An einem Frühlingsmorgen bittet Schnurres, ein ehemaliger Sklave aus Lusitanien, der bereits im Band Die Trabantenstadt auftrat, die Gallier um Hilfe für seinen inhaftierten Freund, den Garum-Produzenten Schãoprozes, der zu Unrecht verdächtigt wird, Cäsar vergiftet haben zu wollen. Asterix und Obelix reisen daraufhin auf dem Schiff des phönizischen Händlers Epidemais nach Lusitanien. Sie wollen Schãoprozes nicht nur aus seinem Hochsicherheitsgefängnis in Olisipo befreien, sondern zugleich auch seine Unschuld beweisen. Im Zug der Handlung besucht Obelix als Fachkollege einen Steinbruch, muss aber zu seinem Entsetzen feststellen, dass dort keine Hinkelsteine, sondern Pflastersteine für eine Calçada Portuguesa erzeugt werden. Weiter befremdet sie die Eigenheit der Lusitanier, in allem Fröhlichen etwas Trauriges zu sehen – und in allem Traurigen etwas Fröhliches. Später verkleiden und frisieren sich die beiden Gallier mehrfach als schwarzhaarige Einheimische. Es wird klar, dass in Wirklichkeit Karies, ein Handlanger des römischen Präfekten Fetterbonus und seines Vetters Croesus Lupus, die Würzsoße vergiftete. Er will nämlich Cäsar von dem lusitanischen Kleinunternehmer und seinem Produkt abbringen und ihn dazu bewegen, Garum nur noch bei Lupus’ Firma Garum Lupus zu beziehen. Die Gastwirtin Gama hilft ihnen dabei, Karies betrunken zu machen. Der plappert schließlich in seinem Rausch vor Cäsar alle Fehltaten des Garum-Lupus-Unternehmens aus. Die drei Verschwörer werden verhaftet. Julius Cäsar kauft weiterhin nur noch bei dem lusitanischen Kleinproduzenten ein, der fröhlich wieder zu seiner Tochter Oxala zurückgebracht wird.
Die Fischlastigkeit der lusitanischen Küche erweist sich als Problem für Obelix. Charakteristisch für die Lusitanier ist ihre Melancholie und die ihrer Musik.
Zahlreiche Anspielungen gibt es auch auf die Politik und das Internet. Ein römischer Leiter der Informationspapyri heißt zum Beispiel Marcus Zuckergus und ein anderer reicher Römer Elonmus. Auch ein Ägypter namens Royaltschis findet Erwähnung. Der (bereits aus Asterix in Italien bekannte) Garum-Großunternehmer Croesus Lupus ist dem Medienzar Silvio Berlusconi nachempfunden. Der Teilnehmerkreis der dekadenten großen Orgie auf der Galeere von Fetterbonus weist Parallelen zu Donald Trumps Tech-Milliardärsklub auf. Vorbild für die Figur der Amalia ist die legendäre Fado-Sängerin Amália Rodrigues. Der römische Zenturio Pistorius trägt Züge des britischen Comedians Ricky Gervais, und sein deutscher Name verweist auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Albums amtierenden deutschen Verteidigungsminister. Die gelbe Pferdebahn, die mit über ihr gespannten Seilen verbunden ist, nimmt die Linie 28 der Straßenbahn im heutigen Lissabon vorweg, und der im römischen Kerker nach Nelken als Würzmittel zum Essen verlangende Gefangene, der deswegen angeblich „eine Revoluçion anzetteln“ will, ist ein Verweis auf die Nelkenrevolution im Portugal Mitte der Siebzigerjahre. Ebenso wird auf das verheerende Erdbeben von Lissabon 1755 angespielt (Zitat eines Steinbrucharbeiters: „Ein Erdbeben reicht, um alles zunichtezumachen.“). Die lusitanische Weinhändlerin Gama posiert in der Abschlussschlägerei wie die allegorische Freiheit auf Eugène Delacroix’ berühmtem Gemälde Die Freiheit führt das Volk.
Ein Fußball spielendes Kind, das zwei Mal im Band zu sehen ist (Panels 17B und 31B), trägt eine grüne Hose und ein rotes Oberteil (wie die portugiesische Fußballnationalmannschaft) mit der römischen Zahl VII, eine Anspielung auf den portugiesischen Fußballspieler Cristiano Ronaldo und seine Rückennummer 7.
Der Band erschien am 23. Oktober 2025. |