood
|
|
nach oben |
|
Diese Filmseite wurde zum 994. mal aufgerufen. |
| | |