Don Camillo und Peppone
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Dialogbuch: Georg Rothkegel
Dialogregie: Georg Rothkegel
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Don Camillo und Peppone
Don Camillo; Le petit monde de Don Camillo; The Little World of Don Camillo
Italien; Frankreich 1952 - 102 Min.
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Inhalt

1946 in dem kleinen Ort Brescello in der Poebene. Die Kommunisten haben die Bürgermeisterwahl gewonnen und feiern auf dem Marktplatz ihren Sieg. Don Camillo verlässt seine Kirche, um die Feier zu unterbinden. Er läutet mit sämtlichen Glocken, so dass die Kundgebung nicht mehr stattfinden kann. Im allgemeinen Trubel erreicht Peppone eine Nachricht, und die Kommunisten versammeln sich vor Peppones Haus, der seinen neugeborenen Sohn zeigt.
Peppones Frau möchte den Sohn taufen lassen. Da das Kind auf den Namen Lenin getauft werden soll, weigert Don Camillo sich. Die beiden prügeln sich im Glockenturm. Das Kind wird getauft, wobei Peppone Lenin in Camillo umwandeln möchte.
Pate des Kindes ist der alte Brusco. Seine Familie hat einen Bauernhof, ist aber verarmt. Ganz im Gegensatz zu seinem Nachbarn Filotti. Seit Jahren herrscht Zwist zwischen den Familien. Bruscos Sohn Mariolino und Gina Filotti, die Enkelin des alten Filotti, lieben sich seit Kindertagen.
Peppone bittet Don Camillo um Hilfe bei der Formulierung seiner neuesten Bekanntmachung. Und dieser korrigiert die Grammatik, verlangt dafür die Reparatur des Glockenturms mit Hilfe der Gemeinde.
Don Camillo wird zur Grundsteinlegung für das Volkshaus eingeladen und segnet den Grundstein. Ihm kommt der Verdacht, dass das Geld für den Bau nicht aus Spenden der Bevölkerung stammt, sondern aus der Kasse der Faschisten, welche die Partisanen erbeutet, aber verloren haben wollen. Don Camillo zwingt Peppone, ihm drei der zehn Millionen Lire zu überlassen, um davon einen Kindergarten bauen zu lassen.
Die jährliche Segnung des Flusses steht an. Don Camillo lädt den Bürgermeister ein. Dieser verspricht, dass er mit der ganzen kommunistischen Ortsgruppe kommen werde – mit roter Fahne. Don Camillo möchte, dass sie ohne Fahne kommen, schließlich gehe es um Religion, nicht um Politik. Peppone weigert sich und lässt noch dazu verbreiten, dass jeder, der zur Prozession komme, Prügel beziehen werde. So wird Camillo, als er sich mit dem Kreuz vom Hochaltar auf den Weg macht, nur von einem Hund begleitet. Unterwegs trifft er die Kommunisten, die ihm den Weg versperren. Gerade als Don Camillo mit dem Kreuz zuschlagen will, macht man ihm Platz. Peppone betont, er mache Jesus Platz, nicht Don Camillo, der nun den Fluss segnet.
Auf ihrem Sterbebett ruft Fräulein Cristina den Bürgermeister und Don Camillo. Sie bittet darum, Gina und Mariolino heiraten zu lassen. Im Gemeinderat wird diskutiert, ob man Fräulein Cristinas Wünschen nachgeben soll. Die kommunistischen Abgeordneten sind dagegen. Peppone bittet Don Camillo, Stellung zu beziehen. Dieser sagt, er wolle erst Peppones Meinung hören. Peppone sagt, als Bürgermeister stimme er dem ablehnenden Beschluss des Gemeinderats zu. Fräulein Cristina solle ihren letzten Willen haben, da ihm der Willen der Toten wichtiger sei als der der Lebenden. Don Camillo gibt zu verstehen, dass er sich wohl der Gewalt beugen müsse. So wird Fräulein Cristina beerdigt, wie sie es sich gewünscht hat.
Gina und Mariolino wollen heiraten, obwohl Gina noch nicht volljährig ist und ihre Familien verfeindet sind und die Heirat verhindern wollen. Sie suchen Don Camillo auf. Der beruhigt sie. Peppone reagiert ähnlich. Sie verabschieden sich mit den Worten, man werde die Glocke schon läuten hören, und begeben sich zum Fluss, um gemeinsam ins Wasser zu gehen. Peppones Frau wird klar, was die beiden damit meinen. Es wird eine Rettungsaktion gestartet und die beiden werden aus dem Wasser gezogen.
Don Camillo und Peppone wollen den Kindergarten und das Volkshaus gemeinsam einweihen. Da der Bischof zur Trauung kommen wird, überlegt sich Peppone, wie er die Zeremonie gestalten könnte. Sie sperren die Straße, auf der der Bischof anreist, begleiten ihn zu Fuß zum Kindergarten und sagen, sie müssten das Volkshaus einweihen. Der Bischof beglückwünscht die Menschen zu ihrem Volkshaus. Am Abend feiert man ein Fest. Don Camillo wird an einer Wurfbude provoziert und es kommt zu einer Prügelei in Anwesenheit des Bischofs. Don Camillo wird in eine andere Gemeinde versetzt. Zu Don Camillos Abschied erscheint niemand, Peppone hat Prügel androhen lassen. Am Bahnhof Brescello-Viadana steht aber die gesamte Kirchengemeinde und beschenkt ihn. Am folgenden Bahnhof Gualtieri hat sich die Ortsgruppe der Kommunisten versammelt und verabschiedet ihn. Peppone verspricht, den neuen Pfarrer schnell zu vergraulen und sich beim Bischof für Don Camillo starkzumachen.

Der Film war eine italienisch-französische Koproduktion. Die Dreharbeiten fanden vom 3. September bis zum 24. November 1951 statt.

>pGegen über der Italienischen Fassung mit 107 Minuten Laufzeit ist der Film um etwa 5 Minuten gekürzt.

1952 p> Erhielt Fernandel den Nastro d’Argento als bester ausländischer Darsteller in einem italienischen Film.
Außerdem wurde im gleichen Jahr der Film von der Evangelischen Filmgilde als bester Film des Monats Dezember empfohlen.
1953 erhielt der Film den Silbernen Becher für den besten Film, "der zur Förderung des demokratischen Gedankens beiträgt".
1954 wurde der Film für den British Academy Film Award in der Kategorie Bester Film nominiert.
2008 wurde der Film auf die offizielle, vom italienischen Kulturministerium gebilligte Liste 100 erhaltenswerter italienische Filme aufgenommen.

Mehr als drei Jahrzehnte später kam mit Keiner haut wie Don Camillo (1984) eine Neuverfilmung in die Kinos.

Starttermine:
18.03.1952 Italien Kinostart Erstaufführung
04.06.1952 Frankreich Kinostart
31.10.1952 Deutschland Kinostart
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Besetzung
Nr. Darsteller Rollenname Synchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Fernandel Don CamilloAlfred Balthoff  
2 Gino Cervi Giuseppe 'Peppone' BottazziWerner Lieven  
3 Vera Talchi
(als Vera Talqui)
Gina Filotti  
4 Franco Interlenghi Mariolino della BruciataPeer Schmidt  
5 Sylvie Signora CristinaMargarete Haagen  
6 Charles Vissières
(als Charles Vissiere)
Der BischofHans Teschendorf  
7 Clara Auteri Pepe
(als Clara Auteri)
Frau, die Peppone bejubelt  
8 Italo Clerici Barchini  
9 Peppino De Martino Assessor  
10 Carlo Duse der Graue  
11 Manuel Gary
(als Manoel Gary)
Abgeordneter  
12 Leda Gloria Signora Bottazzi  
13 Luciano Manara Filotti  
14 Armando Migliari Brusco della Bruciata  
15 Giovanni Onorato Scartazzini  
16 Franco Pesce Messdiener  
17 Mario Siletti Stiletti  
18 Olga Solbelli Ginas Mutter  
19 Marco Tulli smilzo  
20 Gualtiero Tumiati Ciro della Bruciata  
21 Saro Urzì Brusco  
22 Jean Debucourt
(Stimme)
Jesus  
Nicht genannte Darsteller
23 Giorgio Albertazzi Don Pietro  
24 Emilio Cigoli
(Stimme)
ErzählerHans Nielsen  
25 Barbara Florian Statistin  
26 André Hildebrand Barchini  
27 Dina Romano eine alte Dame  
28 Maria Tedeschi Bäuerin bei festlichkeit  
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Stab
Musik
Alessandro Cicognini
Drehbuch
Giovanni Guareschi (romanvorlage), Julien Duvivier (Buch), Oreste Biancoli (Buch), René Barjavel (Buch)
Kamera
Nicolas Hayer
Schnitt
Maria Rosada
Produktionsfirmen
Produzione Film Giuseppe Amato, Rizzoli Editore, Francinex
Produktionsleitung
Piero Cocco, Roberto Cocco
Ton
Bruno Brunacci, Jacques Carrère, Maurice Laroche
Regieassistent
Alberto Cardone, Serge Vallin
Continuity
Gianfranco Parolini, Denise Morlot
Bauten
Virgilio Marchi
Ausstattung
Ferdinando Ruffo
Maske
Leandro Marini
Produzent
Giuseppe Amato (DP), Robert Chabert, Angelo Rizzoli, Marcel Roux
Regie
Julien Duvivier
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1. Teil der Serie "Don Camillo (Filmreihe)"
Folge Titel Jahr
1 Don Camillo und Peppone 1952
2 Don Camillos Rückkehr 1953
3 Die große Schlacht des Don Camillo 1955
4 Hochwürden Don Camillo 1961
5 Genosse Don Camillo 1965
6 Keiner haut wie Don Camillo 1984
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Soundtrack
Typ Titel Label Land Datum
OST Don Camillo Italien 18.10.2016
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