Der Film spielt im Jahr 1863 zur Zeit des Sezessionskrieges. In einem Lazarett in der Nähe eines Schlachtfeldes in Tennessee droht dem verletzten Nordstaaten-Lieutenant John Dunbar eine Beinamputation. Um dieser zu entgehen, verlässt er in einem unbeobachteten Moment das Lazarett und reitet über das Schlachtfeld auf den Gegner zu, um sich lieber erschießen zu lassen. Er wird nicht getroffen, lenkt jedoch die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich, so dass die Unionisten die Schlacht gewinnen. Ein höherer Offizier ist von dieser Aktion so beeindruckt, dass er das Bein durch seinen Leibarzt behandeln lässt, der die Amputation verhindern kann. Sein Pferd Cisco darf Dunbar als Belohnung behalten und sich seinen nächsten Einsatzort aussuchen. Dunbar lässt sich nach Fort Sedgwick versetzen, einen im Grenz- und Indianerland gelegenen Außenposten, weil er den Westen kennenlernen möchte. Nach tagelanger Reise mit dem Versorgungstreck erreicht Dunbar das Fort im April des Jahres, das vollkommen verlassen und verwahrlost ist. Während er dort auf Mannschaft und neue Befehle wartet, setzt er den Posten allein wieder instand. Währenddessen tötet eine Gruppe Pawnee-Indianer den Wagenführer Timmons auf seiner Rückreise und nimmt seinen Skalp als Trophäe. Da der lebensmüde und geistig verwirrte Major, der Dunbars Versetzung bewilligt hat, sich zudem kurz nach dessen Abreise erschießt, weiß in der Armee niemand, wo Dunbar sich befindet. Einen Monat später ist Dunbar daher noch immer ohne Verbindung zur Außenwelt, nur sein Pferd und ein einsamer Wolf, den er wegen seiner weißen Pfoten "Socke" nennt und zu zähmen versucht, leisten ihm Gesellschaft. Über seine Erlebnisse und Eindrücke führt er ausführlich Tagebuch mit Zeichnungen und Texten. Als einige Sioux-Indianer vergeblich versuchen, sein Pferd zu stehlen, folgt er ihnen in ihr Zeltdorf, um seine freundlichen Absichten zu vermitteln. Unterwegs findet er eine verletzte weiße Frau in Indianerkleidung auf, die er mit in das Dorf bringt. Die Sioux verhalten sich zwar sehr abweisend, aber nicht feindselig. Dunbars furchtloses Verhalten beeindruckt vor allem den Schamanen "Strampelnder Vogel", der ihn kurz darauf mit dem temperamentvollen "Wind in seinem Haar" und weiteren Begleitern auf seinem Posten besucht. Durch gegenseitige Geschenke - Dunbar gibt den Sioux Kaffee und Zucker und erhält von ihnen ein Büffelfell - und nachdem Dunbar die Sioux über eine lange Zeit erwartete große Büffelherde informiert hat, wächst das Vertrauen. Die Sioux-Jäger lassen sich durch Dunbar beim Aufspüren der Herde begleiten, wobei sie zunächst etliche Kadaver von Büffeln auffinden, die offensichtlich von weißen Jägern gehäutet und dann liegengelassen wurden. Bei der anschließenden Büffeljagd, die den Sioux zur Sicherung der Nahrungsmittelvorräte dient, unterstützt Dunbar die Sioux mit seinem Gewehr und rettet auch dem jungen und momentan wehrlosen "Lächelt viel" das Leben, indem er einen angreifenden Bison erschießt. Nachdem den Sioux eines Abends auffällt, wie Dunbar den ihm nachlaufenden "Socke" vergeblich mit Gesten zu vertreiben versucht, erhält er seinen titelgebenden Indianernamen "Der mit dem Wolf tanzt" (wörtlich: "Tanzt mit Wölfen“". Dunbar lässt "Strampelnder Vogel" über dessen Frage, wie viele Weiße noch kommen werden, bewusst im Unklaren, um ihm nicht die Hoffnung auf ein Überleben seines Stammes zu nehmen. Er erhält im Sioux-Dorf ein eigenes Zelt und verbringt dort mehr und mehr Zeit, wobei er die Kultur der Sioux als sehr wohltuend erlebt. Von der weißen Frau "Steht mit einer Faust", die ihrem Adoptivvater "Strampelnder Vogel" als Dolmetscherin dient, erlernt er das Lakota. "Steht mit einer Faust" entkam als Siedler-Kind einem tödlichen Pawnee-Überfall auf ihre Eltern und wuchs bei den Sioux auf. Aus Verzweiflung über den kürzlichen Kriegstod ihres Ehemanns gegen die Utas wollte sie sich das Leben nehmen. Dabei wurde sie von Dunbar aufgefunden. Während viele der männlichen Sioux des Dorfes zu einem Kampf ausgeritten sind, wird das Sioux-Dorf von Pawnee-Kriegern angegriffen, die den Sioux die Nahrungsmittelvorräte rauben wollen. Dunbar rüstet die verbliebenen Sioux mit Schusswaffen aus dem Fort aus, so dass das Dorf erfolgreich verteidigt werden kann, wobei allerdings der freundliche "Steinkalb" getötet wird. Dunbar steigt in der Achtung auch der zunächst skeptischen Sioux, und schließlich wird sogar "Wind in seinem Haar" sein Freund. Dunbar beherrscht mehr und mehr ihre Sprache und heiratet "Steht mit einer Faust" nach Sioux-Tradition. Erst nach der Hochzeit gibt er "Strampelnder Vogel" zu bedenken, dass die Sioux sich wahrscheinlich auf die Ankunft noch sehr vieler Weißer einstellen müssen. Als die Sioux in ihr Winterquartier umziehen, fällt Dunbar ein, dass sein Tagebuch noch in Fort Sedgwick liegt, und er reitet zurück, um es zu holen und damit alle Spuren zu verwischen. Doch dort haben mittlerweile andere Soldaten der Union Stellung bezogen, die ihn wegen seiner Kleidung zunächst für einen Indianer halten, auf ihn schießen und sein Pferd töten. Um seine Identität zu beweisen, beruft sich Dunbar auf sein Tagebuch, doch ist es nicht zu finden, da es bereits der ehrlose Soldat Spivey an sich genommen hat und gegenüber den Offizieren leugnet, es gesehen zu haben. Die Unionisten drohen Dunbar mit einer Anklage wegen Hochverrats, wenn er nicht im Kampf gegen Indianer mit ihnen kooperiert. Dunbar weigert sich und wird in Ketten aus dem Fort gebracht. "Socke" folgt dem Zug und wird trotz Dunbars Widerstand von Soldaten aus dem Konvoi zum Spaß niedergeschossen, die dabei allerdings nicht bemerken, dass sich Sioux an sie heranschleichen, um Dunbar zu befreien. An einer Furt überfallen die Sioux den Konvoi und töten alle Soldaten. Im Winterlager des Sioux-Stammes kündigt Dunbar an, mit seiner Frau den Stamm zu verlassen, um ihn nicht in Gefahr zu bringen, da er nun von der Armee gesucht werden wird. Zum Abschied gibt ihm "Lächelt viel" unter Tränen sein Tagebuch zurück, das dieser im Fluss gefunden hat. Während die Soldaten mit Hilfe der Pawnee bereits die Spuren der Sioux finden, reiten Dunbar und "Steht mit einer Faust" unter den Abschiedsrufen von "Wind in seinem Haar" davon. Die US-Truppen finden aber weder die Sioux noch Dunbar und seine Frau, nur das bereits verlassene Lager. Zum Schluss wird ein Text eingeblendet, nach dem Jahre später das freie Leben der Sioux durch das weitere Vordringen der Weißen endete und der Wilde Westen Geschichte wurde.
In den 1980er Jahren war der Schriftsteller Michael Blake als Drehbuchautor zunächst weitestgehend erfolglos, mehrere von ihm verfasste Drehbücher blieben unbeachtet. Lange Zeit schon an der Geschichte amerikanischer Indianer interessiert, ließ er sich von dem Sachbuch Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses und einer wahren Begebenheit über einen Mann, der für eine Nachschublieferung zu einem Fort der US-Armee im Westen geschickt wird, inspirieren. 1986 empfahl ihm der befreundete Schauspieler Kevin Costner, einen Roman zu verfassen. Der in ärmlichen Verhältnissen lebende Blake schrieb den Roman binnen neun Monaten. Der befreundete Filmproduzent Jim Wilson half ihm dabei, einen Verlag zu finden. Noch bevor der Verlag Fawcett Books das Buch 1988 unter dem Titel Dances with Wolves und mit einer Erstauflage von 30.000 Exemplaren veröffentlichte, sicherte sich Costner die Filmrechte und beauftragte Blake damit, den Roman als Drehbuch zu adaptieren.
Costner und Wilson arbeiteten mit 70.000 US$ Eigenkapital in ihrem neugegründeten Produktionsunternehmen Tig Productions fortan gemeinsam an der Verfilmung des Drehbuchs. Entsprechend Costners Aussage in einem Zeitschrifteninterview wollte er zunächst nicht selbst als Regisseur fungieren. Wegen der bezweifelten Erfolgsaussichten seines Projektes fand er allerdings keinen Regisseur. Zwei große Filmstudios wiesen das Projekt zunächst ab, weil ein Drittel der Dialoge in Lakota und mit englischen Untertiteln vorgesehen war. Hintergrund für die mangelnden Erfolgsaussichten war auch der Umstand, dass das Westerngenre wegen des großen Misserfolgs von Heaven’s Gate (1980) als unprofitabel galt. Dann beteiligten sich der französisch-kanadische Filmproduzent Jake Eberts und der britische Produzent Guy East an dem Projekt, indem sie 1 Million US$ zur Verfügung stellten, um damit die Vorproduktion fortzusetzen. Zudem akquirierten sie 6,7 Millionen US$ von ausländischen Investoren. Der ursprünglich für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten vorgesehene Verleih Island Pictures zog sich von dem Projekt zurück und wurde daraufhin durch die Orion Pictures Corporation ersetzt, die nach Beginn der Dreharbeiten 10,5 Millionen US$ in das Budget einbrachte. Unterschiedlichen Quellen zufolge betrug das Filmbudget zwischen 15 und 19 Millionen US$, zu dem Costner mit 2,5 bis 3 Millionen US$ einen hohen Anteil aus seinem eigenen Honorar beisteuerte, welches etwa 3 Millionen US$ betrug.
Als mögliche Drehorte kamen neben Mexiko auch Kanada und sieben weitere Staaten in Betracht. Die Entscheidung fiel nur wenig später zugunsten von South Dakota aus. Wesentlicher Grund dafür war, dass dort eine große Büffelherde für die Dreharbeiten verfügbar war. Diese in Privatbesitz befindliche Büffelherde umfasste etwa 3.500 Tiere und lebte auf L. Roy Houcks Triple U Buffalo Ranch. Infolge der Entscheidung für South Dakota als Hauptdrehort änderte man auch den Indianerstamm: Während der Roman die Comanchen im Westen von Texas thematisiert, zeigt der Film die Lakota-Sioux. Das Produktionshauptquartier richtete man in Rapid City ein.
Etliche Figuren entstanden nach den Vorbildern realer Personen, so auch die des Majors Fambrough, der sich am Beginn des Films mit einem Kopfschuss das Leben nimmt. Vorbild für die Figur Strampelnder Vogel war der Kiowa-Häuptling Kicking Bird. Das Leben der Figur Steht mit einer Faust beruht auf der Geschichte von Cynthia Ann Parker, die im Kindesalter von Comanchen gefangen genommen worden war und später Ehefrau eines Comanchenhäuptlings und Mutter von Quanah Parker wurde.
Die indianische Sprachlehrerin Doris Leader Charge, die im Film die Nebenrolle der Ehefrau des Häuptlings Zehn Bären spielt, erteilte vor Beginn der Dreharbeiten allen Schauspielern, die im Film Lakota zu sprechen haben, einen dreiwöchigen Sprachschnellkurs. Gemeinsam mit Albert White Hat übersetzte sie das Drehbuch in Lakota. Produktionsdokumenten zufolge vereinfachten Charge und White Hat dabei die Lakota-Dialoge, weil die Sprache für Männer und Frauen unterschiedlich zu verwendende Wörter hat. Zum Beispiel nutzte der von Costner verkörperte Dunbar weibliche Lakota-Wörter.
Bei der Herstellung der etwa 200 für den Film benötigten Kostüme wurde großer Wert auf historische Genauigkeit gelegt. Zu den engagierten Experten für indianische Trachten zählte die Ureinwohnerin der Black Hills Cathy Smith, die als Assistentin der Kostümbildnerin Elsa Zamparelli fungierte. Als Orientierungshilfe für die Gestaltung der Indianerkleidung dienten Bücher und Zeichnungen von Karl Bodmer und George Catlin. Zum benötigten Rohmaterial für die Kleidung der Sioux und Pawnee gehörten Leder von 625 Hirschen und Rehen, große Mengen Büffelhäute und -felle sowie echte Federn, Perlen und Schmuck. Die indianischen Schauspieler trugen im Film ihre eigenen, geerbten Adlerfedern, um dem Artenschutz Rechnung zu tragen.
Szenenbildner für den Film war Jeffrey Beecroft. Ein großer Teil der Requisiten, zu denen Bögen, Zaumzeug und indianische Haushaltsgegenstände gehörten, wurde von Experten der Smithsonian Institution angefertigt.
Für die Bemalung der Pferde, zu der etwa das Symbol einer Hand für einen trauernden Krieger gehört, dienten alte Bilderschriften von Tipi-Wänden als Vorlage. Die zeitgenössische Innenausstattung von Major Fambroughs Büro wurde für den Dreh vollständig von Los Angeles nach South Dakota transportiert.
Die Rollen der Indianer wurden ausschließlich mit amerikanischen Ureinwohnern besetzt, um den Film authentischer wirken zu lassen. Das Filmteam engagierte zudem ungefähr 150 Sioux aus dem Rosebud-Indianerreservat als Komparsen. Insgesamt engagierte man 250 amerikanisch-indianische Schauspieler, wobei der überwiegende Teil der in Sprechrollen auftretenden indianischen Schauspieler nicht den Sioux angehört. Graham Greene etwa ist ein Oneida; Tantoo Cardinal, die Strampelnder Vogels Ehefrau Schwarzer Schal verkörpert, ist je zur Hälfte eine Cree und eine Chippewa; Rodney Grant, Darsteller von Wind in seinem Haar, gehört zum Volk der Omaha.
Entscheidend für die Besetzung der Steht mit einer Faust mit Mary McDonnell war, dass sie – damals eine Theaterschauspielerin in New York – in der Filmschauspielwelt weitestgehend unbekannt war und dass ihr Gesicht, so Costner, „vom Leben gezeichnet ist“.
Die Dreharbeiten sollten einer Zeitungsmeldung zufolge bereits im März 1989 beginnen und auf Mexiko beschränkt bleiben. Tatsächlich wurden sie erst am 17. Juli aufgenommen und fanden dann an insgesamt 27 verschiedenen Orten auch außerhalb Mexikos statt.
Die Schlachtszenen zu Beginn des Filmes spielen im Südstaat Tennessee im Herbst, konnten aber aus logistischen Gründen weder in der passenden Jahreszeit noch am passenden Schauplatz gefilmt werden. Um die Vegetation des Schlachtfeldes jahreszeitgemäß zu inszenieren, wurden die Laubfärbung der Bäume und das Erscheinungsbild der übrigen Vegetation durch den großflächigen Einsatz von Farbe angepasst. Für die Inszenierung griff man zudem auf Laienschauspieler zurück, die in organisierten Vereinen des Öfteren Bürgerkriegsszenen nachspielten.
Die Büffel der Triple U Buffalo Ranch kamen in gleich mehreren Filmszenen zum Einsatz, deren Dreharbeiten acht Tage in Anspruch nahmen. Unterstützt wurden die Arbeiten unter anderem durch einen Hubschrauber, zehn Kleintransporter, 24 Indianer auf ungesattelten Pferden und 20 Cowboys. Der kanadische Musiker Neil Young stellte zwei gezähmte Büffel zur Verfügung, die hauptsächlich in den Jagdszenen zu sehen sind. Die im Film gezeigten erlegten Büffel waren aus Draht gefertigte Attrappen mit Fellbesatz.
Die Szenen im Winterlager der Sioux filmte man in einem Canyon in der Nähe von Rapid City.
Als die Presse meldete, der US-Regisseur Kevin Reynolds, dem in den Credits des Films gedankt wird, habe Filmmaterial mit dem zweiten Stab gedreht, kamen Gerüchte auf, er sei nur zur Produktion gestoßen, um den angeblich überforderten Costner zu entlasten. Dem widersprach Filmeditor Neil Travis und sagte, dass Reynolds keine Schauspieler angeleitet oder Dialoge inszeniert habe und Costner alle von Reynolds gedrehten Second-Unit-Szenen selbst entworfen habe.
Die Dreharbeiten endeten zwischen dem 21. und 23. November 1989. Verschiedenen Quellen zufolge überschritt ihre Gesamtdauer die ursprüngliche Planung um 23 bis 30 Tage. Das Budget wurde um circa 1,8 Millionen Dollar überzogen. In einem Bericht der Los Angeles Times wurde der Film daraufhin als „Kevin’s Gate“ bezeichnet – eine Anspielung auf die verlustbringende Produktion des Films Heaven’s Gate. Um die Kosten zu begrenzen, wurden auch Stabsmitglieder eingesetzt, die nicht gewerkschaftlich organisiert waren. Dennoch waren mit Travis und dem Kameramann Dean Semler auch Mitglieder der International Alliance of Theatrical Stage Employees (IATSE) beteiligt.
Unter anderem um Geld für die etwa zwei Monate beanspruchende Nachbearbeitung zu sammeln, verkaufte man Requisiten und Kostüme, die für die Herstellung des Films verwendet worden waren. Costner sagte, dass der Film, abgesehen von einer Szene, in der Büffel beim Grasen zu sehen sind, keine Spezialeffekte enthalte.
Die Filmmusik komponierte und dirigierte der britische Komponist John Barry, der zuvor die Musik unter anderem für mehrere James-Bond-Filme erschaffen hatte. Als Berater fungierte der Sänger und Liedermacher John Coinman. Er half dabei, die Lakota-Musik und -Tänze möglichst authentisch zu gestalten. Dazu arbeitete er auch mit amerikanischen Ureinwohnern wie Cyvert Young Bear zusammen, einem Mitglied der Porcupine Singers.
In Sneak Previews, die ab Mai 1990 unter anderem in Seattle und Phoenix stattfanden, wurde eine Fassung gezeigt, die zehn Minuten kürzer als die finale, circa 180 Minuten lange Kinofassung war.
Zur Werbekampagne der Filmproduktionsgesellschaft Orion für den Film 1990 gehörte auch Radiowerbung in Lakota-Sprache, ausgestrahlt von indianischen Radiosendern, und Cross-Promotion in Kooperation mit dem Discovery Channel. Es entstand zudem der Dokumentarfilm The Making of Dances with Wolves, den bis Ende 1990 mehrere Fernsehstationen zeigten.
Die Weltpremiere fand am 19. Oktober 1990 in Washington, D.C. statt. Der Erstaufführung wohnten viele Sioux-Indianer bei, die an der Entstehung des Films als Schauspieler, Statisten oder Berater beteiligt waren. Im Vergleich zu früheren Filmen fand der Film bei den Indianern großen Anklang, gepaart mit Wehmut über die längst vergangene Lebensqualität des ursprünglich naturnahen indianischen Lebens. In Dankbarkeit und als Geste der Verbundenheit wurden Kevin Costner, Jim Wilson und Mary McDonnell daraufhin von je einer Sioux-Familie adoptiert.
Das Gesamt-Einspielergebnis betrug in den USA 184,2 Millionen US-Dollar und in allen anderen Ländern 240 Millionen US-Dollar, womit der Film ein Vielfaches seiner Produktionskosten einspielte. In Deutschland erreicht der Film Besucherzahlen von 6,7 Millionen und wurde damit zum meistgesehenen Film des Jahres 1991.
Zusätzlich zu der dreistündigen Fassung, die zunächst in den Kinos startete, erschien eine knapp vierstündige Fassung. Costner und Wilson schufen die Langfassung ursprünglich für den Vertrieb in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten. Sie enthält alle Szenen der Kurzfassung und bezieht einen Teil des Materials wieder mit ein, das bei der Fertigstellung jener Fassung herausgeschnitten werden musste. Ein Teil des Filmmaterials ist in der Langfassung in anderer Reihenfolge enthalten als in der Kurzfassung. Zu den Szenen, die in der Kurzfassung fehlen, gehört als wesentliches Element die Episode einer Meuterei der ursprünglichen Besatzung vor Dunbars Eintreffen in Fort Sedgwick, in der die Soldaten sich weigern, einen völlig verwahrlosten und offenbar von der Armee vergessenen Posten weiter zu betreiben. Schließlich werden sie von ihrem Kommandanten von ihren Verpflichtungen entbunden und in die Prärie entlassen. Dies ist der Grund, warum Dunbar das Fort verlassen vorfindet. Weiterhin als mehrminütige Intermission der Ritt von Dunbar und Strampelnder Vogel in den von Weißen verunreinigten Wald, die Tötung von Büffeln durch weiße Jäger, welche Dunbars Entscheidung zur Rückkehr in die weiße Gesellschaft beeinflusst, und Szenen zwischen Dunbar und Steht mit einer Faust, die ihren kulturellen Unterschied betonen.
Im Gegensatz zum Roman, der die Comanchen in Texas – einem Teil der südlichen Great Plains – in den Mittelpunkt rückt, handelt der Film von den Lakota-Sioux in South Dakota, das in den nördlichen Great Plains liegt. Ein anderer wesentlicher Unterschied ist das Ende der Geschichte: Während sich Dunbar im Roman vom Häuptling Zehn Bären davon überzeugen lässt, mit seiner Frau im Indianerdorf zu bleiben, verlässt das Ehepaar im Film den Stamm, um ihn davor zu bewahren, von der nach Dunbar suchenden US-Armee entdeckt zu werden.
Hauptsächlich wegen der produktionsbedingten Änderung des Schauplatzes und des Indianerstammes gibt es im Film einige Elemente, die die historische Realität verletzen. Castillo wies darauf hin, dass etwa Zehn Bären in Wirklichkeit kein Lakota-Häuptling war, sondern ein Comanchen-Führer. Des Weiteren sei es aus geografischer Sicht unrealistisch, dass Zehn Bären, während er einen alten spanischen Morion – einen Eisenhelm – zeigt, Dunbar erklärt, dass jene Männer, bei denen es sich um südliche Kolonisten handelte, zu Lebzeiten seiner Großeltern gekommen seien, später dann Mexikaner. Größte historische Ungenauigkeit, so Castillo, sei der Marsch, den das US-Militär am Filmende im Winter 1864 zur Suche nach Dunbar und dem Stamm von Zehn Bären durchführt. Tatsächlich habe es in jenem Winter keinen Marsch der US-Armee gegeben, denn ihr erster Wintermarsch in den Great Plains habe erst im November 1868 stattgefunden.
Der Film steht in der Tradition von filmischen und literarischen Werken, in denen ein Held Indianer entdeckt. Dazu zählen Der gebrochene Pfeil (1950),
Der schwarze Falke (1956),
Little Big Man (1970) und
Der Mann, den sie Pferd nannten (1970).
Insbesondere Der gebrochene Pfeil wird als wichtiger Vorläufer von Der mit dem Wolf tanzt genannt, weil er als einer der ersten Westernfilme, wenn nicht gar als der erste Film, gilt, in denen die Indianer sympathisch und ihre historische Rolle authentisch gezeichnet werden. Ähnlich Costners Verfilmung, handelt er von einem weißen Mann, der sich von einem Feind der Indianer zu einem Freund wandelt und eine Indianerin heiratet. Der mit dem Wolf tanzt ist zudem nicht der erste Indianerfilm, in dem die Indianer in ihrer Stammessprache sprechen; zuvor war dies bereits in dem Film Windwalker (1980) der Fall.
Bei der Oscarverleihung 1991 erhielt der Film sieben Prämierungen. Dazu gehörten die Oscars für den besten Film und die beste Regie sowie für Kamera, Musik, Schnitt, Ton und adaptiertes Drehbuch. In den Schauspielerkategorien (Hauptdarsteller, Nebendarsteller und Nebendarstellerin) blieb es bei Nominierungen für Costner, Greene und McDonnell, ebenso wie in den Kategorien für Kostümdesign und Szenenbild. Für den besten Film, das Drehbuch und die Regie gab es zudem je einen Golden Globe Award. Die Gewerkschaften der Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure sowie die Vereinigung der Kameraleute zeichneten den Film ebenfalls aus. John Barry erhielt für seine Musikkomposition neben dem Oscar einen BMI Film & TV Award und einen Grammy Award. Auszeichnungen gab es überdies von den Filmkritikervereinigungen in Chicago, Dallas-Fort Worth und Los Angeles. 2007 nahm die Library of Congress das Werk als besonders erhaltenswerten Film in das National Film Registry auf. Auch in manchen Bestenlisten des American Film Institute ist der Film vertreten, darunter auf dem 75. Platz der Liste 100 Years…100 Movies (1998) und auf dem 59. Platz der Liste 100 Years…100 Cheers (2006).
Auch außerhalb der Vereinigten Staaten wurden dem Film und den daran beteiligten Personen Auszeichnungen zuteil. In Deutschland gab es bei der Berlinale 1991 einen silbernen Bären für Costner in der Kategorie Beste Einzelleistung sowie eine Nominierung für den Goldenen Bären. Prämiert wurde der Film auch mit zwei Goldenen Leinwänden, vier Jupiter-Filmpreisen und einem Gilde-Filmpreis. Neben den Ehrungen in Deutschland erhielt er vor allem Preise in Japan, darunter den Japanese Academy Award. In Großbritannien blieb es bei neun Nominierungen für den British Academy Film Award.
Der dem Film zugrunde liegende Roman, der bereits 1988 erschienen war, wurde erst nach Veröffentlichung des Films zu einem Bestseller. Michael Blake veröffentlichte 2001 die Fortsetzung Der Tanz des Kriegers, deren Verfilmung zwar erwogen, aber nie realisiert wurde.
In den Jahren nach Erscheinen des Films entstanden in den Vereinigten Staaten weitere Filme, die ein sympathisches Bild von Indianern zu zeichnen versuchen. Dazu gehören die Spielfilme
Der letzte Mohikaner (1992),
Halbblut (1992),
Geronimo - Eine Legende (1993) und Pocahontas (1995) sowie die Dokumentarfilme The Native Americans und der von Costner miterdachte und koproduzierte Film 500 Nations (beide 1994). |