Der Herumtreiber Luke Mantee, der nicht viel mehr als einen Jeep CJ-7 Renegade, sein Pferd Joe Brown und ein altes Paar Stiefel besitzt, reist ziellos durch Arizona. Sein Freund Moose, dem die Hände durch eine Gefängnisstrafe gebunden sind, bittet Luke, sich bis zu seiner Entlassung um seinen Sohn Matt und sein Grundstück im Green Haven zu kümmern, das er beim Pokern gewonnen hat. Für Matt und Luke beginnt eine Reise voller Abenteuer. Sie treffen auf zwei rabiate Trucker, einen korrupten Sheriff, eine als Schlägertrupp engagierte Rockergang, diverse Killer, wettfreudige Kneipenbesucher sowie am Ziel ihrer Fahrt auf gastfreundliche, religiöse Grundstücksnachbarn. Luke und Matt finden Gefallen an dem einfachen Leben und verlieben sich überdies noch in zwei Nachbarsmädchen. Kurz nach ihrer Ankunft geraten die beiden Freunde in das Visier eines geheimnisvollen Land- und Grundstücksspekulanten namens Lawson. Dieser will ihnen ihr Land unbedingt abkaufen, um dort ein großes Bauvorhaben zu verwirklichen. Nachdem das auf dem Grundstück gelegene Landhaus gesprengt wird, sucht Luke die unmittelbare Konfrontation mit dem unbekannten Boss. Er findet heraus, dass es sich bei diesem um einen für tot gehaltenen Ex-Kameraden aus dem Vietnamkrieg handelt, der, wie Luke und Moose, Mitglied im nicht näher erläuterten Renegade-Club war. Diese Erkenntnis bringt ihn und Matt in unmittelbare Lebensgefahr. Nach einer spektakulären Jagd wird Luke von Lawsons Schergen gestellt. Er soll beseitigt werden. Matt hat aber die Rocker alarmiert und kommt noch rechtzeitig, um seinen Freund zu retten. Lawson will mit einem Hubschrauber fliehen, wird aber von Luke festgesetzt. Für Moose bedeutet das die Entlassung aus der Haft, denn auch seine Gefängnisstrafe hatte Lawson durch eine fingierte Anklage zu verantworten.
Terence Hill spielt hier an der Seite seines Adoptivsohnes Ross. Die Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn entstand eher zufällig. Ross war für die Rolle des Matt ursprünglich nicht vorgesehen. Als er jedoch das Drehbuch gelesen hatte, schlug er seinem Vater eher scherzhaft vor, dass er doch die Rolle spielen könnte. Terence gefiel die Idee und er organisierte ein Vorsprechen. Ross überzeugte und bekam die Rolle. Leider blieb dies für ihn auch die erste und letzte große Rolle seiner Karriere. Er verstarb am 30. Januar 1990 bei einem Autounfall.
Renegade ist die siebte und letzte Zusammenarbeit von Terence Hill mit Regisseur und Trinity-Schöpfer Enzo Barboni.
Barbonis Sohn Marco Tullio Barboni schrieb das Drehbuch zu Renegade. Er hat zudem direkt zu Beginn des Films einen Cameo-Auftritt als Golfer.
Der Soundtrack des Films stammt aus der Feder von Mauro Paoluzzi. Prominent ergänzt wurde der Soundtrack durch die Songs Call me the Breeze und Simple Man der US-amerikanischen Rockband Lynyrd Skynyrd.
Der Film wurde in Arizona gedreht, in den Orten Phoenix, Sedona, Mormon Lake und Flagstaff.
Das Ende der hierzulande bekannten Version weicht von der ursprünglichen Fassung ab. In dieser endet der Film in "Green Heaven". Luke übergibt Matt den Brief, in dem steht, dass dessen Vater aus dem Gefängnis entlassen wird. Anschließend lädt er sein Pferd auf und möchte losfahren. Sein Jeep springt aber nicht an, so dass Luke sich schließlich gemütlich in seinen Sitz setzt und einen Apfel isst. Über diese Szene läuft der Abspann. Dieses Ende vermittelt den Eindruck, als wenn Luke nach dem überstandenen Abenteuer nun wieder alleine auf Reisen gehen möchte. In unserer Version gibt es hier noch einen Schnitt und man sieht Luke und Matt wieder im Jeep auf der Straße. Sie wollen gemeinsam Moose abholen und werden auf der Fahrt ein zweites Mal von den Truckern angegriffen. Erst nach dem Angriff endet der Film. Die Szene dieses zweiten Truckerangriffs findet sich übrigens auch in der Originalfassung, hier allerdings schon in Minute 27, direkt nach der Szene, in der Luke einen Einbrecher mit einem Stromschlag vertrieben hat. An der Kleidung und Haltung der beiden Darsteller lässt sich klar erkennen, dass die Szene hier auch hingehört.< Durch das Umkopieren der zweiten Truckerszene ergibt sich eine um ein paar Sekunden längere Laufzeit der deutschen Version. In dem Zusammenhang wurde zusätzlich noch eine Totale des Jeeps einkopiert, über der ein erklärender Dialog läuft. Diese Totale befindet sich somit zweimal in der deutschen Version, weswegen diese nun etwas länger ist.
In der britischen Version des Films fehlen die Szenen in denen Ross sein sogenanntes Butterfly-Messer zückt. In Großbritannien waren diese Messer zu der Zeit schon verboten und man wollte keine "Werbung" dafür in dem Film sehen. Die Länge der Schnitte beläuft sich auf 34 Sekunden. Auch aus dem damaligen Trailer wurde eine solche Szene in Großbritannien entfernt. |