Eckdaten
Police Academy ist eine Filmreihe, die auf der gleichnamigen US-amerikanischen Kinokomödie aus dem Jahr 1984 aufbaut. Bis 1994 wurden sechs Fortsetzungen produziert. Weiterhin entstanden eine Zeichentrickserie mit den Filmfiguren sowie eine Serie mit einer neuen Generation von Darstellern. Die sieben Filme spielten über 240 Millionen US-Dollar in den USA ein, davon über 200 Millionen durch die ersten vier Teile. Bei Filmkritikern konnte die Reihe jedoch nie Anklang finden. Bis auf den siebten Spielfilm wurden alle Teile von Warner Bros. produziert. Teil 7 wurde von der Firma Paul Maslansky Productions produziert, erschien aber trotzdem bei Warner. Produzent aller Filme und Serien ist Paul Maslansky, der bei der späteren Fernsehserie als Drehbuchautor tätig war.
Konzept
Die Filme drehten sich am Anfang um die Polizisten und Auszubildenden einer Polizeischule (Police Academy). Dieses Grundthema wird in den Folgen 1, 3 und 4 aufgegriffen. Der 2. Teil ist eine inhaltliche Fortführung des ersten Films. Ab Teil 5 enthalten die Filme zwar die von den vorhergehenden Filmen bekannten Figuren, stehen inhaltlich aber nur in losem Zusammenhang zu den ersten Filmen.
Die Polizisten teilen sich in zwei rivalisierende Gruppen: Die Sympathieträger, in der Regel chaotische und schräge Charaktere, und deren Gegenspieler. Letztere stellen eine wesentlich kleinere Polizistengruppe dar, die versucht, mit Strenge und Intrigen ihre Ziele auf Kosten der Sympathieträger durchzusetzen. Diese wiederum revanchieren sich dafür mit bösartigen Streichen. Wegen dieser Rivalität spielen die eigentlichen Gegner der Polizei, nämlich die Verbrecher, nur eine untergeordnete Rolle und werden daher meist erst gegen Ende eingeführt.
Typisch sind Slapstick-Einlagen, die hauptsächlich durch die überzogenen Verhaltensweisen der Charaktere erzielt werden. Wortwitz ist vergleichsweise selten. Der erste Film ist der einzige, der diesen in größerem Umfang einsetzt. Die Hauptakteure erleben – bedingt durch ihr chaotisches Verhalten oder dem Konflikt mit den innerpolizeilichen Gegenspielern – in den meisten Filmen zu Beginn viele Fehlschläge. Am Ende wenden sie das Blatt durch Mut und viel Glück wieder zum Guten. Dafür werden sie in der Regel belobigt oder befördert, während die Gegenspieler leer ausgehen. Die Verleihung der Orden oder des neuen Dienstgrades findet immer in einer paradeartigen Zeremonie vor einer Tribüne mit Festschmuck und Blaskapelle statt und bildet in den meisten Teilen den Abschluss.
Trotz des häufigen Einsatzes von Schusswaffen und körperlicher Gewalt kommt in den Filmen nie jemand schwer zu Schaden. Lediglich die Gegenspieler der sympathischen Hauptfiguren erleiden Verletzungen, die aber letztendlich harmlos sind und die Handlung nicht weiter beeinflussen.
Die ersten drei Fortsetzungen drehen sich, wie auch der erste Teil, um den Jungpolizisten Carey Mahoney, der von Steve Guttenberg gespielt wird. Bis auf den zweiten Film haben alle die Polizeiausbildung als zentrales Thema. Mit dem Ausstieg von Steve Guttenberg änderte sich auch die inhaltliche Ausrichtung der Komödien. Ab dem fünften Teil spielt die Polizeiausbildung keine zentrale Rolle mehr. Der Academy-Leiter Commandant Lassard rückt in den Mittelpunkt. Um ihn scharen sich nur noch Teile der ursprünglichen Figuren, da ab Teil 5 zahlreiche Abgänge zu verzeichnen sind. Alle Filme dieser Ära erhielten vernichtende Kritiken und waren zumindest zeitweise auf der Liste der schlechtesten Filme der IMDb verzeichnet.
Charaktere
In der Police-Academy-Reihe treten viele der Filmfiguren auch in den jeweiligen Nachfolgefilmen auf. Da sie immer von denselben Personen verkörpert werden, wird die Wiedererkennung und Identifikation mit den Protagonisten für den Zuschauer erleichtert. Wenn ein bestimmter Schauspieler in einem Teil nicht mitwirkt, fällt die entsprechende Rolle weg. Einige Rollen sind fortlaufend in allen sieben Teilen vertreten, die meisten beschränken sich jedoch auf wenige Teile. Innerhalb der Figuren nimmt Carey Mahoney in den ersten vier Filmen eine etwas herausgehobene Stellung ein. In den folgenden Filmen ist es eher Eric Lassard. Einen einzelnen Hauptdarsteller, auf den sich die Handlung konzentriert, gibt es aber nicht. Jede Hauptfigur trägt stereotype Charakterzüge, wie Sonnyboy, Frauenschwarm, Waffenfanatiker oder Mauerblümchen. Alle Hauptfiguren sind Polizisten oder Kadetten und weisen spezielle Macken oder Fähigkeiten auf. Sie unterteilen sich in „die Guten“ und deren Gegenspieler. Letztere verfolgen meist konträre Ziele zu „den Guten“ oder stehen in Konkurrenz zu diesen. Eine Sonderrolle hat der oberste Polizeichef Commissioner Hurst, der meist eine neutrale Position einnimmt.
Eric Lassard
George Gaynes (7 Filme)
Lassard ist Kommandant der Akademie und im Gegensatz zu einigen anderen höherrangigen Polizisten den Kadetten freundlich gesinnt. Lassard leitet die Akademie mit väterlicher Nachsicht, ist aber sehr zerstreut und scheint fast nie im Bilde darüber, was um ihn herum vorgeht. Im ersten und zweiten Film ist er noch eine Nebenperson, rückt aber in der Folge immer mehr in den Mittelpunkt. Ab dem fünften Film ist er sogar das Zentrum der Handlung. Im Lauf der Serie sind einige Verwandte von ihm zu sehen. Seine Frau taucht zweimal kurz im ersten Film auf. Sein Bruder ist Captain Peter Lassard, der das Polizeirevier im 16. Bezirk der Stadt leitet und im zweiten Film Eric um gute Kadetten bittet, um die hohe Kriminalitätsrate in seinem Bezirk zu senken. Erics Neffe Nick ist ebenso Polizist und kommt in zwei Filmen (Teil 5 und 6) vor.
Äußerst wichtig für Eric Lassard ist sein Goldfisch, der fast überall hin mitgenommen wird. Anfänglich im ersten Film behauptet er noch, er gehöre einem Freund. Im zweiten Film bringt er seinem Bruder einen Goldfisch als Geschenk mit, wobei nicht klar ist, ob es sich um denselben Fisch handelt – er wird kurze Zeit später versehentlich in seinem Aquarium auf der Garplatte eines Sushi-Restaurants gekocht, was er wohl nicht überlebt haben dürfte. Lassards Goldfisch muss auch sonst einiges aushalten. Im dritten Film verlässt er versehentlich kurzzeitig sein Aquarium, im vierten Film wird er von Zed fast gegessen und im fünften Film kurzzeitig entführt.
Lassard fährt üblicherweise mit einem Golfmobil durch die Academy und begutachtet die Arbeit. Typisch ist auch sein Redestil: Er neigt dazu, die Worte „sehr“ und „viele“ mehrfach zur Verstärkung zu wiederholen. In den späteren Filmen ist er sehr oft Teil von Slapstickszenen, wo er versehentlich mit einem Stock etwas umwirft oder Bälle fallen lässt. Lassards Figur wird trotz seiner zentralen Stellung für den Verlauf der Handlung immer unwichtiger und sein Auftreten lächerlicher. So ist er im ersten Film noch eine recht respektable Person, während er gegen Ende der Serie kaum etwas beiträgt.
Carey Mahoney
Steve Guttenberg (4 Filme)
Carey Mahoney ist in den ersten vier Filmen die zentrale Figur. Nach Guttenbergs Ausstieg änderte sich die thematische Ausrichtung der Filme erheblich.
Mahoney ist zu Beginn des ersten Filmes ein sympathischer Kerl, der sich aber immer wieder durch kleine Dummheiten unfreiwillige Besuche auf dem Polizeirevier verschafft. Der dortige Revierleiter Captain Reed (Ted Ross) zwingt ihm als Alternative zum Gefängnis den Besuch der Polizeiakademie auf. Auch wenn er dort baldmöglichst verschwinden will und kurz vor Ende der Ausbildung hinausgeworfen wird, erhält er wegen besonderer Tapferkeit einen Orden und setzt seine Karriere als Polizist fort. Im zweiten Film wird er vorübergehend suspendiert. Ab dem dritten Film trägt er den Rang Sergeant.
Mahoney zeichnet sich durch eine sympathische und witzige Art aus. Durch seinen respektlosen Humor kommt er aber immer wieder mit den jeweiligen Antagonisten Harris bzw. Mauser in Konflikt. Darüber hinaus ist er ein Frauenschwarm und flirtet in jedem der Filme. Passend zu dieser Figur verrichtet Mahoney seinen Dienst im zweiten Film zunächst als Strandpolizist, bevor er zu seinem neuen Auftrag gerufen wird. Im vierten Film fährt er am Schluss mit seiner Angebeteten in einem Heißluftballon davon.
Der Produzent der Filmreihe, Paul Maslansky, wollte ursprünglich Michael Keaton, Tom Hanks oder Judge Reinhold für die Rolle des Mahoney. Er war aber so begeistert von den Probeaufnahmen des damals noch recht unbekannten Steve Guttenberg, dass er sich für diesen entschied. Guttenberg, dessen Vater Polizist war, trug beim Casting ein Polizeishirt, wodurch er die Filmemacher überzeugen konnte.
Larvell Jones
Michael Winslow (7 Filme)
Larvell Jones fällt vor allem durch eines auf: Er ist in der Lage, alle möglichen Geräusche zu imitieren. Dieses Talent setzt er sowohl für nützliche Dinge ein als auch für allerlei Schabernack. Insbesondere die unsympathischen Antagonisten Mauser bzw. Harris werden von ihm des Öfteren hereingelegt. Natürlich vollkommen unrealistisch, aber um des Klamauks willen notwendig, ist, dass von den Betroffenen nie rechtzeitig bemerkt wird, dass die Geräusche in Wirklichkeit aus einer ganz anderen Richtung kommen. Sein schauspielerisches Talent nutzt er auch zur Darstellung seiner Fähigkeiten in asiatischen Kampfkünsten. Im sechsten Film springt er spontan als Kabarettist ein, als ein Stromausfall die normale Vorstellung in einem Club unmöglich macht. Seinen ersten Auftritt bekommt Jones beim Zusammentreffen mit Mahoney im Polizeirevier, wo er gelandet ist, weil er durch seinen Unfug Verwirrung gestiftet hat. Mahoney bittet im Gespräch mit Captain Reed darum, dass Jones als sein „Leibarzt“ mit zur Academy kommen kann. Larvell Jones kommt in allen Filmen vor und ist auch die einzige Figur aus den Filmen, die regelmäßig in der späteren Fernsehserie der Police Academy zu sehen war. Eine Ausgestaltung der Person in Form von Beziehungen und ähnlichem war ihm jedoch nicht vergönnt.
Obwohl die Figur des Larvell Jones damit eine der langlebigsten in Police Academy ist, war sie im ursprünglichen Skript gar nicht vorgesehen. Als die Filmemacher aber Michael Winslows Stand-Up-Comedy-Show sahen, wollte man ihn unbedingt im Film haben, so dass man die Rolle nachträglich einfügte.
Eugene Tackleberry
David Graf (7 Filme)
Tackleberry ist ein Waffennarr, der auch gerne in die Verkleidung eines Rambo schlüpft. Er benutzt Pistolenfett statt After Shave und löst Probleme in der Regel mit dem Einsatz von Waffen. Weibliche Kollegen schätzt er nicht allzu sehr. Er verkörpert daher eher einen Soldaten als einen Polizisten. Dennoch trägt er positive Charakterzüge. So kommt nie jemand durch ihn zu Schaden und er nimmt Sweetchuck unter seine Fittiche, als dieser Probleme in der Ausbildung hat. Seine bevorzugte Waffe ist ein großer Revolver, den er von seiner Mutter bekommen hat. Tackleberrys Arsenal umfasst allerdings deutlich mehr: neben einer Detonics Scoremaster (2. Film) setzt er im Verlauf der Serie unter anderem auch ein Maschinengewehr (6. Film), einen kleinen Nebelgranatenwerfer (2. Film) und eine Mini-Armbrust (3. Film) ein. Er hat aber auch noch ein anderes Hobby: Er spielt Saxophon.
Im zweiten Film verliebt er sich in Officer Kathleen Kirkland, die ihm im Motorradstreifendienst als Partnerin zugeteilt wird und seine Waffenvernarrtheit teilt. Dies zieht ihn sehr an und lässt ihn seine Zweifel an ihr als Kollegin vergessen. Kathleens Familie passt auch zu ihr und ist mehrfach zu sehen. Sie umfasst ihren Bruder Bud Kirkland, ihren Vater Max Kirkland und ihre Mutter (siehe Nebenfiguren). Tackleberry heiratet Kathleen am Ende des zweiten Films.
Moses Hightower
Bubba Smith (6 Filme)
Moses Hightower beeindruckt vor allem durch seine Größe (2,01 m) – daher wohl auch der Name. Vor seiner Zeit bei der Polizei war er Florist, und zu dieser Tätigkeit kehrt er im ersten Film auch kurzzeitig wieder zurück. In den Filmen zeigt er auch des Öfteren, dass er außergewöhnlich viel Kraft hat. Er sticht auch heraus, indem er Captain Harris zweimal rettet (im ersten und fünften Film). Er wird beide Male ausgezeichnet und beim zweiten Mal zum Lieutenant befördert. Sein Privatleben wird nie weiter thematisiert.
Im siebten Teil ist er nicht mehr dabei.
Laverne Hooks
Marion Ramsey (6 Filme)
auch sie ist im siebten Film der Reihe nicht mehr dabei.
Debbie Callahan
Leslie Easterbrook (6 Filme)
ist Debbie Callahan zunächst nur eine dominante blonde Ausbilderin, wird sie in späteren Filmen eine Sympathiefigur, die zwar auch ansatzweise Züge von Tackleberrys Gewaltvernarrtheit zeigt, jedoch vor allem ihre weiblichen Seiten betont. Sie trägt häufig enge Kleidung, und ihre Oberweite ist das Thema zahlreicher Gags in der Filmreihe. Sie hat in allen Filmen mit Ausnahme des sechsten Affären und Romanzen, wobei die Annäherung an den Gangster Konali im siebten Film nur im Rahmen eines Undercover-Einsatzes stattfindet.
Sie ist im zweiten Film nicht dabei.
Douglas Fackler
Bruce Mahler (4 Filme)
Äußerlich eigentlich eher der Buchhaltertyp und im Wesen auch recht spröde, zeichnet sich Douglas Fackler vor allem durch seine Ungeschicktheit aus, durch die er immer wieder kleine Katastrophen auslöst. Teilweise setzt er damit aber auch herannahende Bösewichte aus Versehen außer Gefecht. Im zweiten Film ist er auch als typischer amerikanischer Polizist zu sehen, der im Auto herumsitzt und Donuts isst. Interessant ist die Beziehung zu seiner Frau. Diese versucht im ersten Film buchstäblich mit Händen und Füßen, ihren Mann von dem Plan abzuhalten, Polizist zu werden. Dabei springt sie sogar auf die Motorhaube seines Wagens und fährt in dieser Position bis zur Academy mit. Die Szene spielt sich umgekehrt im dritten Film ab, als Douglas seine Frau hindern will, Polizistin zu werden. Sie argumentiert, dass sie ihm nahe sein möchte. Allerdings antwortet sie auf seine Frage, ob sie ihn denn umbringen wolle, zynisch, dass sie schon einige Male daran gedacht habe.
Douglas Fackler ist von allen Hauptfiguren am wenigsten zu sehen, kommt aber in vier Filmen (1, 2, 3 und 6) vor und wird dort immer als Teil von Mahoneys bzw. Lassards Truppe präsentiert.
Zed
Bobcat Goldthwait (3 Filme)
Zu Beginn ist Zed Anführer der Bande, die den Protagonisten im zweiten Film das Leben schwer macht. Ab dem dritten Film wechselt er allerdings die Seiten und wird Rekrut der Akademie. Er kann sich oft kaum artikulieren und schreit häufig herum. Er trägt auch in Uniform oft zerrissene Kleidungsstücke. Das alles soll ihm offenkundig einen animalischen Charakter verleihen. Er präsentiert sich auch als Musiker und Poet, aber sowohl seine Musik als auch seine Gedichte sind eher bizarr.
Eine Hassliebe verbindet ihn mit dem Ladenbesitzer Sweetchuck. Zwar wird dessen Geschäft im zweiten Film im Zusammenhang mit der von ihm verursachten Verbrechensserie völlig zerstört, aber im dritten Film sind die beiden Zimmergenossen. Zed terrorisiert Sweetchuck oft, ohne es wirklich zu wollen.
Im vierten Film verliebt er sich in Laura, die Teilnehmerin am „Bürger auf Patrouille“-Programm ist und seine seltsame Art akzeptiert. NAch der vierten Film ist er nicht mehr dabei.
Sweetchuck
Tim Kazurinsky (3 Filme)
Eigentlich heißt er Schewchuk, wie die Aufschrift auf dem Schaufenster des von ihm betriebenen Lampengeschäfts ausweist. Allerdings nennen ihn alle Sweetchuck. Nachdem er im zweiten Film Opfer ist und sein Geschäft bei einem missglückten Polizeieinsatz völlig zerstört wird, beschließt er im dritten Film, selbst Polizist zu werden. Allerdings ist er sehr schwächlich und kann sich eigentlich nie durchsetzen. Daher fällt es ihm auch schwer, Zed als Zimmernachbarn zu ertragen, obwohl die beiden sich im Laufe der Zeit mehr oder minder zusammenraufen.
Auch er ist nach dem vierten Teil nicht mehr zu sehen.
Nick Lassard
Matt McCoy (2 Filme)
Nick Lassard ist der Neffe von Commandant Lassard und Polizist in Miami. In dieser Funktion taucht er im fünften Film auf. Im sechsten Film ist er jedoch Polizist in der unbenannten Großstadt, in der die Police Academy steht. Die Figur erfüllt eine ähnliche Funktion wie die des Carey Mahoney, der ab dem fünften Film nicht mehr auftaucht. So ist beiden Figuren gemein, dass sie als smarte und attraktive Sonnyboys auftreten, die dem jeweiligen Antagonisten Streiche spielen und liebend gerne mit attraktiven Frauen flirten. Die sich anbahnende Romanze zwischen Nick und Kate im fünften Film kam in ähnlicher Form schon bei Mahoney im ersten, dritten und vierten Film vor. Im Deutschen kommt hinzu, dass auch er, wie zuvor Guttenberg, von Arne Elzholtz synchronisiert wird. Auch er ist im siebten Film nicht mehr zu sehen. Gegenspieler
Es gibt in jedem Film mindestens einen Gegenspieler in den Reihen der Polizei.
Der Gegenspieler über weite Teile der Serie ist Captain Thaddeus Harris (im ersten Film noch Lieutenant), der als eine Art Markenzeichen immer mit einem kleinen Stock mit Silberknauf herumläuft. Zu Beginn ist er einfach nur ein arroganter Vorgesetzter, der seine Untergebenen beleidigt und mit seinem typischen Ruf "Bewegt euch!" oder "Bewegung, Bewegung, Bewegung!" antreibt. Typisch ist für ihn auch, dass er als Ausbilder gerne ein Megafon verwendet.
Spätestens ab Teil 4 ist er wie Mauser ein Karrierist und Opportunist. Im ersten Film erbietet er sich sofort, den Kadetten das Leben schwer zu machen, um die Zahl der neuen Polizisten zu reduzieren. Sein Gegenspieler ist dabei Carey Mahoney, den er versucht, loszuwerden, was aber wegen der Anweisung Captain Reeds nicht möglich ist. Er bedient sich bei seinen Aktivitäten gerne williger Gehilfen. Im ersten Film sind dies die Kadetten Chad Copeland und Kyle Blankes. In den späteren Filmen (mit Ausnahme des letzten) steht ihm Lieutenant Proctor als treudoofer Assistent zur Seite. Auch im vierten Film ist vor allem Carey Mahoney sein Gegenspieler. Danach ist es Commandant Lassard und dessen ganze Truppe.
Seine Karriere sieht einige Höhen und Tiefen. Im ersten Film ist er der Chefausbilder der Police Academy und schikaniert die Kadetten. Als er im vierten Film in die Serie zurückkehrt, ist er eigentlich Chef eines Polizeireviers, übernimmt aber während Lassards Abwesenheit vorübergehend die Leitung der Academy, um Lassards Programm „Bürger auf Patrouille“ zu leiten und nach Möglichkeit zu sabotieren, da er nichts davon hält. Er würde auch zu gerne den Posten von Lassard übernehmen. Im fünften Film versucht er hierzu Lassards altersbedingt anstehende Pensionierung zu nutzen. Dies misslingt, worauf er sich in der Zwischenzeit zum sechsten Film darum bemüht, versetzt zu werden. In dieser Folge ist er dann wieder Revierleiter in einem Bezirk, der allerdings von einer Verbrechensserie heimgesucht wird, so dass ihm Lassard und seine Truppe als Unterstützung zugewiesen werden – selbstverständlich möchte er sie alle schnellstmöglich wieder loswerden. Ist Harris im ersten Film noch eine ernstzunehmende Gefahr für den guten Verlauf der Handlung, so wird er spätestens ab dem fünften Film zum Pausenclown, der nicht einmal mehr Zwischenerfolge erzielt, da jede seiner Aktionen in einem peinlichen Fiasko endet.
Im fünften Film nennt er sich an einer Stelle Thaddeus Aristoteles Harris. Dies kommt jedoch nur in der deutschen Fassung des Films vor.
Wie Harris ist auch Mauser skrupelloser Karrierist, der sich offensichtlich und auf primitive Weise einschmeichelt, sofern es ihm opportun erscheint. Dass ihn Commissioner Hurst als den größten Arschkriecher, den er jemals gesehen hat, bezeichnet, empfindet er sogar als Kompliment.
Als Lieutenant versucht er im zweiten Film, Lassards Bruder aus der Revierleitung zu drängen, um dann selbst Captain werden zu können. Dies gelingt ihm sogar vorübergehend. Im dritten Film ist er Kommandant der zweiten Polizeiakademie des Staates, die mit Lassards Akademie in einem Wettbewerb konkurriert, dessen Verlierer die Schließung der Akademie zu erwarten hat. Mauser führt seine Akademie weit strenger und militärischer, benutzt aber auch schmutzige Methoden. So hat er seine „Agenten“ Copeland und Blankes, die in Lassards Akademie als Maulwürfe fungieren und Lassards Versagen sichern sollen. Es gelingt ihm trotz zwischenzeitlichen Vorsprungs nicht, den Wettbewerb für sich zu entscheiden.
In den weiteren Filmen taucht Mauser nicht mehr auf. Art Metrano, der die Figur darstellte, erlitt 1989 nach Abschluss des dritten Films einen schweren Sturz von einer Leiter, bei dem er sich sechs Brüche zuzog. Später war er zwar wieder in der Lage, unter Schwierigkeiten zu laufen, fuhr aber normalerweise im Rollstuhl. 1998 kehrte er als "Sheriff Meiser" in der kurzlebigen Serie zu Police Academy nochmals zurück.
Proctor ist in den Filmen 2 bis 6 der persönliche Assistent von Mauser bzw. Harris. Er selbst hat keine Ambitionen wie seine jeweiligen Chefs, zeichnet sich jedoch durch überragende Dummheit, Unfähigkeit und Loyalität aus. Obwohl er zu nichts taugt und nur selten seinem Chef eine Hilfe ist, stellt er dennoch einen guten Assistenten dar, da er dem selbstverliebten Wesen von Harris und Mauser entgegenkommt und durch seine Hörigkeit für jeden Auftrag zu haben ist. Proctor wird im Laufe der Filmserie zunehmend dümmer porträtiert und lässt kein Fettnäpfchen aus. Er handelt im 2. Film noch recht eigenständig, aber spätestens ab dem 5. Film gibt er kaum noch einen intelligenten Satz von sich und ist auf seine Rolle als Assistent beschränkt.
Copeland ist zusammen mit Blankes Kadett im ersten Film, im dritten Film dann unter Lassards Ausbildern. Er wird als etwas tollpatschig dargestellt. Kyle Blankes übernimmt die Führungsrolle unter den beiden.
Beide zeichnen sich durch Überkorrektheit und absoluten Gehorsam aus. Sie sehen die Ausbildung sehr militärisch und lassen sich daher gerne von Harris einspannen, um Mahoney zu schikanieren. Durch ihre Arroganz gegenüber den Aufständischen gegen Ende des ersten Films kommen sie aber in arge Probleme, als ihnen ihre Revolver gestohlen werden. Im dritten Film sind die beiden Maulwürfe in Lassards Polizeiakademie, um der konkurrierenden Polizeischule von Mauser einen Vorteil zu verschaffen.
Copeland taucht im vierten Film nochmals als Polizist auf, der Jugendlichen das Skateboardfahren in seinem Bezirk verbietet und sie dann jagt, als sie dies nicht befolgen.
Er übernimmt die Führung im Duo Blankes/Copeland und tut sein Bestes, um Mahoney und die anderen zu piesacken. Er taucht im Gegensatz zu seinem Kollegen Copeland nicht im 4. Teil auf. Im Abspann des ersten Films wird er als „Blankes“ geschrieben, im dritten Film jedoch als „Blanks“.
Nebenfiguren
Neben den Hauptakteuren gibt es eine große Anzahl von Figuren, die teilweise in vielen Filmen, aber nur in wenigen Szenen vorkommen.
Commissioner Henry J. Hurst
George R. Robertson (6 Filme)
Er ist Commissioner (im ersten Film noch als Chief bezeichnet) und damit der Vorgesetzte von Commandant Lassard. Im ersten Film bezieht er klar Position gegen die gelockerten Richtlinien zur Aufnahme neuer Polizisten und bittet Lassard, die Ausbildung so zu gestalten, dass untaugliche Kadetten möglichst früh den Wunsch verspüren, die Ausbildung abzubrechen. Auch im zweiten Film muss er sich von Peter Lassard, dem Bruder Eric Lassards und Captain in einem Polizeirevier, den Kommentar gefallen lassen, er solle seine Nase lieber dahin stecken, wo sie üblicherweise sei – gemeint ist natürlich, dass er ein Arschkriecher sei, der den Politikern nach der Pfeife tanzt. In den folgenden Filmen nimmt er aber eine neutrale Position ein. Er ist zwar absolut loyal gegenüber den Entscheidungen der Politik, bleibt aber immer korrekt und zeigt auch offen Antipathie gegenüber dem Verhalten von Harris bzw. Mauser. Im sechsten Film gibt sich der Bösewicht Mastermind durch eine brillante Verkleidung als Commissioner Hurst aus.
Mrs. Fackler
Debralee Scott (2 Filme)
Sie ist die Frau von Douglas Fackler und wird gegen seinen Widerstand Polizistin. Sie fällt bei der Ausbildung zweimal auf, als sie zum einen ein Zimmer mit einem Mann zusammen belegen will, und zum anderen, als sie durch ungekonnte Fahrweise ein Polizeiauto auf das Dach legt.
Die Prostituierte
Georgina Spelvin (2 Filme)
Die von der legendären US-Pornodarstellerin Georgina Spelvin verkörperte Prostituierte taucht in zwei Filmen der Reihe auf. Sie bleibt in beiden Filmen ohne eigenen Namen und wird nur als "Die Prostituierte" im Abspann genannt. Obwohl ursprünglich von Copeland und Blankes angeheuert, um Leslie Barbara zu schikanieren, landet sie nach Mahoneys Eingreifen letztendlich unter einem Rednerpult. Als Commandant Lassard an dieses tritt, um eine Präsentation zu halten, führt sie Fellatio bei ihm durch, was ihm das Reden deutlich erschwert. Bei der Abschlussveranstaltung im ersten Film sitzt sie ebenfalls unter dem Rednerpult und macht Mahoney das Reden schwer. Im dritten Film taucht sie nochmals auf dem Polizeiball auf, wo sie von Mahoney und Lassard als alte Freundin begrüßt wird. Mahoney setzt sie auf Proctor an. Sie legt Proctor herein – dieser muss daraufhin nackt draußen herumlaufen und landet zu seinem Unglück im Blue Oyster Club.
Kathleen Kirkland
Colleen Camp (2 Filme)
Sie ist im zweiten Film die Partnerin von Eugene Tackleberry und fährt mit ihm zusammen Motorradstreife. Sie teilt seine Waffenvernarrtheit, so dass die beiden sich bald näherkommen. Am Ende des zweiten Films heiraten sie. Im vierten Teil sieht man sie nochmals kurz beim Familienessen.
Max Kirkland
Arthur Batanides (4 Filme)
Max Kirkland ist Kathleen Kirklands Vater und damit Eugene Tackleberrys Schwiegervater. Er ist ein guter Boxer und war 1944 bei den Seabees, dem Bauregiment der US Navy im Südpazifik, Champion im Mittelgewicht. Das lässt er vor allem seinen Sohn Bud spüren, dem er zum Spaß immer wieder den einen oder anderen Hieb erteilt. Er will im vierten Teil am Citizens on Patrol-Programm teilnehmen, was seine Tochter unterstützt, sein Sohn hingegen nicht, weil dies nach Vetternwirtschaft aussähe. Er ist im Programm dann auch nicht zu sehen. Er hat nochmals einen kurzen Gastauftritt im sechsten Film.
Bud Kirkland
Andrew Paris (3 Filme)
Bud Kirkland ist Eugene Tackleberrys Schwager. Durch die „Boxausbildung“ seines Vaters, mit dem er sich bei allen möglichen Gelegenheiten und ohne Vorankündigung zum Spaß kleine Kämpfe leistet, gehört das Boxen klar zu seinen Stärken. So war er im Boxteam seiner High School. Er ist Kadett im dritten Teil der Serie und gewinnt dort auch die Boxmeisterschaft der beiden Akademien. Im vierten Teil sieht man ihn nochmals kurz beim Familienessen mit Tackleberry.
Mrs. Kirkland
Jackie Joseph (2 Filme)
Sie ist eine Bilderbuchmutter, die sich um das Essen kümmert und die das Treiben der Männer in ihrer Familie mit einem Lächeln quittiert, als wären die beiden Schuljungen. Man sieht sie im zweiten und vierten Film jeweils kurz bei den Familienessen mit Tackleberry.
Tomoko Nogata
Brian Tochi (2 Filme)
Er ist im dritten Film ein japanischer Austauschpolizist, der von Mauser von seiner Akademie geworfen wird und stattdessen auf Lassards Akademie landet. Er verliebt sich in Lieutenant Callahan, die dies zumindest auf sexueller Ebene erwidert. Im vierten Film lassen die beiden ihre Beziehung nochmals aufleben, als Nogata als Vertreter der japanischen Polizei wieder an der Academy ist.
Tommy „House“ Conklin
Tab Thacker (2 Filme)
Der sehr schwergewichtige Tommy Conklin, in der deutschen Version Tommy „Häufchen“ genannt, nimmt am Citizens on Patrol-Programm teil. In diesem Teil erzählt er, dass Hightower einmal sein Babysitter war. Im fünften Teil ist er nochmals als Polizist zu sehen. Er fällt unter anderem dadurch auf, dass er über große Kraft verfügt. Im vierten Film trägt er beispielsweise einen Motorroller.
Die Bösewichte
In den ersten vier Filmen nimmt der Gegenspieler innerhalb der Polizei beträchtlich mehr Platz ein als die Verbrecher, deren Bekämpfung die eigentliche Aufgabe der Polizei ist. Ab dem 5. Film rückt hingegen ein klassischer Kampf zwischen Gut und Böse mehr in den Mittelpunkt.
Es gibt aber in jedem Police-Academy-Film einen Verbrecher, der festgenommen werden soll:
Im ersten Film taucht kurz vor Schluss während der allgemeinen Unruhen in der Stadt ein Mann in der Handlung auf, der Blankes und Copeland ihre Waffen abnimmt und damit erst Harris, später dann auch Mahoney als Geisel nimmt. Er bleibt namenlos.
In der Fortsetzung terrorisiert die Bande von Zed den ganzen Bezirk mit Überfällen, die aber eher anarchistisch als geplant sind.
Im dritten Film taucht der Geiselnehmer aus dem ersten Film nochmals kurz auf, jedoch nur in einer Szene. Gegen Ende wird dann eine Party in einem Yachtclub überfallen, bei der Schmuck gestohlen und der Gouverneur als Geisel genommen wird. Der Anführer der Verbrecher bleibt wiederum namenlos.
Im vierten Film ist ein Mann namens Zack Anführer eines Häftlingsausbruchs. Er taucht weiterhin aber nicht mehr auf und nach und nach werden alle Ausbrecher gestellt.
Der fünfte Film führt erstmals einen langen Kampf zwischen den Verbrechern und der Polizei ein. Durch ein Versehen landen gestohlene Diamanten in der Reisetasche von Eric Lassard. Die Diebe unter ihrem Anführer Tony und dessen Auftraggeber Dempsey versuchen, sie zurückzubekommen. Dabei kommt es zu einer Geiselnahme von Lassard und Harris.
Im sechsten Film ist es die so genannte Wilson Heights Gang unter ihrem zunächst anonymen Anführer Mastermind, die einen Stadtbezirk mit einer Verbrechensserie heimsucht.
Im siebten Film schließlich ist der Schlagabtausch erstmals komplett offen. Es gilt, den russischen Mafioso Konstantine Konali zu stellen.
Besonderheit
Mrs. Lois Feldman/Mrs. Stanwyck
Billie Bird (2 Filme)
Eine Besonderheit und Ausnahme sind die beiden Rollen, die Billie Bird in den Teilen 4 und 6 verkörpert. In den Police Academy-Filmen wird eine Rolle normalerweise nur von einem bestimmten Schauspieler verkörpert – ist dieser im Film nicht dabei, kommt auch die Figur nicht vor. Umgekehrt spielt aber auch jeder Schauspieler immer nur eine bestimmte Figur. Dies ist bei Billie Bird nicht so. Sie spielt zwar in zwei Filmen mit, aber stellt zwei verschiedene Rollen dar. Im vierten Film verkörpert sie die resolute Rentnerin Mrs. Lois Feldman, die am Citizens on Patrol-Programm teilnimmt. Im sechsten Film sieht man sie dann als Mrs. Stanwyck, die bei einem offiziellen Empfang zugegen ist. Larvell Jones und sie scheinen sich zu kennen, aber alles Weitere bleibt im Dunkeln.
Schauplätze
Alle Filme und Serien von Police Academy spielen in einer fiktiven namenlosen US-amerikanischen Stadt und deren Polizeiakademie. Teil 5 spielt zudem in Miami und Teil 7 in Moskau. Einige Orte tauchen wiederholt auf und sind Schauplatz wichtiger Ereignisse. Hierzu gehören die Gebäude und das Gelände der Police Academy, insbesondere der Vorplatz, auf dem die neuen Kadetten eintreffen, das Büro des Kommandanten Eric Lassard, in dem mehrfach wichtige Besprechungen stattfinden. In den ersten vier Teilen landen zudem einige der Protagonisten unbeabsichtigt in dem Schwulenclub The Blue Oyster.
Drei der Filme wurden in Kanada gedreht, zwei in Kalifornien, einer in Florida und einer vorwiegend in Moskau.
In der deutschen Version des ersten Films wird konkret die New Yorker Polizei Akademie genannt, um die es in dem Film gehen soll. Allerdings handelt es sich dabei um eine Erfindung der Übersetzer, da dies in der Originalfassung nicht der Fall ist. Es fehlen in allen Filmen jegliche Erkennungsmerkmale wie z. B. bekannte Gebäude der Stadt, Uniformen des NYPD oder entsprechende Autokennzeichen.
Musik
Die marschtaugliche Titelmelodie wurde von
Robert Folk
komponiert und ist ein bekanntes Erkennungsmerkmal der Spielfilme. Sie ertönt an vielen Filmstellen in unterschiedlichen Variationen, vor allem jedoch im Vorspann und bei Paraden.
Eine weitere, mehrfach wiederkehrende Melodie ist die Musik, zu der im Blue Oyster Club getanzt wird. Es handelt sich dabei um einen Tango mit dem Namen „El Bimbo“, der von Jean-Marc Dompierre mit seinem Orchester eingespielt wurde.
Die übrigen Titel sind vorwiegend unbekannte Stücke, die nur dezent wahrnehmbar sind. Eine Ausnahme bildet der 4. Film, in dem eine Reihe von Titeln prominent platziert wurden. Während in den ersten vier Filmen noch eine längere Reihe von Titeln genannt wird, nimmt die Zahl der Titel ab Teil 5 deutlich ab. So erwähnt der Abspann des 5. Films die Musik nicht einmal, der 6. Film weist nur zwei Titel und der 7. Film lediglich einen auf. Die folgende Aufzählung umfasst die etwas prominenter platzierten Titel mit Interpret und dazugehöriger Szene in dem betreffenden Filmteil:
Teil 1: She’s My Corner (Beach-Party-Szene) und I'm Gonna Be Somebody (Abspann) – Jack Mack and The Heart Attack.
Teil 2: Dirty Work – geschrieben von Mike Piccirillo, gesungen von Tony Warren (Anfangsszene mit Mahoney am Strand).
Teil 3: Team Thing – geschrieben von Tena Clark und Tony Warren (Szene auf dem Polizeiball, einige der Hauptakteure unterhalten die anwesenden Gäste mit einer Performance. Tackleberry spielt Saxophon, Jones Elektro-Gitarre. Callahan und Hooks singen im Vordergrund, Sweetchuck und Hightower im Hintergrund).
Teil 4: Citizens on Patrol – Michael Winslow zusammen mit The L.A. Dream Team (Vor- und Abspann), „Shoot for the Top“ – Southern Pacific (Szene mit Skateboardstunts), „It doesn't have to be this way“ – The Blow Monkeys (Liebesszene zwischen Zed und Laura), „Let’s go to Heaven in my Car“ – Brian Wilson (Abspann und als Hintergrundmusik im Einkaufszentrum mit Kyle und Copeland).
Let’s go to Heaven in my Car wurde 1987 für die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtester Song nominiert.
Anmerkungen
Ein besonderes Erkennungssymbol ist das Logo der Polizei und der Police Academy. Es kommt in allen Filmen an zahlreichen Stellen vor: auf Uniformen, Fahrzeugen und der Flagge der Polizei - im dritten Film sogar auf Proctors Unterhosen. Es ist kreisrund und hat durch die Verwendung von Kreuzen und Ahornblättern den Charakter eines Wappens. Ein umgebender Ring enthält neben dem Schriftzug „Metropolitan Police“ auch drei Worte, die offenkundig die Ideale der Polizei darstellen sollen: „Integrity“ (dt. „Integrität“), „Knowledge“ (dt. „Wissen“) und „Courage“ (dt. „Mut“ oder „Tapferkeit“).
Auch wenn prinzipiell Vorgesetzte eine höhere Entscheidungsgewalt haben und nicht angreifbar sind, wird der Aspekt der verschiedenen Ränge nie thematisiert. Dies würde auch dem Prinzip der meisten Filme widersprechen, da vielfach Kadetten und niederrangige Polizisten ihren Vorgesetzten Streiche spielen. Hintergründig sieht man an den Uniformen und den dazugehörigen Rängen vor allem den Werdegang der einzelnen Figuren. So ist jeder Kadett im darauffolgenden Film Officer, um dann im nächsten Film Sergeant. Die Ränge und deren typische Rangabzeichen sind im Einzelnen:
Kadett: Keine Rangabzeichen, aber farbige Markierungen in blau an den Schulterklappen und der Mütze.
Officer: Keine Rangabzeichen und keine Markierungen.
Sergeant: Drei Streifen ähnlich denen von Sergeants beim amerikanischen Militär.
Lieutenant: Ein silberner Streifen.
Captain: Zwei silberne Streifen.
Commandant: Drei Sterne (vier Sterne im siebten Film).
Commissioner: Goldverzierungen und sechs goldene Streifen.
In der deutschen Version des ersten Films wird der Commissioner auch als Chief bezeichnet. In den Vereinigten Staaten sind Commandant und Commissioner keine Ränge im eigentlichen Sinne, sondern Posten, in die Personen berufen werden.
Die Uniformen variieren leicht im Verlauf der Filme. Die Polizisten niederer Ränge tragen üblicherweise schwarze Uniformhemden mit schwarzer Krawatte, bei denen keine Rangabzeichen am Kragen angebracht sind. Höhere Ränge, je nach Film ab Captain oder Commandant, tragen Uniformjacken. Die Jacken von Commandant und Commissioner sind meist Zweireiher. Die Uniformvarianten, die bei festlichen Anlässen getragen werden, unterscheiden sich im Wesentlichen durch Verzierungen von den regulären Uniformen. Dort tragen auch Sergeants schwarze Uniformjacken, die teilweise mit Kordeln verziert sind.
Im zweiten Film ist eine „Stranduniform“ zu sehen, bei der die Ärmel des Hemds fehlen. Es gibt zudem eine Version für Motorradpolizisten, die Tackleberry oft trägt.
Im fünften Film tragen die Polizisten Uniformhemden mit einem glänzenden Stoff, teilweise auch mit kurzen Ärmeln.
Im sechsten Film tragen alle Polizisten eine rote Bandschnalle.
Bei den Uniformen der konkurrierenden Akademie im dritten Film sind die Hemden grau und die Farbmarkierungen rot. Commandant Mauser trägt eine einreihige Uniformjacke. Es wird zudem ein Barett statt der regulären Uniformmütze getragen. Die Ausgehuniformen sind allerdings praktisch identisch.
Police Academy in Deutschland
In Deutschland wurden alle Filme durch die Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke synchronisiert. Das Dialogbuch sowie die Regie übernahm in Allen Teilen
Arne Elsholtz.
Weitere Produktionen
Ab Ende der 1980er Jahre entstanden weitere Produktionen, die sich auf die Filme beziehen.
Auf Basis der Filme wurden zwei Serien produziert:
Die Zeichentrickserie Police Academy: Cartoonadaption der Police Academy von 1988, die alle wichtigen Hauptfiguren enthält und mit typischen Comicgegnern und lehrreichen Sicherheitstipps für Kinder angepasst wurde. 2 Staffeln mit insgesamt 64 Episoden.
Die Fernsehserie Police Academy: Serie von 1997 mit jüngeren Charakteren, die das Konzept der chaotischen Kadetten der Kinofilme fortführt. Die Filmdarsteller der Originalfilme hatten Auftritte als Gaststars, nur Michael Winslow gehörte zur Stammbesetzung. Die Serie wurde nach einer Staffel mit 26 Folgen eingestellt.
Im Rahmen der Verwertung der Police Academy zur Cartoonserie erschienen auch Comichefte in verschiedenen Sprachen.
Von November 1989 bis Februar 1990 erschienen sechs Ausgaben einer Comicreihe auf Basis der Serie bei Marvel Comics. Im deutschsprachigen Raum erschienen diese in den Jahren 1990 und 1991 unter dem Namen Police Academy: Bastei-Comic zur Fernsehserie; spleenig, spassig, spannend beim Verlag Bastei-Lübbe. Auch in anderen Ländern erschien diese Heftreihe, u. a. in.
In Deutschland erschien in den Jahren 1990 und 1991 bei der Karussell Musik und Video GmbH eine 12-teilige Hörspielreihe auf Cassette. Es handelt sich dabei um Adaptionen einzelner Folgen der Cartoonserie. Die Kassetten enthielten immer zwei Geschichten.
Die Firma Warner Village Theme Parks, ein Subunternehmen von Warner Bros., betreibt eine Kette von Vergnügungsparks an der Gold Coast in Australien, darunter die Warner Bros. Movie World. In diesem wurde von 1991 bis 2008 die Police Academy Stunt Show aufgeführt, die zahlreiche Stunts, Explosionen und Slapstickszenen enthielt. Unter anderem wurden Zuschauer in die Show als „Kadetten“ eingebunden. Die Show wurde seit 1991 aufgeführt und gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Shows. Durch die täglich zweimalige Aufführung hat sie es auf über 17.000 Vorstellungen gebracht. Ein Ableger der von Vic Wilson konzipierten Stuntshow wurde von 1996 bis zur Aufgabe der Warner-Lizenzen 2003 im Bottroper Freizeitpark Warner Bros. Movie World (seit 2004 Movie Park Germany) sowohl in deutscher als auch englischer Sprache gespielt. Unterschiede zur australischen Show bestanden lediglich in einem spiegelbildlich gestalteten Filmset (das explodierende Auto und die Blue Oyster Bar waren nun links, das Gerüst rechts), weshalb die Choreografie zunächst neu entwickelt werden musste. Inhaltlich war die Show lose mit der Filmreihe verbunden. So gab es auch einen Captain Harris, Proctor und natürlich Lassard. Weiterhin wurden Wappen, Uniformen und Autos der Police Academy verwendet. Im April 2008 wurde die australische Show geschlossen, um einer anderen Show Platz zu machen. |