Stürme über Morreale
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Stürme Über Morreale
Lüdtke & Dr. Rohnstein Film GmbH (Berlin)
Dialogbuch: Konrad P. Rohnstein
Dialogregie: Konrad P. Rohnstein
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Stürme über Morreale
Ettore Fieramosca
Italien 1938 - 85 Min.
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Inhalt

Italien im Jahr 1500: Französische und spanische Truppen machen sich das Gebiet um das Schloss Morreale streitig, eine Felsenburg, die seit Jahrhunderten allen Angriffen siegreich standgehalten hat. Herrin des Schlosses ist Giovanna di Morreale, die nach dem Tode ihres Vaters und ihrer bei Fornovo gegen fremde Söldner gefallenen Brüder allein zurückgeblieben ist. Der Capuaner Edelmann Ettore Fieramosca begibt sich mit seinen Waffengefährten Fanfulla und Brancaleone nach diesem Schloss, wo Graiano d’Asti, ein kühner Abenteurer, Soldaten für Frankreichs Heer wirbt. Unterwegs begegnet er einigen Edeldamen, die nach dem spanischen Lager ziehen und nimmt sie mit sich nach Morreale.
Hier jedoch will man die Damen nicht passieren lassen. Es kommt zum Streit, wobei das Pferd Fieramoscas von einem Hirten des Schlosses getötet wird. Schäumend vor Wut tritt Fieramosca Giovanna gegenüber. Vom ersten Augenblick an sieht es so aus, als ob ein grausames Geschick zwischen ihnen eine unüberwindliche Barriere aufrichten möchte. Inzwischen bricht im Tal zwischen Franzosen und Spaniern ein Scharmützel um eine Viehherde aus. Graiano, der sich um die Hand Giovannas bewirbt, um auf diese Weise Herr von Morreale zu werden, veranlasst Fieramosca, den Franzosen zu Hilfe zu eilen. Er leiht ihm seine eigene Rüstung. Giovanna sieht von einem Schlossfenster aus, wie sein unerwartetes und unwiderstehliches Eingreifen dem Treffen eine entscheidende Wendung gibt. Als sich daher Graiano später wieder in dieser Rüstung bei ihr vorstellt, glaubt sie den kühnen Kämpfer vor sich zu haben und sagt ihm ihre Hand zu. Am gleichen Tage entdeckt Fieramosca zufällig einen Geheimgang, der in die Schlosskapelle führt. Dort hört er ungesehen zu, wie Giovanna dem Geistlichen beichtet. So erfährt er, dass sie Graiano heiraten will, um ihren Untertanen einen Herrn zu geben, der ihrer Wahl würdig sei.
Ihr Herz schlägt im tiefsten Innern jedoch für den jungen Capuaner, und dies verwirrt sie maßlos. Unmittelbar darauf wird die Hochzeit unter den Augen Fieramoscas gefeiert, der betroffen und regungslos in seinem Versteck unfreiwilliger Zeuge wird. Kaum in den Besitz seiner neuen Macht belangt, geht Graiano an die Ausführung seiner verräterischen Pläne, damit sich die Franzosen, von Guy de la Motte geführt, des Schlosses bemächtigen können. Durch List lockt er die Ritter, Knappen und Bauern, die das Schloss verteidigen sollten, in einen Hinterhalt. Fieramosca allein sucht in hoffnungslosem Heroismus die Zugbrücke gegen die Eindringlinge zu halten. Mit Wunden bedeckt, wird der kühne Krieger in einer Grabstätte verborgen, wo er Giovanna im Wundfieber von seinem damaligen Eingriff in den Kampf zwischen Spaniern und Franzosen erzählt und von der Leidenschaft, die ihn ergriffen, als er sie in seinem Versteck in der Kapelle von ihrer Liebe zu ihm beichten hörte. Nun kann Giovanna seine Anwesenheit im Schloss nicht länger dulden und sorgt dafür, dass man ihn heimlich ins spanische Feldlager hinüberschafft.
Graiano wird inzwischen von Guy de la Motte zum Lohn für seinen schändlichen Verrat mit der Würde eines Herzogs von Morreale beliehen. Die Investitur wird mit einem großartigen Gastmahl gefeiert, an welchem Ritter und Edelfrauen teilnehmen. Der Thron jedoch, auf dem der Verräter Platz nehmen soll, ist schon vorher von Giovanna eingenommen worden, die seit dem Einzug der Franzosen in das Schloss verschwunden war. Sie sagt zwar kein Wort, aber ihre Gesichtszüge lassen erkennen, dass sie sich gegen den Usurpator empört. Rasend vor Wut stürzt sich Graiano auf seine junge Frau, um sie vom Thronsessel zu entfernen. In diesem Augenblick jedoch erscheinen die Spanier vor Morreale. Unter diesen befindet sich Fieramosca, dem Graiano kurz vorher ein weißes Pferd mit der Brandmarke von Morreale geschickt hatte. Fieramosca ist so des Glaubens, dass Giovanna ihn auf diese Weise für die Verteidigung des Schlosses belohnen und mit ihm quitt werden sollte. Er ist tief verletzt über diese Handlungsweise, die er für eine neue schwere Beleidigung ansehen muss. Als er nun die italienischen Truppen Graianos, die sich von dem Verräter abgewandt haben und von Giovanna ausgeschickt worden sind, um Blutvergießen zwischen Menschen gleicher Nation zu verhüten, herannahen sieht, greift er mit seinem italienischen Gefolge die Überraschten an. Es wird eine furchtbare Vernichtungsschlacht, bis ihm mitten im tobenden Kampf ein sterbender Krieger Giovannas seinen tragischen Irrtum enthüllt.
Die Schlacht, in die auch die Franzosen eingegriffen haben, endet mit einem Siege der Spanier und Italiener. Als Gefangene von Don Diego Garcia de Paredes, Befehlshaber der spanischen Truppen, erwarten Guy de la Motte und seine französischen Ritter in Barletta die Stunde der Befreiung. Durch reichlichen Trunk gereizt und erregt, machen sie mit dem Gastwirt Sugna einen Scherz, der bald in einem grausamen Spott ausartet. Bei der sich daraus entspinnenden Diskussion findet Guy de la Motte Gelegenheit, die italienischen Ritter zu verhöhnen und zu beleidigen.
Das weiße Ross Fieramoscas, das sein Besitzer in der Schlacht einige Zeit sich selbst überlassen musste, ist in das Schloss Morreale zurückgekehrt. Giovanna glaubt beim Anblick des herrenlosen Pferdes, dass Fieramosca schwer verwundet oder gar getötet sei und eilt ins spanische Lager, ihn zu suchen. Die beiden treffen sich und haben nun Gelegenheit, die Irrtümer aufzuklären, die in ihren Herzen entstanden sind. Fieramosca zittert vor Ungeduld, die Fehler, die sein Stolz ihn begehen ließ, wieder gutzumachen. Sobald er daher von der Beleidigung hört, die Guy de la Motte ausgestoßen hat, eilt er hin, um ihn im eigenen und im Namen der zwölf, dem Blutbad in Morreale entkommenen Italiener zum Zweikampf herauszufordern.
Graiano stellt sich auf die Seite der Franzosen. Die italienischen Ritter verrichten in dem nun folgenden Kampf wahre Wunder von Tapferkeit. Vergebens sucht Graiano Fieramosca hinterlistig niederzuschlagen. Brancaleone trifft den Verräter tödlich. Unter dem Frohlocken des Volkes werden die Franzosen gezwungen, sich zu ergeben. Fieramosca aber hat mit diesem Sieg zugleich auch das Herz und die Hand Giovannas von Morreale erobert.

Stürme über Morreale feierte seine Premiere in Italien am 29. Dezember 1938. In Deutschland kam er erstmals am 2. November 1939 in die Kinos.

Die Geschichte um Ettore Fieramosca wurde 1975 mit Bud Spencer in der Hauptrolle verfilmt. In Deutschland kam der film unter dem Titel Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel ins Kino.

Die Deutsche Fassung ist gegenüber dem italienischen Original um etwa 8 Minuten gekürzt.

Starttermine:
29.12.1938 Italien Kinostart Erstaufführung
02.11.1939 Deutschland Kinostart
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Besetzung
Nr. Darsteller Rollenname Synchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Gino Cervi Ettore FieramoscaClaus Clausen  
2 Mario Ferrari Graiano d'AstiAlfred Haase  
3 Elisa Cegani Giovanna di MorrealeEdyth Edwards  
4 Osvaldo Valenti Guy de la MotteWerner Scharf  
5 Lamberto Picasso Prospero ColonnaWerner Schott  
6 Corrado Racca Don Diego Garcia de ParedesC.W. Burg  
7 Clara Calamai FulviaKäthe Vanden  
8 Umberto Sacripante FranciottoEduard Bornträger  
9 Gianni Pons Herzog von Nemours  
10 Carlo Duse JacopoErich Dunskus  
11 Mario Mazza Fanfulla  
12 Andrea Checchi GentilinoOskar Schättiger  
Nicht genannte Darsteller
13 Oscar Andriani Don Pedro  
14 Silvio Bagolini Untergebener von Graiano  
15 Gemma Bolognesi Hofdame  
16 Vasco Cataldo   
17 Renato Chiantoni Graianos Bote  
18 Dhia Cristiani Brautjungfer von Giovanna  
19 Mara Danieli Hofdame  
20 Laura Esperto Hofdame  
21 Paolo Ferrari Sohn des Turmwärters  
22 Oretta Fiume Hofdame  
23 Diana Floriani Hofdame  
24 Arnoldo Foà Gentleman am Hofe von Graiano  
25 Mario Gallina Il marchese al bagno nella terra di Pau  
26 Puccio Gamma   
27 Gino Gazzabini Consalvo di Cordova  
28 Raniero Gonnella   
29 Virgilio Gottardi italienischer Soldat  
30 Emily Kathrin Hovert   
31 Diana Lante Hofdame  
32 Guglielmo Longo   
33 Nicola Maldacea L'oste Sunia  
34 Beatrice Mancini   
35 Alberto Minoprio   
36 Guglielmo Morresi   
37 Ubaldo Noris   
38 Giovanni Onorato Brancaleone  
39 Alfredo Petroni   
40 Otello Polini   
41 Antonio Porazzi   
42 Ugo Sasso Waffenbruder von Ettore  
43 Lorenzo Scategni   
44 Lily Schiavon   
45 Stefano Sciaccaluga   
46 Jole Tinta Hofdame  
47 Odilla Tonian-Grey   
48 Otello Toso Waffenbruder von Gentilino  
49 Amedeo Trilli italienischer Soldat  
50 Loretta Vinci Hofdame  
51 Luigi Zerbinati Diener von Granaio  
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Stab
Musik
Alessandro Cicognini
Drehbuch
Alessandro Blasetti (Buch), Augusto Mazzetti (Buch), Cesare Lodovici (Buch als Cesare Vico Lodovici), Massimo D'Azeglio (Romanvorlage), Vittorio Nino Novarese (Buch)
Kamera
Mario Albertelli, Václav Vích (als Vaclav Vich)
Schnitt
Alessandro Blasetti, Ignazio Ferronetti
Produktionsfirmen
Nembo Film
Produktionsleitung
Fabio Franchini, Luigi Eliseo Martini (supervisor), Meno Menardi, Walter Schwendtbauer (supervisor)
Ton
Mario Amari, Giuseppe Caracciolo
Regieassistent
Pier Luigi Faraldo, Augusto Mazzetti
Szenenbild
Giuseppe Porcheddu, Ottavio Scotti
Bauten
Umberto Torri
Ausstattung
Mario Vucefich
Kostüme
Marina Arcangeli, Vittorio Nino Novarese
Maske
Enrico Paglialunga
Produzent
Attilio Fattori, Vincenzo Genesi
Regie
Alessandro Blasetti
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