Joseph Fitzpatrick Philip Moore, ein junger englischer Adliger, der im fortschrittlichen England eine gehobene Schulbildung absolviert hat, macht sich auf die Reise in den Wilden Westen. Dort hat sein kürzlich verstorbener Vater, der nur als "Der Engländer" bekannt war, ihm ein Stück Land vererbt und ihm außerdem einen Brief für seine Freunde Bull, John und Monkey mitgegeben. Diese drei herzensguten Raubeine und Ganoven haben sich nach dem Tod des Engländers gerade wieder zusammengetan als der naive Joe auftaucht. Er übergibt ihnen den Brief, in dem der Engländer, als seinen letzten Wunsch, seine Freunde bittet sich seines Sohnes anzunehmen und einen richtigen Mann aus ihm zu machen. Natürlich wollen die drei Freunde den Engländer nicht enttäuschen, beißen sich aber zunächst an Joe die Zähne aus. Dieser ist nämlich mehr an Poesie, Naturwissenschaften und Fortschritt interessiert und nicht an Schlägereien und Schießereien. Erst als er sich in die hübsche Candida verliebt, die Tochter des Farmers Olsen, dreht sich das Blatt. Olsen hat Candida nämlich seinem Cowboy Morton versprochen und dieser versucht nun mit allen Mitteln Joe wieder zu vertreiben. Als Candida ihm erzählt, dass ihr Vater für sie nur einen echten Cowboy in Betracht zieht, der schnell schießen und kämpfen kann, entschließt sich Joe die Hilfe seiner drei Freunde anzunehmen und entwickelt sich so zu einem echten Pistolero, der im finalen Showdown Morton die Leviten liest.
"Verflucht, verdammt und Halleluja" entstand nur ein Jahr nach dem kolossalen Erfolg von Vier Fäuste für ein Halleluja. Es war Terence Hills erste Hauptrolle in einer Komödie ohne Bud Spencer, klammert man seine Filme, die er unter seinem echten Namen gedreht hat, aus.
Wie auch schon bei den beiden Vorgängern, bei denen man aus Trinity in den müden Joe machte, änderte man auch hier in deutschen Fassung den Namen von Terence Hills Charakter. Im Original heißt er Thomas Fitzpatrick Philipp Moore, kurz Tom. Hierzulande heißt er plötzlich Joseph Fitzpatrick Philipp Moore, kurz Joe.
Regie führte wie auch schon bei Die rechte und die linke Hand des Teufels und Vier Fäuste für ein Halleluja der ehemalige Kameramann Enzo Barboni, von dem auch das Drehbuch zum Film stammte. Nachdem er mit den Trinity-Filmen das Duo Spencer/Hill etablierte, gelang ihm hier auch mit nur einer Hälfte des Duos eine erfolgreiche Westernkomödie. Doch auch Bud Spencer wurde von Barboni nicht vernachlässigt. Im gleichen Jahr drehte er mit ihm Auch die Engel essen Bohnen, der ebenfalls ein großer Erfolg an den Kinokassen wurde.
Obwohl nirgends als Vorlage genannt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Barboni beim Schreiben des Drehbuchs vom Lucky-Luke Comic "Das Greenhorn" inspiriert wurde. Die großen Parallelen zwischen dem bereits 1967/68 veröffentlichten Comic und dem Film legen diese Vermutung nahe.
Barboni griff für diesen Film auf viele Schauspieler zurück, die er aus den Trinity-Filmen schon kannte. So durfe beispielsweise Yanti Somer, die schöne Siedlertochter aus Vier Fäuste für ein Halleluja als Candida Olsen auch hier wieder Terence Hill den Kopf verdrehen. Ihren Vater spielte auch hier wieder Enzo Fiermonte. Harry Carey, Jr. und Dominic Barto, die hier zwei von Hills Freunden aus der Bande des Engländers spielten, waren ebenso schon in den Vorgängern zu sehen, wie auch Tony Norton, Steffen Zacharias und Fortunato Arena. Die vielen identischen Stuntmen und Kleindarsteller seinen an dieser Stelle gar nicht erwähnt.
Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang aber Dauerbösewicht Riccardo Pizzuti, der hier seine größte Rolle im Spencer/Hill-Universum hatte. Er spielt Hills Gegenspieler Morton Clayton, der ebenfalls ein Auge auf die schöne Candida geworfen hat.
Die Zugfahrt am Anfang des Films wurde allerdings in Colorado, in den USA, gedreht. Dort verkehren die alten Lokomotiven und Waggons der "Denver and Rio Grande Western Railroad" teilweise noch heute ab Durango. Dort gibt es auch ein Museum zur Geschichte dieser Eisenbahn. Die Lokomotive aus dem Film ist die "Denver and Rio Grande Western Narrow-Gauge 2-8-2 No.478". Sie befindet sich derzeit zur Restaurierung im Museum, während ihre beiden Schwestern weiterhin unterwegs sind. Seit diesem Jahr dreht im Terence-Hill-Museum in Lommatzsch eine Modelleisenbahn dieses Zuges seine Runden. Die US-Westernkomödie "Latigo" (Support Your Local Gunfighter), die ein Jahr zuvor in den Kinos startete, beginnt ebenfalls mit einer der Luft gefilmten Aufnahmen des gleichen Zuges in der gleichen Landschaft. Es ist gut möglich, dass man sich davon inspirieren ließ.
Die Ähnlichkeit zum berühmten Vorgänger sollte auch durch den Titel zum Ausdruck gebracht werden, in dem das Wort "Halleluja" auch hier wieder vorkommt. Im italienischen Original kommt das Wort nicht vor, aber auch hier suggeriert der Titel Zusammengehörigkeit. So heißen die ersten beiden Trinity-Filme in Italien "Sie nannten ihn Trinità" (Lo chiamavano Trinità...) und "... noch immer nennen sie ihn Trinità" (... continuavano a chiamarlo Trinità), während dieser Film "... und jetzt nennen sie ihn den Wunderbaren" (... e poi lo chiamarono il Magnifico) heißt. Das Wort "Halleluja" im deutschen Titel gefiel den Verantwortlichen in der DDR dagegen gar nicht. Daher lief der Film dort als "Ein Gentleman im Wilden Westen" in den Kinos.
Der Soundtrack zu dem Film stammt aus der Feder von Guido und Maurizio De Angelis. Gesungen wird der Titelsong von Gene Roman, der auch schon das Titellied Trinity stand tall aus Vier Fäuste für ein Halleluja interpretierte.Ebenfalls im Jahr 1972 veröffentlichten Guido und Maurizio De Angelis eine Single mit dem Song When you call my name this way. Dabei handelt es sich um eine gesungene Version des im Film nur instrumental vorkommenden Songs "Tema di Candida". Auf der Rückseite dieser Single befand sich der Song Remember, hier von den De Angelis selbst gesungen. Der Song gehörte ursprünglich zum Soundtrack von Vier Fäuste für ein Halleluja, kommt im Film aber ebenfalls nur instrumental vor. |