Mein Name ist Nobody
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Rainer Brandt Film (Berlin)
Dialogbuch: Rainer Brandt
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Mein Name ist Nobody
Il mio nome è Nessuno; My name is Nobody
Italien; Frankreich; Deutschland 1973 - 116 Min.
Internationale Titel
Mein Name ist Nobody Deutschland
Il mio nome è Nessuno Italien
My name is Nobody Weltweit
Mi nombre es nadie Argentinien; Peru
Meu Nome é Ninguém Brasilien
Mit navn er Nobody Dänemark
Nimeni on Nobody Finnland
Mon nom est Personne Frankreich; Kanada
Wu ming xiao zi Hongkong
Nevem: Senki Ungarn
Nafn mitt er Nobody Island
Mr. Nobody Japan
Mano vardas Niekas Litauen
Mitt navn er Nobody Norwegen
Nazywam się Nobody Polen
O Meu Nome é Ninguém Portugal
Ma numesc Nimeni Rumänien
Moje meno je Nikto Slowakei
Moo-Sook Ja Südkorea
Mi nombre es Ninguno Spanien
Mitt namn är Nobody Schweden
Wu ming xiao zi Taiwan
Adsız Kahraman Türkei
Zovem se Niko Serbien
Zovem se Nobody Kroatien
Imenujem se Nobody Slowenien
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Inhalt

Im amerikanischen Südwesten hat sich der alternde Revolverheld Jack Beauregard viele Feinde gemacht. Zur Handlungszeit (1899) will er sich ohne großes Aufsehen nach Europa einschiffen, um sich dort zur Ruhe zu setzen. Während er noch den Nachstellungen seiner Feinde, die ihn nicht so einfach gehen lassen wollen, geschickt ausweicht, trifft er auf das schräge Schlitzohr Nobody, einen seiner größten Bewunderer. Nobody ist fest dazu entschlossen, seinem Idol einen fulminanten, denkwürdigen Abgang zu verschaffen, und arrangiert gekonnt dessen Konfrontation mit der „Wilden Horde“, einer kampfstarken Bande aus 150 Outlaws. Beauregard bleibt keine Wahl, so dass er tatsächlich mit einer letzten Heldentat in die Geschichte eingeht - er besiegt die Bande allein, indem er auf die mit Dynamit gefüllten Satteltaschen der Reiter schießt. Um sich ihrer Rache zu entziehen, lässt sich Beauregard anschließend von Nobody in einem inszenierten Duell in aller Öffentlichkeit zum Schein erschießen, wodurch Nobody zum Revolverhelden aufsteigt und Beauregard einem ungestörten Lebensabend entgegensehen kann. Auf dem Grabstein von Beauregard ist am Ende zu lesen: Nobody (Niemand) war schneller beim Ziehen.

Der Filmtitel zitiert die Odyssee: Odysseus überlistet den Polyphem, indem er sich als „Niemand“ zu erkennen gibt.

Terence Hill arbeitete hier erstmals mit Italo-Western Veteran Sergio Leone zusammen, der die Idee zu diesem Film hatte und den Film auch produzierte. Mit Terence Hill und Sergio Leone trafen zwei echte Schwergewichte des Italo-Westerns aufeinander. Leone hatte mit Spiel mir das Lied vom Tod und der Dollar-Trilogie die lange Zeit erfolgreichsten Italo-Western abgeliefert. Wirtschaftlich übertroffen wurden sie erst von Enzo Barbonis Trinity-Filmen mit Terence Hill in der Hauptrolle. Kein Wunder, dass auch Mein Name ist Nobody ein großer Erfolg wurde. Zwischen Hill und Leone entstand eine enge Freundschaft. Sie arbeiten danach zwar nur noch ein weiteres Mal zusammen (Nobody ist der Größte, 1975), aber Leone weckte bei Hill das Interesse selbst als Regisseur zu arbeiten und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite. In einem Interview erzählte Hill, dass Leone ihn sogar noch beim Dreh seines Regiedebüts Keiner haut wie Don Camillo besuchte.

Die Regie bei Mein Name ist Nobody führte Tonino Valerii, der zuvor mit Bud Spencer auch schon Sie verkaufen den Tod drehte. Es ist allerdings bekannt, dass einige wenige Szenen des Films von Sergio Leone selbst inszeniert wurden, z.B. die Szene mit dem pinkelnden Zugführer und das Trinkspiel im Saloon. Offiziell als Regisseur genannt ist allerdings nur Valerii.

In der Rolle des alternden Revolverhelden Jack Beauregard ist Hollywood-Star Henry Fonda zu sehen. Fonda drehte mit Leone schon Spiel mir das Lied vom Tod, feierte ansonsten aber vor allem in Hollywood große Erfolge.

Der charismatische Bösewicht in der Saloonszene, den Nobody auf Grund seines verzweifelten Zähneknirschens während des Trinkspiels "Mausezähnchen" nennt, wird gespielt von dem Stuntman Neil Summers. Summers war später noch in Mr. Billion zu sehen und spielte schließlich in Lucky Luke den Hilfssheriff Deputy Virgil. 35 Jahre nach Nobody war er im Jahr 2008 dann noch Stuntkoordinator bei Doc West.

Der Soundtrack stammt aus der Feder von Ennio Morricone, der auch schon Leones vorherige Erfolge meisterhaft vertonte. Für den Titel The Wild Horde arrangierte Morricone einen Ausschnitt aus Wagners Ritt der Walküren. Beim Scheinduell hört man eine Version von The man with the Harmonica aus dem Film Spiel mir das Lied vom Tod, sowie weitere Musikalische Anspielungen auf Musikstücke aus Westernfilmen, in denen Henry Fonda einst mitwirkte. Das Titellied des Soundtracks stieg am 4. März 1973 sogar auf Platz 44 in die deutschen Charts ein.

Der Film ist eine italienisch-französisch-deutsche Ko-Produktion. Als deutsche Produktionsfirma war die Berliner Rialto Film mit im Boot, die hier das erste Mal nach den vier Karl May-Filmen wieder an einem Terence Hill-Film beteiligt war.

Der Film wurde zum Teil in den USA und zum Teil in Spanien gedreht. Zu den amerikanischen Drehorten gehörten die Geisterstadt Mogollon, Acoma Pueblo, Cobezon, White Sands und die Mission von San Esteban del Rey (alles in New Mexico), sowie die Stadt New Orleans. In Spanien wurde in Almería und Guadix gedreht.

In der Szene auf dem Friedhof ist ein Grabstein von Regisseur Sam Peckinpah zu sehen. Dieser hatte einst eine Zusammenarbeit mit Sergio Leone abgelehnt. Dennoch stellt die Wilde Horde eine Hommage an Peckinpahs Film "The Wild Bunch" von 1969 dar.

Das Dampfschiff "President", welches im Hintergrund vorbeifährt als Jack Beauregard auf der Sundowner seinen Brief an Nobody vorliest, wurde 1924 als "Cincinnati" gebaut und bekam den Namen "President" erst 1934. Der Film spielt allerdings im Jahr 1899.

Während des Trinkspiels hat Terence Hill tatsächlich Whisky getrunken. Terence wollte die Szene so realistisch wie möglich spielen und bestand daher auf echten Whisky, der allerdings mit Wasser verdünnt wurde. Laut eigenen Angaben ist ihm dieser bei den Dreharbeiten auch ganz schön zu Kopf gestiegen.

Die deutsche Fassung entstand bei der Rainer Brandt Film in Berlin. Rainer Brandt schrieb persönlich das Dialogbuch und führte auch die Dialogregie. Terence Hill wird erneut von Thomas Danneberg gesprochen. Auch hier legte Rainer Brandt den Protagonisten wieder allerhand Sprüche in den Mund, die in der Originalfasssung des Films nicht vorkommen. In diesem Fall kam dieses Vorgehen allerdings nicht bei allen Zuschauern an. Leone und Westernfans kritisieren, dass dadurch die Atmosphäre des Films leidet. Fans der Hill-Komödien empffinden die deutsche Fassung dagegen durchaus als gelungen.

Der Film lockte 1973 über 6,2 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos und wurde somit zu einem überragenden Erfolg. Es ist mit Abstand Terence Hills erfolgreichster Solofilm in Deutschland, wenn man mal seine Karl May-Filme ausklammert, in denen er ja nicht in einer Hauptrolle zu sehen war. Der Film wurde mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet.

Nobodys Sattel schenkte Terence Hill nach Ende der Produktion dem Künstler Renato Casaro als Dank für dessen erfolgreiche Plakat-Kampagne. 1990 konnte dieser ihn dann sogar zum Reiten benutzen, denn für seine Arbeiten zu "Der mit dem Wolf tanzt" bekam er ein passendes Pferd dazu geschenkt.

Der belgische Comic-Zeichner Jijé (Joseph Gillain) begleitete schon am Set die Dreharbeiten um die Filmvorlage direkt in einen Comic umzuwandeln. Leider wurde aus dem Comic nichts und es blieb lediglich bei einigen Konzeptzeichnungen. Einige dieser Zeichnungen wurden später im Rahmen eines Sonderhefts über den Zeichner Jijé im französischen Magazin Hop! veröffentlicht.

Starttermine:
13.12.1973 Deutschland Kinostart BRD: 6.287.013 Besucher
21.12.1973 Italien Kinostart
24.11.1978 Deutschland Kinostart DDR
17.08.1985 Deutschland TV-Erstausstrahlung ZDF: 10,7 Millionen Zuschauer
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Besetzung
Nr. Darsteller Rollenname Synchronsprecher Bild InfoIMDb
1 Terence Hill NobodyThomas Danneberg
2 Henry Fonda Jack BeauregardErnst Wilhelm Borchert  
3 Jean Martin SullivanKlaus Miedel  
4 Piero Lulli SheriffArnold Marquis  
5 Mario Brega Honest JohnManfred Meurer  
6 Mark Mazza LockeGerd Martienzen  
7 Benito Stefanelli Gast im SaloonManfred Meurer  
8 Alexander Allerson RexManfred Meurer  
9 Remus Peets Biggun  
10 Antoine Saint-John Scape  
11 Franco Angrisano LokführerJoachim Nottke  
12 Tommy Polgár
(als Tommy Polgar)
BanditHeinz-Theo Branding  
13 Antonio Palombi OpaGerd Duwner  
14 Hubert Mittendorf
(als Humbert Mittendorf)
Schausteller auf dem RummelFriedrich W. Bauschulte  
15 Emil Feist Kleinwüchsiger auf StelzenFriedrich Georg Beckhaus  
16 Angelo Novi Saloonwirt  
17 Ullrich Müller
(als Ullrich Muller)
Dirty Joe  
18 Claus Schmidt Squirrel  
Nicht genannte Darsteller
19 R.G. Armstrong BanditMartin Hirthe  
20 Steve Kanaly Einer der Killer am Anfang, rasiert Beauregard  
21 Leo Gordon RedHeinz-Theo Branding  
22 Neil Summers MausezähnchenFriedrich Georg Beckhaus  
23 West Buchanan Mann im Saloon  
24 Geoffrey Lewis Anführer der wilden HordeJoachim Kemmer  
25 Jackson D. Kane Killer in Anfangsszene  
26 Antonio Molino Rojo Soldat am ZugAndreas Mannkopff  
27 Renato Pinciroli Mann im Telegraphenamt  
28 Lance Gordon Einer der wilden Horde  
29 Maurice Kowalski Fotograf des finalen Duells  
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Stab
Musik
Ennio Morricone
Drehbuch
Ernesto Gastaldi (Geschichte & Buch), Fulvio Morsella (Geschichte), Sergio Leone (Idee)
Stunt-Koordinator
Benito Stefanelli
Kamera
Giuseppe Ruzzolini, Armando Nannuzzi (USA)
Schnitt
Nino Baragli
Produktionsfirmen
Rafran Cinematografica S.p.A., Les Films Jacques Leitienne, La Societé Imp.Ex.CI., La Societé Alcinter s.r.l., Rialto Film (als Rialto Film Preben Philipsen GmbH & Co. KG)
Produktionsleitung
Franco Coduti, Paolo Gargano, Piero Lazzari (USA)
Ton
Fausto Ancillai (supervisor), Roberto Arcangeli, Ferdinando Pescetelli (als Fernando Pescetelly)
Spezialeffekte
Eros Bacciucchi (als Baciucchi), Giovanni Corridori (Koordination)
Regieassistent
Stefano Rolla
Continuity
John Marshall, Rita Agostini
Szenenbild
Gianni Polidori
Ausstattung
Massimo Tavazzi, Gilberto Carbonaro, Gianni Fiumi (Requisite)
Bauten
Ben Zeller
Kostüme
Vera Marzot
Maske
Nilo Jacoponi
Frisuren
Grazia De Rossi
Produzent
Fulvio Morsella, Sergio Leone, Claudio Mancini (EP)
Regie
Tonino Valerii, Sergio Leone (2nd unit)
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Dieser Film ist auf folgenden Medien enthalten
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Bonus Mein Name ist Nobody: Trailer; Making Of; Restauration Deutschland
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Soundtrack
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OST Mein Name ist Nobody; Il mio nome è Nessuno Italien
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